Lesetipp: Schalom Fashion!

Erst kürzlich haben wir auf eine Fotostrecke aufmerksam gemacht, in der der jüdisch-orthodoxe Look als Inspirationsquelle diente. Aktuell gibt es online bei der österreichischen Tageszeitung Standart einen lesenswerten Artikel zum Thema Schalom Fashion! zu lesen.

Man schreibt über JEAN PAUL GAULTIER, der 1993 erstmalig jüdische Kleidung im modischen Kontexte präsentierte. Der französische Ex-Provokateur ließ in seiner Kollektion “Chosen People” die Supermodels wie ultraorthodoxe jüdische Männer aussehen, auf den Köpfen trugen sie Schtreimels, die markanten orthodoxen Pelzhüte.

Desweiteren werden Modeblogs von orthodoxen Jüdinnen sowie weitere Beispiele von “Fusion Couture” genannt. Über dem Absatz, in dem Dandy Diary erwähnt wird, thront die Frage:

Dürfen die das denn?

“In den innovativeren Blogs ist orthodoxe Mode bereits angekommen. Der stets wagemutige deutsche Männermodeblog Dandy Diary jedenfalls liebt die Hippness jüdischer Mode. David Roth, einer der beiden Blogger, kombiniert einen breitkrempigen Hut, den er beim Jerusalemer Traditionsbetrieb Ferster Hats erstanden hat, zu lässiger Sportkleidung und Schuhen eines koreanischen Modemachers.”

Und die Schlussfolgerung der Redakteurin des Standart zur Frage der Moral lautet wie folgt:

Ist es okay, wenn sich Nichtjuden religiöse Symbole modisch aneignen? Warum nicht, schließlich beobachtet man auch im orthodoxen Bereich gerade eine immense Aufbruchsstimmung und Öffnung. 

Wir finden: Unabhängig davon, ob im orthodoxen Bereich gerade Aufbruchstimmung herrscht oder nicht, unabhängig vom Judentum, unabhängig von Religion, wenn man etwas schön findet, dann darf und sollte man dies auch tragen. Denn uns geht es hier ja ausschließlich um Ästehtik, nicht um Bedeutung oder gar Tiefsinn. 

 

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Tags: Karin Cerny, lesetipp, Schalom Fashion!, Standart.at

Von: David Kurt Karl Roth

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