arrow-left-black arrow-right-black arrow-white-down arrow-white-up dd-logo-header-large-white dd-logo-header de en fi-x matrix-arrow-left matrix-arrow-right matrix-icon search-icon share-facebook share-google_plusone_share share-pinterest_share share-twitter social-icon-facebook social-icon-instagram social-icon-twitter
 

Im Interview: Designer Philipp Reining

Philipp Reining ist aktuell regelmäßig bei der Pro Sieben Sendung „Fashion & Fame“ zu sehen. Unter ehemaligen Kommilitonen der Akademie für Mode und Design (AMD) gilt der Jungdesigner als überaus kreativ und höchst ambitioniert. Während seine Studienkameraden Praktika bei kleinen Hinterhofdesignern absolvierten, ging er zu Alexander McQueen. Nach und nach will Reining seine eigene Kollektion aufbauen. Nicht jedoch von Mailand, Paris oder London aus. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Zeit für ein Gespräch über Veganismus, Pelz, Nicole Kidman, “Der mit dem Wolf tanzt”, Harvestehude und das Fernsehen.

Philipp Reining frisch gekämmt auf der Dandy Diary Party in Hamburg. Photo: Tino Crisó.

Während deines Studiums an der Hamburger AMD hast du ein Praktikum bei Alexander McQueen gemacht. Was hast du dort gemacht, was hast du gelernt?

Bei McQueen war ich in der womenswear. Ich habe hauptsächlich an der Pre Fall/Winter 09 und direkt im Anschluss daran an der Womens Fall/Winter 09 Kollektion gearbeitet.

Im McQueen Studio wird unglaublich kreativ gearbeitet. Wir haben erst tagelang research zum Thema betrieben und Bildmaterial gesammelt, dann mit Stoffen, Materialien – alles von Müllsäcken und Schrott über 20000 Swarovski Kristalle bis hin zu Schmetterlingsflügeln – und Farbe experimentiert, Sample genäht, alles eben sehr handwerklich. Es wurden unzählige embroideries angefertigt, für deren Qualität und Aufwand das Haus ja sehr bekannt ist. Die meiste Zeit aber habe ich gezeichnet, Totenköpfe, Muskeln, embroidery designs, typisch McQueen eben, ab und zu auch mal einen Kleider-Entwurf.

Zwischendurch hat man dann an einem Kleid für Nicole Kidman gearbeitet oder das Kleid von Cate Blanchett für die Benjamin Button Premiere personalisiert. Man war wirklichen in jeden Aspekt der Arbeit an der Kollektion mit eingebunden, gefühlte 24/7. Eine sehr arbeitsaufwändige, aber unglaublich lehrreiche und eindrucksvolle Schule, die absolute Stressresistenz von einem verlangt.

Wie hast du die Ausbildung an der AMD empfunden?

Die Ausbildung an der AMD zeichnet sich meiner Meinung nach besonders dadurch aus, dass ein besonderer Fokus gerade auch auf dem technischen Bereich liegt. Kurse wie Schnitt und Fertigung stehen Kursen in denen man zeichnet oder designt gleichbedeutend gegenüber. Wie gut diese technische Ausbildung ist, und wie gut man selbst in diesem Bereich ist, fällt einem oft erst auf, wenn man nach dem Studium den Vergleich zu Absolventen anderer Modeschulen auf dem Markt ziehen kann.

Ich habe die Ausbildung keineswegs als oberflächlich empfunden, allerdings ist sowas ganz klar auch abhängig von den jeweiligen Personen, die einem diese Kenntnisse vermitteln. Wie das an anderen Standorten der AMD aussieht, kann ich also nicht beurteilen.

Wie hast du dein Studium finanziert? Wie finanzierst du dein aktuelles Leben und Dasein als Designer?

Mein Studium hätte ich ohne die Unterstützung meiner Eltern nicht machen können. Gerade weil ein Studium in diesem Bereich sehr viel Zeitaufwand und Aufmerksamkeit verlangt und absolute Priorität auch im privaten Leben einnimmt, war ich auf die Unterstützung durch meine Eltern angewiesen. Ein Nebenjob oder dergleichen zwingt einen Kompromisse einzugehen. Mein jetziges Leben finanziere ich durch meinen Beruf als Modedesigner.

