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Lesetipp: Front-Club – Wie wir tanzten (Zeit Magazin)

Stinksaure Präambel: Das ZEIT-MAGAZIN hat zwar den populistischten und schenkelklopfigsten Facebook-Account, der mir je in die Timeline kam, aber bislang konnte mich das noch nicht davon abhalten, DIE ZEIT zu kaufen. Ich bin bei jedem Post jedoch kurz davor einen Maxi-Brief voll Kacke an die Social-Media-Redaktion zu schicken.

Eigentlicher Post: Wie dem auch sei. Hier geht es jetzt ja um was anderes – und zwar um einen Artikel über den, wie man so sagt, legendären Hamburger House-Club FRONT. Das war, wenn man dem Stylisten Klaus Stockhausen glauben darf, der erste Club Deutschlands, in dem Haus gespielt wurde (natürlich von Stockhausen höchstpersönlich).

Zum 30. Jubiläum des Clubs, den es seit 1997 schon nicht mehr gibt, hat das aktuelle ZEIT MAGAZIN einige Zeitzeugen (hohoho!) befragt – was für unseren kleinen Modeblog nicht weiter interessant wäre, wären diese Zeitzeugen nicht mittlerweile große Namen im deutschen Fashionbusiness. Und so kommen unter anderem eben Klaus Stockhausen (Fashion Director beim deutschen INTERVIEW MAGAZIN) und Christiane Arp (Chefin der deutschen VOGUE) in dem Artikel zu Wort.

Die hocherotische Christiane Arp erinnert sich zum Beispiel folgendermaßen: 

“Ich habe einfach durchgetanzt. Manchmal habe ich die High Heels ausgezogen, eigentlich bin ich ja auf hohen Absätzen geboren. Ich trug Sweatshirts, deren Kragen ich so weit ausschnitt, bis sie locker über die Schulter hingen. Aber gegen die Jungs sahen wir Mädchen alle alt aus.”

Auch Stockhausen, den wir etwas weniger erotisch finden, erinnert sich an die Mode im FRONT:

“Ich weiß noch, die Ersten tanzten in Junior Gaultier und Yamamoto, in schulterbreiten Doppelreihern, und weigerten sich, die auszuziehen. Das war die Zeit, als Mode die Straße eroberte. Die Menschen sparten auf ein Teil von Comme des Garçons oder Mugler. Britische Magazine wie Blitz oder Face wurden gelesen. Das war alles nicht deutsch, und so war auch der Laden: überhaupt nicht deutsch.”

Den gesamten Artikel kann man online lesen - und nach der Lektüre feststellen, dass es das Berghain schonmal gegeben hat. In den Achtzigern. In Hamburg.

NEWS

 

Berlin No Name Fashion Week!

Die Berlin Fashion Week gehört zu den besten Modewochen weltweit, wenn es darum geht ihrem “Fachpublikum” halbjährlich Designer zu vorzusetzen, die zuvor noch nie jemand gehört hat und die nach ihren Defilees im Rahmen der Berlin Fashion Week in der Regel nie wieder gesehen werden.

Denn oftmals bleibt es für die neuen Unbekannten bei einer, höchstens zwei Saisons, um danach wieder für immer aus dem Radar der Berliner Modelandschaft zu verschwinden. Man sollte sich nicht die Frage stellen, ob die lokalen Designer interessant genug sind, um eine Modewoche zu tragen, sondern ob die Modemacher, die geholt werden einen ernsthaften Mehrwert bieten.

Diese Saison wird erstmalig das ungarische Label USE UNUSED auf der Berlin Fashion Week eine Kollektion präsentieren. Auch das italienische Label CAPARA und Whitetail (Belgien) sind neu dabei.

Wenn nur ein Label der drei Newcomer nächste Saison noch einmal das Budget für eine Show auf der Berlin Fashion Week zusammenkratzen kann oder will, wäre das schon erstaunlich. Alle drei Newcomer wird selbst der ausgebuffteste Modejournalist bevor sie auf dem Schauenplan aufgetaucht sind nicht gekannt haben.

Nichts gegen Labels aus dem Ausland oder Newcomer (denn irgendwann fängt ja jeder mal an) Als WOOD WOOD für zwei Saisons auf der Berlin Fashion Week zeigte, war das ein Gewinn. Oder als Mercedes-Benz die großartige Iris von Herpen nach Berlin holte.

Doch Unmengen Shows von gänzlich unbekannten ROMAINIAN Designers, INDIAN Designers oder Modemachern aus den Baltikstaaten werden nicht für dringend notwendige Upgrade der Berlin Fashion Week sorgen.

Die Liste mit Designern der letzten fünf (!) Saisons, die einmalig in Berlin gezeigt haben: STUDIO Kaprol, Bagaz, DARE BY JOHNY DAR, Chatty, Brachmann etc. Weniger Designer, mehr Namen, könnte ein Ansatz sein.

 

Von: David

 

LOOKS

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TRENDS

 

No-Go: Coat Slinging!

Vor ein paar Jahren begannen Streetstyle-Koryphäen damit ihre Jacken, Jacketts oder Mäntel lässig über den Schultern zu tragen, statt die Arme durch die Ärmel zu stecken. Im Fachterminus nannte man das dann “Coat Slinging”.

Kürzlich hat die BUNTE (!) über den Styling-Trend geschrieben. “Coat Slinging” ist somit also offiziell ein “No-Go”. Also: liebe Freunde des guten Geschmacks, bitte steckt eure Arme fortan wieder in die Ärmel.

Denn ein Ärmel ohne Arm, dass ist wie Justin O’Shea ohne Veronika, wie Cara Delevigne ohne Augenbrauen: irgendwie unvollständig.

2008 hat Scott Schuman (aka: The Sartorialist) den ersten Fall von “Coat Slinging” aufgedeckt und auf seinem Blog veröffentlicht, daraufhin brach eine Epidemie aus, von der sich die Modewochen bis heute nicht erholt haben.

Doch jetzt ist mal wieder gut: bitte zieht eure Jacketts wieder anständig an! Andernfalls wirkt ihr wie ein schwuler Modejournalist aus dem Jahr 2010 (der heute auch wieder seine Arme durch die Ärmel steckt).

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@bam_berlin sent this fashion week survival kit

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