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“Isch libe Haus de Mugler”

Überstar Lady Gaga komponiert einen Song für das Haus Mugler. Der Song, dessen Titel “Scheiße” lautet, wurde bei der Autumn/Winter 2011 Show von Thierry Mugler gespielt. Unmittelbar nach der Modenschau wurde das Video zur beatstarken Single auf der Homepage Muglers veröffentlicht. Die Seite brach, wie zu erwarten war, aufgrund der hohen Besucherzahl kurze Zeit später zusammen. Das Video zur Single wurde von Modefotograf Mariano Vivanco inszeniert. Neben Aufnahmen der neuen Kollektion sieht man in dem Video das kanadische, am ganzen Körper als Skelett tätowierte Model Rick »Zombie Boy«, das auch in der Anzeigenkampagne Muglers auftauchen wird. Grund dafür, dass Gaga mit Mugler zusammen arbeitet, ist der neue Kreativchef des französischen Modehauses. Denn ihr persönlicher Stylist Formichetti ist fortan der Chef Muglers. Er hat den öffentlichkeitswirksamen Deal mit dem Famemonster eingefädelt.

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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