Vor kurzem hast du bei der Pro Sieben Show „Fashion & Fame“ mitgemacht. Hattest du Angst deinen Namen zu verbrennen und dich damit in der ernst zu nehmenden Modeszene auf lange Sicht zur „persona non grata“ zu machen?

Ich hatte eher Angst vor dem Schnitt und wie der einen dastehen lässt. Aber da war ich schnell beruhigt. Die Reaktionen der Leute haben mir gezeigt, dass ich sehr authentisch rüberkomme, und auch ich erkenne mich wieder.

Da es sich bei dem Format nicht um eine typische Castingshow handelt, in der hauptsächlich Zickenkriege, Blamagen und der reguläre Rauswurf von Kandidaten für Unterhaltung sorgen, habe ich mir keine Sorgen um die Reaktionen auf meine Teilnahme gemacht. Vielmehr könnte ich niemanden ernst nehmen, der mich auf die Show reduziert und meine eigentliche Arbeiten ausser Acht lässt. Die Dreharbeiten haben Spaß gemacht, ich habe tolle Leute kennengelernt und Kontakte knüpfen können und konnte mich spannenden Herausforderungen stellen, nicht mehr und nicht weniger.

Wenn man mit der eher kommerziellen Ausrichtung des Formates leben kann, ist es eine unterhaltsame Show. Einen realistischen Einblick ins Modebusiness oder in den Beruf und das kreative Schaffen des Modedesigners bietet die Show natürlich nicht.

Du lebst und arbeitest in Hamburg. In welchem Stadtteil fühlst du dich am wohlsten und warum zieht dich nichts in größere Modemetropolen, nach Paris, Mailand oder London?

Mich zieht sogar sehr vieles in die großen Modemetropolen, aber alles hat seine Zeit. Ich habe mal irgendwo dieses Sprichwort aufgeschnappt: „Wenn Paris das Herz der Mode ist, dann ist London der Kopf und Mailand die Hand“ oder so ähnlich. In welchem Maße das auch wirklich so ist, sei dahingestellt, aber ich habe definitiv vor, in jedem Part dieses ‚Modekörpers‘ einmal gearbeitet zu haben. Zur Zeit konzentriere ich mich aber auf den Aufbau meines Labels und das kann ich am besten von einem Ort aus, der mir vertraut ist und den ich lieb gewonnen habe.

Mein Zuhause in Hamburg habe ich in Harvestehude gefunden. Der Stadtteil ist zwar weder jung noch ist da sonderlich viel los, aber ich mag die Architektur, das Flair und das Grün. Wenn ich feiern oder etwas erleben will, setz ich mich lieber in ein Auto oder in die Bahn und fahr 10 Minuten, als das Geschehen direkt vor meiner Haustür zu haben.

Eher St. Pauli als Harvestehude. Philipp Reining auf der Dandy Diary Party. Photo: Tino Crisó.

Pelz ist aktuell wieder voll im Trend. Du lebst vegan. Wie und wann kamst du zu dem Entschluss? In welchen Situationen deines Designer-Alltags stößt du an die Grenzen des veganen Lebensstils?

Ich habe mich schon sehr lange vegetarisch ernährt, bevor ich meine Ernährung auf vegan umgestellt habe. Ein Bewusstsein für die Schattenseiten industrieller Tierhaltung habe ich erst mit zunehmendem Alter entwickelt, ein Bewusstsein für Tierleid hatte ich aber schon sehr früh als Kind. Ein ausschlaggebendes und prägendes Erlebnis, das mir aus meiner Kindheit im Kopf geblieben ist, war eine Szene aus „Der mit dem Wolf tanzt“ in der bewaffnete Männer einfach aus Spaß auf den Wolf schießen. Das klingt heute natürlich lächerlich, aber das konnte mein kindlicher Verstand damals nicht begreifen und hat mich zutiefst schockiert. Das ist natürlich nichts im Vergleich zu dem realen Grauen, dem man sich konfrontiert sieht, wenn man sich näher mit solchen Themen beschäftigt oder dem ganzen nicht völlig ignorant gegenübersteht.

