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Zickenkrieg Eintausend: CATHY HORYN (New York Times) vs. HEDI SLIMANE (Saint Laurent Paris)

Cathy Horyn ist eine ziemlich bekannte, ziemlich gut vernetzte, dabei aber ziemlich unscheinbare Modejournalistin. Sie schreibt für die New York Times, die vielleicht wichtigste Tageszeitung in lateinischer Schrift. Auf der Berliner Fashion Week würde jeder Designer seine Mutter und sicherlich noch wesentlich mehr dafür verschachern, dass Horyn sich seine Show anguckt. Hedi Slimane hingegen würde einen Scheissdreck tun. 

Der neue Yves Saint Laurent-Designer lud Horyn nämlich nicht einmal zu seiner Show ein. Das gleicht in dieser, unseren Branche einer schallenden Ohrfeige. 

Horyn fand das natürlich gar nicht gut und rief direkt bei Slimanes Chef, dem PPR-Präsidenten Francois-Henri Pinault, an. Der konnte oder wollte allerdings auch nicht so recht was tun. Also schrieb Horyn alles Geschehene auf, paarte es mit einer Kritik an der Show (sie hat sich Fotos angeschaut) und veröffentlichte die Geschichte eben auf dem New York Times-Blog.

Hier ein paar der schönsten Auszüge, die einen seltenen Einblick in die wechselseitigen Abhängigkeiten von Designern und Journalisten bieten:

“There was also a smattering of star photographers, editors and models, like Kate Moss. But many front-row editors, to their disgruntlement, were given second- and third-row seats, and some, including an editor from Le Monde, had to stand. While a lot of journalists don’t really care where they sit, the lack of professional courtesy smacked of ignorance or arrogance.

I was not invited. Despite positive reviews of his early YSL and Dior collections, as well as a profile, Mr. Slimane objected bitterly to a review I wrote in 2004 — not about him but Raf Simons. Essentially I wrote that without Mr. Simons’s template of slim tailoring and street casting, there would not have been a Hedi Slimane — just as there would never have been a Raf Simons without Helmut Lang. Fashion develops a bit like a genetic line.

Anyway, Mr. Slimane insisted that he was the first to show the skinny suit. It was a silly debate. Who cares?”

Und am Ende dann die brutale Kritik, die unverhohlen darauf anspielt, dass Slimane sich in den vergangenen Jahren von der Mode ab- und der Schwarz/Weiß-Fotografie zugewandt hat:

“Considering that Mr. Slimane was an avatar of youthful style, I expected more from this debut. I had the impression from the clothes of someone disconnected from fashion of the past several years.”

So unterhaltsam kann sie also sein, diese Branche. Mehr davon bitte!

Foto: nymag.com

TRENDS

 

Zeit die Geschlechtertrennung auf dem Catwalk zu überdenken!

Die Spring/Summer 2016 Menswear Shows markieren einen geschichtsträchtigen Wendepunkt.

Nie gab es so viele weibliche Models bei den Männermodewochen in London, Mailand und Paris zu sehen. Londons up- and coming Star Craig Green präsentierte erstmalig seine Mode auch an Frauen. In London ließen außerdem Nasir Mazhar, Kit Neale, Matthew Miller, Sibling und Burberry ihre Mode, auch, von weiblichen Models vorführen. Bei Coach stahlen gleich drei Supermodels den Male Models die Show: Binx Walton, Lexi Boling und Julia Bergshoeff.

Miuccia Prada machte schon durch ihre Einladung (Spring/Summer 2016 Men’s and Women’s Show) deutlich, dass ihre Designs während der Mailänder Modewoche gleichermaßen an Mann und Frau gezeigt wird. Den vorläufigen Höhepunkt erreichte das Gender Game bei Givenchy: Naomi Campbell lief für ihren langjährigen Buddy Riccardo Tisci und bescherte dem Givenchy Designer so einen Social Media Hit sondergleichen.

