KENDALL + PEPSI = WELTFRIEDEN

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Kendall Jenner, die kleine Schwester der großen Kim treibt es – für die richtige Summe – mit jedem: von CHANELESTEÈ LAUDER bis hin zu MARC JACOBS und MANGO. Kendell – die Allzweckwaffe an der PR-Front.

Bei ihrer letzten Kooperation lief es jedoch nicht so glatt, wie üblich: Als Gesicht der neuen PEPSI-Kampagne wird der Realtity-TV-Star in eine Reihe mit Madonna und Michael Jackson gestellt – und erntet dafür einen heftigen Shitstorm.

Eine Zusammenfassung des Erzählungsstrangs der Werbung:

Kendell wird von einem an ihr vorbeiziehenden Protestmarsch abgelenkt. Die Protestler lachen, spielen auf Instrumenten und singen dazu. Die Demonstranten erwecken des Interesse von dem US-Model. Als ihr noch ein sweeter Typ mit einem zweideutigem Augenzwinkern zu verstehen gibt, sich der Menschenmenge anzuschließen, ist es um sie geschehen. Die junge Schwester des Kardashian-Clans reißt sich die blonde Perrücke vom Kopf, wischt sich theatralisch den Lippenstift vom Mund und stürzt sich in die Menge, um sich der Bewegung anzuschließen. Nebenbei legt sie einen magischen Outfitchange hin. Weg vom silbernen engen Kleidchen hin zum Denim All-Over-Look, einem lässigen Jeans-Zweiteiler. Kendall schnappt sich eine Pepsi und gibt sie einem der Polizisten, welche sich am Rande des Protestes aufgestellt haben, um den Menschenpulk zu überwachen. Der nimmt sie an. Alle jubeln, alle schreien, rasten aus. Kendall, die Heldin, die dem Polizisten eine Pepsi in Hand drückt. Prost. Peace.

Die offensichtliche Anlehnung des PEPSI Werbespots an den Women’s March, die Black-Lives-Matter Bewegung und die Proteste gegen Polizeigewalt sorgten für einen globalen Ansturm der Entrüstung nach Ausstrahlung des Clips.

Kritisiert wurde nicht nur Pepsi für die Kommerzialisierung der Protest-Bewegungen, sondern auch Kendall.

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Polizeigewalt ist eben immer noch ein ernstes Thema in den USA und auch der Weltfrieden lässt sich nicht so leicht durch eine schöne Kendall und ein kaltes Getränk besiegeln. Das fiel dann nicht nur uns, sondern auch allen anderen auf.

Am Mittwoch entschied sich der Global Player dann dazu, den zweieinhalb minütigen Spot der Kampagne “Live For Now” zu löschen. Sie hätten eigentlich eine “gobale Botschaft der Einheit, des Friedens und des Verständnisses” verbreiten wollen. Dann wäre aber auch ihnen aufgefallen: “Dieses Ziel haben wir ganz klar verfehlt und wir entschuldigen uns dafür.”

Und nicht nur die Pepsi-Werbung sorgte diese Woche für Aufregung in der Social-Media Welt. Ein weiteres Kommerz Desaster bietete Kosmetikfirma  NIVEA, die mit heftiger Kritik, ebenfalls verbunden mit Lösch-Aktion, zu kämpfen hatten. “White is Purity” postet der Creme-Enthusiast zu einem Bild auf Facebook. “Keep it clean, keep it bright. Don’t let anything ruin it, #Invisible.”prangert daneben. Beinah sofort schrien die Netzwerke auf. Vorwürfe des Rassismus stehen im Raum. Dabei wollte Nivea doch nur darauf hinweisen, dass das eigene Deo keine Flecken auf der Kleidung hinterlässt. Mies gelaufen.

Und das Alles nur deshalb, weil Firmen und Produkte plötzlich viel mehr sein wollen, als sie eigentlich sind. Eine Cola ist eben auch nur eine Cola, die schmeckt wie sie schmeckt und ein Deo eben auch nur ein Produkt gegen den Geruch von Schweiß. Ganz ohne Emotionen und den Drang, die Welt retten zu müssen.

Category: News

Tags: Kendall Jenner, Pepsi, twitter

Von: Angelika Watta

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