Ein komplett veganer Lebensstil ist meiner Meinung nach gar nicht nötig, sofern man mit Bedacht lebt, isst und sich einkleidet.
Als selbstständig arbeitender Designer kann ich mir meine Grenzen zum Glück selber setzen und auch ohne Probleme einhalten, schwieriger war es da zum Beispiel eher bei McQueen, wo man zum Teil auch mit Pelzen arbeiten musste. Überraschenderweise hat man da aber Rücksicht auf mich genommen. Es wurde vielleicht nicht verstanden, aber es wurde akzeptiert, das reichte mir schon.

An welchen Projekten, für welche Auftraggeber und vor allem mit welcher Zielsetzung arbeitest du aktuell?

Meine alleinige Aufmerksamkeit gilt meinem eigenen Label. Mein Ziel ist es, mich schrittweise und auf realistischem Wege am Markt zu positionieren. Mein Konzept der 2 Linien, von denen eine sehr tragbare und leicht kombinierbare Stücke bietet und die andere sehr aufwändige z.T. maßgefertigte Komplettlooks, ermöglicht mir auch in Zukunft nicht nur kommerziell denken zu müssen, sondern mich auch auf das konzentrieren zu können, was Mode so interessant macht, das Konzeptionelle.
Ich starte die Frühjahrssaison in meinem Onlineshop mit 3 sehr konzeptionell gestalteten Printleggins, nach und nach kommen neue Teile hinzu, mit dem Ziel zur Herbst/Winter Saison dieses Jahr beide Linien, in 2 neuen, kleinen Kollektionen, vorstellen zu können. Der Umfang beider Linien ist dabei sehr überschaubar und realistisch gehalten, ich produziere natürlich keine 40 Looks wie die großen Häuser. Alles hat seine Zeit.

Für die „Fashion & Fame“ Finalfolge hast du ein Menswear-Outfit designt. Wirst du in Zukunft wieder Herrendesigns entwerfen oder liegt dein Fokus ganz auf der Dame?

Das ist ein Traum, den ich mir noch erfüllen muss. Menswear ist für mich nicht weniger interessant als Womenswear und gerade in diesem Segment ist man in den letzten Jahren sehr viel mutiger geworden, immer freier von Konventionen zu designen, bzw. hat sich für solche Designs ein viel größerer Markt geöffnet, als es noch vor einigen Jahren der Fall war.
Aber noch ist es für mich zu früh, als dass ich mir erlauben könnte, meinen Fokus zu teilen. Wie gesagt, alles hat seine Zeit.

TRENDS

 

Inflationär, übel: Holz-Sonnenbrillen!

Täglich treffen bei uns Pressemitteilungen von Labels ein, welche sich auf die Herstellung von Sonnenbrillen aus Holz spezialisiert haben.

Sie rühmen sich der Nachhaltigkeit. Bewerben ihr Werk mit total wortwitzigen Slogans wie “Holzig seit 2012″, “In Wood We Trust” oder “Done by nature, designed for your eyes”.

Das Berliner Label mit dem originellen Namen “Stadtholz”  versichert, dass man nach dem Kauf einer ihrer Brillen “wirklich ein Stück Natur auf der Nase” trägt.

Doch will man das?! Ein Stück Natur auf der Nase tragen, wenn es übel aussieht. Nachhaltigkeit schön und gut. Doch bei Mode dreht es sich in erster Linie um Design. Das sollte schon gut aussehen.

All die Holzbrillen-Designs von Marken wie Kerbholz, Stadtholz, Wood Fellas, WOODONE, ROLF Spectacles, Eric Lauer, Enzo Forciniti, Scherler oder Zeitgeist Berlin tun das nicht.

Außerdem gibt es nichts, was mehr nervt, als Labels, die sich “Nachhaltigkeit” fett auf die Fahne schreiben. Meist sind es genau die Labels, die, wenn man genauer hinschaut, soviel mit Nachhaltigkeit zu tun haben, wie Bumm-Bumm-Boris mit einem smarten Umgang mit Twitter. Nicht allzu viel.

LOOKS

SPECIAL

NEWS

 

G-STAR RAW x VITRA ::: Prouvé RAW Office Edition

Seit ich nicht mehr obdachlos bin, also seit Oktober 2014, muss ich mich notgedrungen auch mit den Themen Möbelkauf und Interieur auseinandersetzen (*seufz*, Luxusprobleme).

