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Jakob in Florenz: Tag 1

Aus purer Langeweile bin ich gestern nach Florenz geflogen, um an einem streng durchchoreografierten Blogger-Event von Luisa via Roma teilzunehmen.

Mein Job bestand am ersten Abend vor allem darin, die bis dato beste Pasta meines Lebens zu essen, literweise Weißwein zu trinken und mich später beim Schlendern durch die Stadt an jugendliche Touristen anzubiedern.

Hat alles hervorragend geklappt.

Aus diversen guten Gründen habe ich meine Kamera in Deutschland vergessen, weswegen wir jetzt alle mit so genannten Instagram-Schnappschüssen vorlieb nehmen müssen. Die Bilder zeigen: (1) die Himmelspforte zum Restaurant “Cantina della Giostra”, dem vielleicht besten Pasta-Laden auf der ganzen Welt; (2) die reich behangenen Arme von Ernesto, unserem kumpeligen Kellner; (3) Gott und mich; (4) den Piazza Santo Spirito, auf dem sich die Jugendlichen der Stadt versammeln, um sich die Krise schönzutrinken.

Eine tolle Stadt ist das hier.

 

 

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Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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