Ist es moralisch verwerflich behinderte Menschen auf dem Catwalk zu zeigen?

Ist es moralisch verwerflich behinderte Menschen auf dem Catwalk zu zeigen?

Wenn es sich um eine PR-Aktion handelt ohne persönlichen Bezug des Designers zum Thema, um ein One-Off, mit dem Wunsch der größtmöglichen Berichterstattung, dann ist das wohl nicht wirklich korrekt, dann kommt es zur Zurschaustellung.

Bei der Show von Julian Zigerli während der 10. Edition während der Mode Suisse war das nicht der Fall: Bei Zigerli war es kein bloßstellen / ausstellen, sondern eine harmonische, unterhaltsame Integration. So bekommt Mode Tiefe. Wirft Fragen auf zur Integration von behinderten Menschen in unser Gesellschaft?

Das größte Problem der Mode ist, dass sie getragen werden muss. Daher bleibt dem Modemacher – im Gegensatz zum Künstler – vergleichbar wenig Platz für Ideen, was die eigentliche Kreation angeht. Die Welt (Material, Form etc.) ist deutlich kleiner. Daher ist es wichtig, dass viel über die Präsentation passiert, hier gibt es Raum. Wie oftmals von Julian Zigerli gezeigt (nicht nur während seiner Show bei der Mode Suisse).

Zum 35-jährigen Jubiläum von Werkheim Uster – organisierten Julian Zigerli, Christa de Carouga und Produzent Yannick Aellen bereits eine Show, in der auf dem Catwalk gemixt wurde, Models und Menschen mit Handicap.

Somit war die Show während der Mode Suisse der 2. Akt der Zusammenarbeit von Zigerli, dessen Schwester im Werkheim arbeitet, und dem Behinderten-Wohn-Werkheim: „Finally i was able to give something from my world back to her world. Because she inspires me day by day with her beautiful soul“.

Neben Julian Zigerli gefielen vor vor allem die Entwürfe von Julia Seemann, deren Designs auch schon von RiRi getragen wurden.

Category: Fashion Shows

Tags: Julian Zigerli, Mode Suisse, Zürich

Von: David Kurt Karl Roth

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