Umso schöner also, dass sich in der Flut an Mode-Mails, die täglich per Kurier ins heimische Office flattern, auch mal ein paar Möbel finden: die niederländische Jeansmarke G-STAR RAW hat sich nämlich mit der hippen Möbelmarke VITRA zusammengetan, um eine Büromöbelkollektion rauszuhauen. Yes! Super! Möbel sind eh das neue It-Ding!

Sie knüpft an die Prouvé RAW Edition aus 2011 an, dem ersten gemeinsamen Projekt zwischen G-STAR RAW, der Prouvé Familie und Vitra. Die zweite Serie der Kollaboration belebt eine Serie von Möbeln und Leuchten wieder auf, die ursprünglich von Jean Prouvé in den 1940ern für die Büros großer französischer Industrieunternehmen entworfen wurden.

Und da auch wir hier bei DANDY DIARY uns als französisches Industrieunternehmen begreifen, möchten wir selbstverständlich unser gesamtes Büro mit diesen Möbeln ausstaffieren.

Einzig die Preise stehen uns noch etwas im Weg:

- Fauteuil de Salon Haut, ab: 2.850,05 EUR (inkl. MwSt.)

- Fauteuil Direction (Cuir), ab: 2.270,52 EUR (inkl. MwSt.)

- Fauteuil Direction (Tissu), ab: 1.708,84 EUR (inkl. MwSt.)

- Fauteuil Direction Pivotant (Cuir), ab: 2.600,15 EUR (inkl. MwSt.)

- Fauteuil Direction Pivotant (Tissu), ab: 1.981,35 EUR (inkl. MwSt.)

- Standard SR, ab: 731,85 EUR (inkl. MwSt.)

- Bahut, ab: 8.634,64 EUR (inkl. MwSt.)

- Bureau Métallique, ab: 3.451,00 EUR (inkl. MwSt.)

- Bureau Présidence, ab: 7.730,24 EUR (inkl. MwSt.)

- Table Flavigny, ab: 5.938,10 EUR (inkl. MwSt.)

- Lampe de Bureau, ab: 148,75 EUR (inkl. MwSt.)

- Petite Potence, ab: 724,71 EUR (inkl. MwSt.)

Huch!

Die komplette Kollektion gibts übrigens hier zu kaufen.

Bahut Bureau Métallique Bureau Présidence Fauteuil de Salon Haut Fauteuil Direction Pivotant Prouve RAW office collection Fauteuil Direction Lampe de Bureau Petite Potence Prouve RAW Office Edition 2015 detail shot (1) Prouve RAW Office Edition 2015 detail shot (2) Prouve RAW Office Edition 2015 detail shot (3) Prouve RAW Office Edition 2015 detail shot (4) Prouve RAW Office Edition_Fauteuil Direction Pivotant Standard SR Table Flavigny

Von: Jakob

LOOKBOOKS

VIDEO

FASHION SHOWS

 

New York Fashion Week: Hood by Air AW 2015

HOOD BY AIR präsentierte die neuen Kollektion “Daddy” in kellerartigen Räumlichkeiten in der Wall Street, dem Zentrum der Finanzen.

HBA Mastermind Shayne Oliver zeigte Klassiker der Mode wie Button-Down Shirts, Pullover und  Polo T-Shirts in der typischen Unisex Hood by Air Silhouette. So kam es zu Hybriden aus Poloshirt und Kleid. Oder Camel Coat und Tank Top.

Die Models trugen Schlösser vor dem Mund und Strumpfhosen über dem Kopf, wie ein Einbrecher. Der Soundtrack der Show Total Freedom wurde schlagartig beendet, es folgte Jazz, unterlegt mit einem Zitat der Show Empire:

“I wanna show you a faggot really can run this company”.

Wie sehr HBA auch in der Kunstwelt angekommen ist, zeigte sich an den Gästen der Show, unter anderem waren Klaus Biesenbach und Grace Coddington gekommen, um Olivers neue Arbeit zu begutachten.

Es scheint als wäre HBA, auch nach dem Diss von dem einstigen Supporter A$AP ROCKY, nach schwer angesagt.

 

 

 

INSTAGRAM

11373701_1590793794542844_808484097_n

Ol! Ol! Together with our dear friends in @heineken were giving away two tickets for the champions league final between and next week here in berlin. Learn how on www.dandydiary.de

#039 #barca #juve #dandydiaryfinale