Klimaneutrale Mode?!

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Heute ist der weltweit größte Klimastreik geplant. Es soll für eine bessere Klimapolitik, gegen übertriebenen CO2-Ausstoß sowie mehr Flugscham demonstriert werden. Der Popstar der „Fridays-for-Future“-Bewegung ist Greta Thunberg. Sie ist die Ikone unserer Zeit. Ein Coverstar.

Klimapolitik ist in Mode. Da will natürlich auch die Modebranche mitmischen. Und so verkünden diverse Big Brands, darunter Gucci, Burberry und Gabriele Hearst, dass sie fortan klimaneutral produzieren werden. Aber was heißt denn das eigentlich? Klimaneutral?

Verständlich zusammengefasst haben das die Kollegen von my climate – shape your future:  „Klimaneutralität kann erreicht werden, wenn die CO2-​Emissionen auf ein Minimum reduziert werden und allfällige restliche CO2-​Emissionen mit Klimaschutzmassnahmen kompensiert werden. Werden klimaschädliche Treibhausgase komplett vermieden oder bereits ausgestossene Gase an anderer Stelle wieder eingespart, spricht man von „klimaneutral“.

Bis heute kursiert das Gerücht, dass die Modebranche die zweitschädlichste Industrie für die Umwelt ist. Ein moderner Mythos, der nicht der Wahrheit entspricht, doch die Modebranche gehört mit ihrer langen Produktionskette, keinesfalls zu „den Guten“. Rund 10 Prozent aller globalen Treibhausgasemissionen gehen auf das Konto der Modeindustrie, daher begrüßenswert, wenn Marken wie Gucci das Klimaneutralität zum Thema machen.

Doch kann Mode Klimaneutralität? GUCCI CEO Marco Bizzari ordnet das Thema realistisch ein: „Um 0 Emissionen zu erreichen, müssten wir unser Business dicht machen“. Daher kann das Ziel eines Modelabels vorerst nur lauten Klimaneutralität, nicht Eliminierung von Treibhausgasen.

GUCCI hat verkündet, dass sie für all jenen CO2 Ausstoß, den sie im Rahmen ihrer Produktion, nicht verhindern können, Carbon Offset Credits von REDD+ erwerben  werden (eine internationale Initiative, um Wälder zu erhalten), um den Status Klimaneutralität zu erhalten.

All das lässt sie nicht wirklich überprüfen, denn die Produktionsketten der Industrie sind lang – von der Erstellung vom Stoff bis zur Fashion Show. Daher ist konkrete Berechnung des „Carbon Footprint“ heute noch nicht wirklich möglich, viel basiert auf Mutmaßungen, doch der Weg ist geebnet.

Category: #dandydiaryspace

Tags: CO2

Von: David Kurt Karl Roth

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