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NEWS

 

Lacoste Store Opening in Hamburg

Damit hätte ja nun wirklich niemand rechnen können. Während andere Store-Openings meist ziemlich langweilige und zähe Veranstaltungen sind, die mit dem letzten Glas Champagner schon wieder vergessen sind, war es bei der gestrigen Eröffnung des neuen Lacoste Ladens in Hamburg genau umgekehrt.

Der Champagner war schon überraschend früh leer, so gegen acht Uhr. Das aber machte gar nichts. Denn Lacoste hatte es sich nicht nehmen lassen zusätzlich zum Opening im neuen, ziemlich hellen, ziemlich großen, ziemlich erwartungsgemäßen Laden (Neuer Wall 63) einzuladen, sondern auch zu einer anschließenden Party. Und die hatte es in sich.

Zwei Hauseingänge weiter wurde in einem leerstehenden Neubau gefeiert. Um 21 Uhr schon schlenderten die ersten Gäste vom Store rüber – wahrscheinlich auch um dem irgendwie unpassenden DJ-Set von Pierre Sarkozy zu entfliehen. Der Sohn des französischen Präsidenten hatte nämlich im Lacoste-Store ein paar Schallplatten oder so aufgelegt.

Die After-Opening-Party war dann aber ein, das kann man ruhig so sagen, voller Erfolg. Alle Drinks gingen auf’s Haus, die Musik wurde mit Busy P. abermals von einem Franzosen aufgelegt. Alle anwesenden B-Promis, Ralf Bauer, H.P. Baxxter, Franziska Knuppe, sexy Jessica Stockmann, Susann Atwell und dergleichen, hatten sich da schon längst wieder verkrümelt und das Feld der Hamburger Modeszene überlassen, die zum Teil aus verarmten Hipstern und zum anderen Teil aus angetrunkenen PR-Frauen besteht. Eine blendende Kombination. Es wurde gesoffen, getanzt und noch mehr gesoffen. Herrlich!

Wir alle hatten wahnsinnig viel Spaß und finden Lacoste natürlich jetzt total kool – ist ja klar.

Alle Bilder: ok-magazin.de

LOOKS

SPECIAL

 

Dandy Diary Rattenflitzen

David und mich eint neben der gemeinsamen, harten Arbeit hier bei DANDY DIARY vieles: wir standen beide auf unsere schwarzhaarige VWL-Lehrerin und auf Janine aus der ersten Reihe, waren in den 90ern BVB-Fans, lieben die kleinen 0,25-Liter Heineken-Flaschen und feurig scharfes veganes Essen, wir lesen beide immer sonntags den Spiegel und, und, und, und, und – es gibt da sehr viel. Und: wir hassen nichts mehr als Ratten.

Wobei Hass krass untertrieben ist. Wir haben eine gehörige Scheiss-Angst vor den Viechern, sodass David einst in einem Restaurant in Shanghai, in dem er während des Essens eine Ratte flitzen sah, kreischeind mit einem Satz auf den Tisch sprang, und ich mich in New York vor den Attacken meiner Geschwister in Acht nehmen muss, die sich einen höllischen Spaß daraus machen, gegen die überall rumliegenden Müllsäcke zu treten, in denen logischerweise immer mindestens eine fettgefressene Ratte hockt und dann panisch raus- und mir möglichst über den Fuß springt. Allein der Anblick einer Ratte führt bei uns sonst so harten Mode-Typen zu Schockstarre, spitzen Schreien, purer Verzweiflung und dem ein oder anderen peinlichen Sprung. Einer von uns hat sich vor Schreck und Todesangst sogar mal selbst angepinkelt. Wer das war, verraten wir der Fairness halber aber nicht.

Als wir dann neulich geschäftlich in Mumbai (Indien) waren, lauerte die bis dato härteste Prüfung in Sachen Ratten auf uns. Etwa die Hälfte der 12 Millionen Einwohner lebt in Slums, davon viele ohne festes Haus und somit ohne Wasser und ohne Toilette. Große Teile der Stadt gleichen einer Müllhalde: überall liegen Plastikmüll, Schrott, tote Katzen, undefinierbare braune Pfützen. Und es gibt erschreckend viele Ratten. Irrsinnig viele. Brutal viele. Ekelhaft viele.

Während die Menschen in Mumbai offensichtlich größere Probleme haben, als sich um die an allen Ecken hockenden, gemächlich futternden Ratten zu kümmern, standen wir idiotischen, verwöhnten Westler permanent unter Strom. Wir hatten saumäßig Schiss vor den Biestern – unseren ärgsten Feinden.

Um euch ungefähr eine Vorstellung davon zu geben, wie wir in dauernder Angst durch die engen Gassen Mumbais flitzten, um bloß nicht auf eine Ratte zu treffen, haben wir ein Video davon gedreht, das ihr euch hier anschauen könnt. Wir flitzen darin in atemberaubender Geschwindigkeit an den einzigen Ort, an dem es keine Ratten gab: ans Meer. Dort harrten wir drei Tage und Nächte aus, dem verdursten Nahe, und ließen uns dann von der goldenen Segelyacht eines befreundeten Trilliardärs abholen und zurück ins saubere, kalte und etwas weniger rattige Berlin fliegen.

 

 

Beim Rattenflitzen trugen wir Converse Chuck Taylor “Rubber” Schuhe, David eine Hose von Weekday und ein Shirt von Hugo Boss, ich Wifebeater und Hotpants von American Apparel.

Von: Jakob

 

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Bake in the sun Candy Dave! Pic by @tanzekind

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