Über kaum eine Show (ausgenommen: Rick Owens “Kill Angela Merkel – Not”) wurde in Paris mehr gesprochen als Givenchy. Das lag nicht zuletzt an Naomi Campbell. Wobei wir schon bei einem nicht unwichtigen Grund wären, wieso immer öfter Designer bei ihren Menswear Shows Topmodels laufen lassen: Aufmerksamkeit!

Topmodels bei Menswear Shows sorgen unter Garantie, wie im Fall Givenchy, für Posts, Comments, Likes auf den Socials. Ein nicht unwichtiger Faktor in Zeiten, in den Social Social Media zum Key-Tool in der Kommunikation von Modemarken geworden ist.

Doch es gibt noch andere Gründe, warum immer mehr Frauen auf den Menswear Shows auftauchen. Es wird immer wichtiger die “Brand Identity” zu schärfen. Hierfür ist eine Unterteilung von Mann und Frau nicht förderlich. Bei Kampagnen wird schon lange gemixt, jetzt auch verstärkt auf dem Catwalk.

Dass Frauenmode auf Menswear Shows gezeigt wird, ist auch ein Indikator für das Erstarken des Männermode-Sektors, welcher im Vergleich zur Womenswear deutlich mehr Wachstum verzeichnet, gerade in im Luxussegment. Die Menswear Shows werden immer relevanter, daher auch immer wichtiger als Plattform für eine Marke.

Wenn ein Label schon Unmengen an Geld für eine Fashion Show ausgibt, dann ist es ein smarter Move, den Gästen, Presse, und VIP-Buyern der Show soviel ‘Marke’ wie möglich zu präsentieren.

Bei dem Umdenken von Marken bezüglich der Geschlechtertrennung bei den Catwalk Shows geht es in erster Linie um finanzielle, nicht um idealistische Gründe.

Ohne dass weitere Kosten für eine Fashion Show entstehen, können die Brands ihre Women’s Wear Pre-Collections (so bei Prada // Resort Collection) zeigen, deren Terminierung der Sales wunderbar mit den Menswear Shows zusammenpassen.

Das Überdenken der Geschlechtertrennung auf dem Catwalk ist somit auch eine Reaktion auf den sich immer schneller drehenden Modemarkt.

SPECIAL

NEWS

 

Fuppes: Dandy Diary Ultras beim adidas Fanatic Turnier

Beim gestrigen adidas FANATIC​ Fußball-Turnier in Berlin haben wir zwar kein einziges Spiel gewonnen, uns dafür aber dank britischem Zweitliga-Stil ‘ne Menge neue Feinde gemacht!

Das war super!

Hier im Mannschaftsbild logischerweise nur angeschnitten: unser Zeugwart, der Stilist Tim Neugebauer, der an der Linie das Zeug gewartet hat.

Den Dandy Diary Ultras-Ehrenpokal bekommt übrigens unser Abwehrrecke, der Fotograf Peter Kaaden​, der sich beim Foul am Gegenspieler den Fuß angebrochen und dann, mit gebrochenem Fuß auch noch nachgetreten hat. Sehr kämpferisch.

Liebe Freund von adidas: das nächste Mal wären wir gern wieder dabei. UND DANN HOLEN WIR DEN TITEL!! Oi!

Von: Jakob

LOOKS

FASHION SHOWS

 

Paris Men’s Fashion Week: KENZO SS 2016

Seit Carol Lim und Humberto Leon die kreative Leitung von KENZO übernommen, geht es ordentlich ab bei dem 1970 von Kenzo Takada gegründeten Modelabels.

Für ihre Spring/Summer 2016 Kollektion stellte sich das Designer-Duo, welches sich einen Namen mit ihrem Shop / Marke OPENING CEREMONY erstmalig einen Namen in der Branche machte, einen Mann vor, der unentdeckte Landschaften bereist. Die Silhouette der Kollektion ist boxy, locker, weit.

 

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Fav Collection at Esmod B.A. Graduate Show 2015 Anna Swic!