Ist die Mode tot?!

😰😥

Ist die Mode tot!? For ever, ever!?

Das jedenfalls behauptet New York Post Journalistin Maureen Callahan in einem ihrer jüngsten Artikel (hier zu lesen). Als Indikatoren für das drohende Ende der Modewelt führt sie folgende Gründe auf:

+ Thom Browne, der Shootingstar der New York Fashion Week will nicht mehr in NYC zeigen, sein Kollege – US-Star-Designer Tom Ford findet die Modebranche immer unbedeutender und will sich fortan auf das Movie-Business konzentrieren.

+ Das Retail-Business befindet sich im freien Fall. Die Gründe: die brutale Einfallslosigkeit der Stores und der Aufstieg von E-Commerce.

+ Die immense Beschleunigung der Modebranche und damit einhergehende Verschleiß von Designern, die von den Modehäusern verheizt und rumgereicht werden, als jüngstes Beispiel führt sie Kim Jones und Phoebo Philo an.

+ No More Supermodels! Es gibt keine echten Supermodels mehr, sondern nur noch Reality-TV-Stars, die nebenbei modeln, wie Kendall Jenner.

+ VOGUE – einst mächtigsten Medium der Branche – verliert immer mehr an Bedeutung. Die Millennials und ihre jüngeren Geschwister folgen lieber YouTube-, Blog- und Instagram-Stars – als sich die VOGUE zu kaufen. Das Königsmedium der “good old times”, so argumentiert die New York Post Journalistin, hat keinen Einfluss mehr – weder visuell noch textlich. Das letzte Mal, dass ein VOGUE Cover für Furore sorgte, war April 2014: Kim & Kanye. Außerdem, so Callahan, macht Anna Wintour – seitdem sie Artistic Director von Condé Nast ist jedes Magazine des Verlags zu einer kleinen Vogue.

Der Artikel “Fashion is dead and there’s no coming back” ist in jedem Fall lesenswert, auch wenn wir uns nicht in allen Punkten mit der Autorin einig sind. Denn natürlich haben wir heute keine Claudia Schiffer, Naomi Campbell oder Christy Turlingthon mehr – doch, zum Beispiel, eine Gigi Hadid, die weit mehr als “nur” Model ist. Sie ist mit 37,9 Millionen Followern auf Instagram ein extrem reichweitenstarkes Medium. Eine Meinungsmacherin der Superlative. Ist das schlechter als Frauen, deren einzige Betätigung sich auf das “gut aussehen” auf dem Laufsteg und in Fotostrecken beschränkte?!

Außerdem ist der Niedergang vom Retail zugleich auch der Triumph von E-Commerce, daher nicht wirklich Indikator für das Ende der Mode, so wie es die Journalistin Callahan sehen will, sondern vielmehr weiteres Zeichen für einen Wandel in der Branche: Der Fokus der Modewelt verschiebt sich mehr und mehr in die Online-Welt.  Das ist weder gut noch schlecht – es schlicht und ergreifend der Lauf der Dinge.

So gibt es ein paar Punkte in dem polarisierenden Artikel von New York Post Journalistin Callahan über die es sich loht zu streiten, doch die VOGUE, da geben wir ihr Recht, hat als Königsmedium der Modebranche ausgedient.

Category: News

Tags: Fashion is Dead, New York Post

Von: David Kurt Karl Roth

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