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NEWS

 

Lettre pour toi

Michael Michalsky

Cher Micha,

die Boulevard-Landschaft kürte dich zum Modepapst. Der so genannte Louis XIV Berlins. Unverkennbare Zeichen für den dramatischen Zustand der deutschen Modebranche. Auf deinem neu erschlankten Körper scheinen sich die modischen Fauxpas nur so zu paaren. Diamanten im Ohr, Rolex am Arm, Baggyjeans zu Turnschuhen. Und debiles Grinsen zur Designerbrille. Kurz gesagt: Du bist der fleischgewordene Alptraum eines jeden Ästheten.

Au revoir,

Monsieur Dandy Diary

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No-Go: Coat Slinging!

Vor ein paar Jahren begannen Streetstyle-Koryphäen damit ihre Jacken, Jacketts oder Mäntel lässig über den Schultern zu tragen, statt die Arme durch die Ärmel zu stecken. Im Fachterminus nannte man das dann “Coat Slinging”.

Kürzlich hat die BUNTE (!) über den Styling-Trend geschrieben. “Coat Slinging” ist somit also offiziell ein “No-Go”. Also: liebe Freunde des guten Geschmacks, bitte steckt eure Arme fortan wieder in die Ärmel.

Denn ein Ärmel ohne Arm, dass ist wie Justin O’Shea ohne Veronika, wie Cara Delevigne ohne Augenbrauen: irgendwie unvollständig.

2008 hat Scott Schuman (aka: The Sartorialist) den ersten Fall von “Coat Slinging” aufgedeckt und auf seinem Blog veröffentlicht, daraufhin brach eine Epidemie aus, von der sich die Modewochen bis heute nicht erholt haben.

Doch jetzt ist mal wieder gut: bitte zieht eure Jacketts wieder anständig an! Andernfalls wirkt ihr wie ein schwuler Modejournalist aus dem Jahr 2010 (der heute auch wieder seine Arme durch die Ärmel steckt).

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