Lesetipp: Comeback der Taschenmarke MCM

Verena Stehle hat für die Süddeutsche Zeitung das “Comeback der Taschenmarke MCM” untersucht. Dabei hat sie festgestellt, dass man genau sieben Regeln beachten muss, um ein Comeback zu schaffen.

Regel 1: Fortbleiben – “Man muss erst wirklich weg sein, um überhaupt wiederkommen zu können.”

Regel 2: Vergessen lassen – “Beim Gedanken an MCM sollte man ab sofort, im besten Fall, das New Yorker Plaza Hotel und Champagnerflaschen, Diptyque-Kerzen und Paparazzi vor Augen haben. Und nicht Jägermeister und volle Aschenbecher.”

Regel 3: Zeitgeist einfangen – “(…) pünktlich zur Berliner Modewoche ploppte aber in Trendblogs ein Turnschuh auf, den er für MCM entworfen hat. Das Modell, weiß, knöchelhoch, findet man so auch bei Nike oder Yves Saint Laurent.”

Regel 4: Stars einspannen – “In den Achtzigern posierte Cindy Crawford nackt für das Münchner Label, nur bedeckt mit einem MCM-Symbol. Moderner ist die Werbestrategie “Star, ganz privat”.”

Regel 5: Ganz bei sich sein – “Im Falle von MCM ist es also nur verständlich, dass man bei den lorbeerkranzgesäumten Initialen bleibt; sie waren es, welche die Marke nach oben katapultiert hatten, sie hatten Cromers türkisfarbenen Ferrari finanziert.”

Regel 6: Frisch machen – “Und auch sonst unterscheidet sich MCM von anderen Labels: Chloé würde nie etwas so Lächerliches wie Indianermuster auf Taschen drucken, Louis Vuitton nicht mit unbekannten Künstlern kooperieren, Balenciaga nicht in trashigen Stadtteilen Läden eröffnen. Sie hätten es nicht nötig.”

Regel 7: Netzwerk schaffen – “(…) natürlich hat Modern Creation München auch eine eigene Facebookseite – was bislang immerhin 4156 Menschen gefällt. Auch wenn heute kein Mensch mehr eine Marke “Modern Creation München” nennen würde.”

Den gesamten, man muss es so sagen, bissigen Artikel gibt es hier.

Bild: sueddeutsche.de

Category: News

Tags: MCM, Michalsky

Von: Carl Jakob Haupt

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