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Kopenhagen – Geburtsort des Stils

Foto: StilinBerlin.Blogspot.com

Am Mittwoch, 11.08.2010 beginnt die Modewoche in Kopenhagen. Die Copenhagen Fashion Week ist für mich der Gegenentwurf zur Berliner Fashion Week. Berlin wirkt angestrengt glamourös, Kopenhagen wirkt dagegen gemütlich familiär. Unter anderem werden Labels wie WoodWood, Vibskov und Bruuns Bazaar ihre Entwürfe für Spring/Summer 2011 präsentieren. Man darf also gespannt sein. Aus aktuellem Anlass habe ich mich für Jadicted mit der Fashion Week im hohen Norden beschäftigt.

Ein Foto, das ich auf dem bekannten Streetstyle-Blog StilinBerlin erblickte, brachte mich zum Nachdenken. Ein Junge, Vincent, 12 Jahre alt, gelocktes Haar, übergroßer Weekday-Sweater, stilvolle Kette um den Hals. Der Bildunterschrift entnahm ich nicht nur die Herkunft seiner Garderobe, nein, auch seine Herkunft wurde dort niedergeschrieben. Vincent kommt aus Kopenhagen. Woher auch sonst? Der junge Vincent ist für mich ein Symbol, ein Symbol, das stellvertretend für den Stil von Skandinavien steht…weiter.

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Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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