arrow-left-black arrow-right-black arrow-white-down arrow-white-up dd-logo-header-large-white dd-logo-header de en fi-x matrix-arrow-left matrix-arrow-right matrix-icon search-icon share-facebook share-google_plusone_share share-pinterest_share share-twitter social-icon-facebook social-icon-instagram social-icon-twitter

SPECIAL

NEWS

 

Jakob in Florenz: Tag 3

Während in Deutschland 27 Millionen Menschen irgendein so genanntes Fußballspiel geschaut haben, habe ich mich in Florenz einem weitaus männlicheren Sport gewidmet: dem Calcio Fiorentino.

Dieser traditionelle florentinische Sport ist eine Mischung aus Rugby und Free Fight und der wahrscheinlich härteste Shit der Welt. Regeln gibt es keine.

Die Spieler sehen allesamt aus, als hätten sie ihre komplette Lebenszeit im Hochsicherheitstrakt des örtlichen Gefängnisses verbracht. Der gefährlichste Spieler meines Teams, der Azzuri, heißt Pietro, trägt Vollbart und hat “Unscarred” über den Bauch tätowiert. Die Girls lieben ihn, die Gegner fürchten ihn. Ein Wahnsinnsspieler, der sich immer wieder wilde Boxkämpfe mit den stärksten Spielern der gegnerischen Mannschaft liefert. Den Ball hat er, soweit ich das gesehen habe, kein einziges Mal berührt. Seine Stärken liegen offensichtlich woanders.

Nach einer guten Stunde und bei einem Stand von fünf zu null für die Azzuris, meine Azzuris!, musste ich meine neugewonnen Freunde leider wieder verlassen. Ich war schließlich in Florenz, um mich weniger männlichen Dingen zu widmen: Küsschen-Küsschen, Mode und Champagner.

Im Luisa Via Roma-Store traf ich kurz Rosita Missoni, die große Design-Legende des gleichnamigen italienischen Modehauses. Trotz ihres lagerfeldschen Alters sah sie fantastisch aus. Sie um ein gemeinsames Foto zu bitten war mir dementsprechend unmöglich – schließlich roch ich noch nach dem Azzuri-Spiel. Das hätte nicht zusammengepasst, die Grand Dame und der Proll.

Abends gab’s dann ein Dinner in der neuen Oper, eine französische Indie-Band, einen DJ, kurze Kleidchen, viel Wein, Champagner, Performances, aufgekratzte Mädchen, abgebrochene Absätze und den ganzen üblichen Tchi-Tchi. Mode halt.

Einzig, dass mein Tischnachbar, der Pitti Imagine-CEO Raffaello Napoleone, mich mit seiner minderjährigen Tochter verkuppeln wollte, ließ mich kurz den Glauben an die dann doch irgendwie arschkoole Welt der Mode zurückgewinnen. Den Rest des Abends träumte ich trotzdem weiter davon mir “Unscarred” über dem Bauch tätowieren zu lassen.

FASHION SHOWS

TRENDS

 

C’est cool: Patagonia Fleecepullover

Der Fleecepullover von PATAGONIA ist neben den TEVA Sandals das wichtigste Bekleidungsstück eines Normcorers.

Der Normcore Trend hat die US-Outdoormarke in die Trendbezirke dieser Welt katapultiert. Eine Entwicklung, die so für den Gründer Yvon Chouinard sicherlich nicht absehbar war, als er in den 60er Jahren mit dem Verkauf von Kletterhaken begann. Erst später kam Patagonia – seine Bekleidungsmarke hinzu.

Chouinard sorgte mit seiner Marke dafür, dass Bergsteiger in Pullovern aus Synthetikstoffen, in knallig-bunten Farben die Berge hinauf kraxelten, zuvor trugen sie farblose, feuchtigkeitsabsorbierenden Schichten von Baumwolle, Wolle und Daunen.

Das ultra-scharfe Logo, welches ihr immer gut sichtbar tragen solltet, damit auch erkannt wird, welche Marke ihr tragt, stellt die Silhouette des Fitz Roy – einem Berg, welcher in den argentinisch-chilenischen Anden gelegen ist – dar.

Man darf davon ausgehen, dass der Übertrend Normcore uns noch ein paar Saisons begleiten wird. Daher wäre ein Fleece Pullover von Patagonia sicherlich nicht die schlechteste Investition.

 

LOOKBOOKS

 

La Familia: Lanvin FW 2014 Kampagne

Neben KENZO ist LANVIN derzeit das Modehaus, welches uns von Saison zu Saison mit stets unterhaltsamen, bisweilen äußerst amüsanten Kampagnen verzückt.

Mal unterbricht Lanvin Designer Alber Elbaz per Sykpe ein Shooting, um seine Kommentare abzugeben. Mal lässt er seine Models im vornehmen Hotel zu Pitbulls “I want you want me” tanzen.

In der neuesten Kampagne  dreht sich alles um das ‘Model-of-the-Moment’ Edie Campbell, beziehungsweise um deren Familie.

Im Video und auf den Fotos zur Kampagne sind Campbells Mutter, Vater, Schwester, Bruder  sowie eine wilder Horde Cousins zu sehen. Unser Liebling: ihr Bruder Arthur, dessen Vokuhila länger ist, als die Beine von Toni Garrn.

Die Familiengeschichte stellt eine Referenz an das ‘Mutter / Tochter / Logo’ von Lanvin dar. Im dreiminütigen Kampagnenvideo sieht man die Familienmitglieder mit einem Fussball spielen, sich umarmen und rumalbern. Und, nicht zu vergessen, das Pferd von Edie Campbell. Wie in allen Lanvin Videos hat auch Pummelchen Elbaz seine Szene.

Die Kampagne hat – wie man unschwer am Set erkennen kann – Fantast Tim Walker geschossen. Für das Video war Guy Stephens verantwortlich.

 

LOOKS

INSTAGRAM

10576161_306848089476576_1709105871_n

Trainwrecker!

VIDEO