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Lesetipp: Rote Hosen – Siegeszug nach Germanien

Hier in Hamburg kleidet man sich seit jeher etwas aristokrtischer, als im Rest der Republik. Rund um die Außenalster gilt derjenige Mann als angesagt, der am ehesten nach englischem Landadel oder amerikanischer Ostküsten-Dynastie aussieht. Immer öfter tragen diese Außenalster-Yuppies, die natürlich noch nie in ihrem Leben eine ordentliche Treibjagd mitgemacht, geschweige denn in der Bruderschaft einer amerikanischen Nobeluniversität Mitglied wären, rote Hosen. Das sieht meist bekloppt aus, soll uns hier aber nicht weiter kümmern.

Woher der Trend der roten Hosen kommt, erklärt uns nämlich dankenswerterweise Alexander Grau von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

“Doch der Trend zur roten Hose wurzelt nicht nur in der Tradition des englischen Landadels und deren ironischer Modifikation durch die Sloanies. Der zweite Impuls stammt aus Neuengland, mithin von der amerikanischen Ostküste: Ende der fünfziger Jahre begann sich bei den Studenten in Harvard, Princeton, Yale und anderen Ivy-League-Universitäten der Preppy-Look durchzusetzen. Seitdem gehören dazu neben Button-Down-Hemden, bunten Pullovern, Cardigans, farbenfrohen Socken und den unvermeidlichen Penny Loafers auch Nantucket Reds – Hosen in einem blassen Rot, die mit zunehmendem Alter ins Zartrosa wechseln. Diese werden von „Murray’s Toggery Shop“ auf Nantucket, einer Insel dreißig Meilen südlich vor Cape Cod, produziert.

Ursprünglich gehörten solche roten Hosen zusammen mit einem blauen Blazer zum offiziellen Outfit des legendären „New York Yacht Club“, der mit dem Schoner „America“ im Jahr 1851 den ersten – später nach dem Siegerschiff benannten – America’s Cup gewann. Aus diesem Umfeld stammt wahrscheinlich auch die Legende, dass nur derjenige eine rote Hose tragen darf, der den Atlantik überquert hat – und zwar nicht an Bord eines Airbus, sondern eigenhändig per Segelschiff.”

Wer noch mehr wissen will, sollte bitte den gesamten Artikel auf der Homepage der FAZ lesen.

SPECIAL

NEWS

 

Liste mit allen Modemarken, über die JAY Z je gerappt

Dazed & Confused Journalistin, Rap-Fan und Zahlenfrau Katerine Bernhard hat es sich zur Aufgabe gemacht den Zusammenhang von Hip Hop und Mode zu analysieren. Vor rund einem Jahr hat sie eine Statistik angefertigt, in der Bernhard auflistete, welche Modelabels besonders oft in den Lyrics der US Rapper genannt werden.

Bernhard fand heraus, dass über kein Label mehr gerappt wurde, als GUCCI, doch seit 2008 schwindet die Omnipräsenz des italienischen Luxuslabels. Die Präsenz von GUCCI im Hip Hop sinkt pro Jahr um rund 23%. Und auch über LV wird immer weniger gerappt, dafür tauchen verstärkt neue Labels in den Lyrics der Rap-Giganten auf:

Tom Ford – beispielsweise – kam 2013 rund 23% öfter in den Rap Lyrics vor, als es noch 2008 der Fall war. Das erste Mal, dass Ford überhaupt in einem Rap Song genannt wurde, war 2008. Seit dem Ricardo Tisci verantwortlich bei Givenchy ist, erwähnten Rapper das französische Modehaus 95% mal mehr in ihren Texten.

Für ihr neuestes Projekt hat sich Bernhard ausschließlich mit den Lyrics von JAY Z auseinandergesetzt. Sie hat analysiert über welches Fashion Item JAY Z rappt, in welchem Jahr er das tat, in welchem Song, ob es einen Guest-Rapper gab. Alle Labels, über die der US Rapper jemals gerappt hat, hat Bernhard zum Ende ihrer Analyse in eine Textbox einfügt.

Die chronologische Auflistung aller JAY Z Hits mit Modebezug wirkt wie eine Autobiographie des US Rappers. Über den Zusammenhang von Mode und Hip Hop sagt die Expertin Bernhard folgendes: ”Ich denke nicht, dass Rapper ausschließlich Mode kommentieren, sie sind nicht nur Beobachter, sondern beeinflussen auch die Mode”.

Da mag sie nicht Unrecht haben. Jüngstes Beispiel für diese Aussage ist “Mulitply” von A$AP ROCKY, in dem der Rapper erklärt, dass BEEN TRILL und HOOD BY AIR nicht mehr cool sind. Eine Botschaft, die in der Branche sicherlich gehört wird.

Bernhard hat alle von JAY Z genannten Labels auf ein T-Shirt drucken lassen – das “Swanky Tee”. Bernhards Projekt könnt ihr bei KICKSTARTER unterstützen.

 

LOOKS

TRENDS

 

Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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