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Lektion III: Der Moderedakteur

Rein oder nicht rein – das ist diese Woche in Berlin die Frage, an der vielerlei Lebensglück zu hängen scheint. Wer sich unsere Tipps zu Herzen nimmt, die Lektionen tüchtig einstudiert und die Anleitungen verinnerlicht, für den wird die Antwort eine erfreuliche sein: Rein!
Um als Model durch die Hintertür hereingelassen zu werden, das hat Jakob letztens völlig richtig bemerkt, erfordert es eine gewisse Physiognomie, die die Meisten von uns bis morgen einfach nicht mehr erreichen können. Da hilft auch exzessives Kotzen nicht mehr, damit hätte man schon viel früher beginnen müssen. (Die Frühphasen der Pubertät sind unserer Meinung nach der ideale Zeitpunkt, sich eine leichte Bulimie anzutrainieren. Man behält sich so bis ins hohe Alter hinein ein lolitahaftes Äußeres, auch ohne viel Geld für plastische Chirurgen ausgeben zu müssen.)

Davids Namedropping ist für fashionable Hochstapler sicherlich der leichtere Weg an der Tür vorbei ins Modeparadies hinein. Das Googeln von prominenten Namen erfordert keine allzu hohe Intelligenz und man kommt eventuell auch als Fetti durch. Es hat nur einen Nachteil: während der Fashion Week sind in Berlin so viele Namedropper unterwegs wie Eitergeschwüre auf der Eichel eines bulgarischen Ladyboys. Wenn enttarnt, geht man mit den Schwarzfahrern übrigens auch ähnlich angewidert um – sie werden schnell und stillschweigend beseitigt.
Wer also den Body Mass Index einer ausgewachsenen Kuh hat und sich gleichzeitig nicht traut vor den Augen der deutschen Modeprominenz, als niederträchtiger Namedropper enttarnt zu werden, der gibt einfach vor ein ausländischer Moderedakteur zu sein. Das, meine Lieben, funktioniert immer. Vorausgesetzt, man beherrscht eine Fremdsprache (wobei Englisch, Italienisch und Französisch im Modebusiness nicht als Fremdsprachen durchgehen.), oder verfügt zumindest über das Talent Fremdsprachen zu imitieren.
Diese Begabung sollte spätestens dann zum Einsatz kommen, wenn einem die nette Dame an der Tür schon zum fünften Mal versichert, dass man tatsächlich NICHT! auf der Liste steht. Dann ist der  Griff zum iPhone unausweichlich. Man sollte bereit sein so zu tun, als würde man die Redaktion in Bukarest, Kiew und Co. anrufen, um bei den Kollegen nachzuhaken, was denn während der Akkreditierung eigentlich schiefgelaufen ist. Dabei sollte man sich möglichst souverän geben. Man kommt ja gerade aus Mailand angereist, wo auch alles supi geklappt hat.
Beim Umgang mit dem Personal am Eingang empfiehlt es sich so unfreundlich zu sein wie ein französischer Kellner und so wichtig zu tun wie ein texanischer Tycoon, wobei man wissen sollte, dass das Wort Tycoon aus dem Japanischen kommt und so viel, wie Großer Gebieter heißt. Frei nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ schüchtert man potentielle Gegner so von vornherein ein.
P.S.: Alle drei Methoden wurden von uns in den letzten Jahren im In- und Ausland getestet und funktionieren. Dennoch übernimmt Dandy Diary keine Haftung für mögliche Schäden an Seele und Gesicht.

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No-Go: Coat Slinging!

Vor ein paar Jahren begannen Streetstyle-Koryphäen damit ihre Jacken, Jacketts oder Mäntel lässig über den Schultern zu tragen, statt die Arme durch die Ärmel zu stecken. Im Fachterminus nannte man das dann “Coat Slinging”.

Kürzlich hat die BUNTE (!) über den Styling-Trend geschrieben. “Coat Slinging” ist somit also offiziell ein “No-Go”. Also: liebe Freunde des guten Geschmacks, bitte steckt eure Arme fortan wieder in die Ärmel.

Denn ein Ärmel ohne Arm, dass ist wie Justin O’Shea ohne Veronika, wie Cara Delevigne ohne Augenbrauen: irgendwie unvollständig.

2008 hat Scott Schuman (aka: The Sartorialist) den ersten Fall von “Coat Slinging” aufgedeckt und auf seinem Blog veröffentlicht, daraufhin brach eine Epidemie aus, von der sich die Modewochen bis heute nicht erholt haben.

Doch jetzt ist mal wieder gut: bitte zieht eure Jacketts wieder anständig an! Andernfalls wirkt ihr wie ein schwuler Modejournalist aus dem Jahr 2010 (der heute auch wieder seine Arme durch die Ärmel steckt).

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Dandy Diary mobile office touched down in Austria

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