INSTA-BOYS TO FOLLOW VOLUME 3

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Immer wieder finden wir uns, gelangweilt und müde in den morgendlichen Stunden kurz nach dem Erwachen in unseren Betten liegend, das Handy ins Gesicht haltend in dem Bann von tausenden belanglosen Insta-Storys gefangen. Desinteressiert beobachten wir Leute beim Schmieren ihres Avocado-Brotes, beim Zeigen ihres OOTDs oder auch in ihrer #workingmood, vor ihrem Macbook sitzend, wo sie sicher unheimlich spannende neue Projekte planen. „COMING UP SOON, SO EXCITED“. Und trotz dieses stolz vor uns hergetragenen Desinteresses können wir ja doch nicht wegschauen.

Um dieser Instagram-Passivität entgegenzuwirken, führen wir unser Format in die dritte Runde ein. Und präsentieren euch jetzt und hier, exklusiv nicht nur die hottesten, sondern gleichzeitig die interessantesten Boys, welche Monday-Mood und Wednesday-Crush zugleich sind und zurzeit auf unserem Insta-Radar flanieren, während wir uns ein Avocado-Brot schmieren.

@realhorsehead

Teil der sagenumwobenen Gothboiclique, in der natürlich unter anderem derzeitiger Lieblingsdandy Lil Peep als festes Mitglied geahndet wird, ist auch the realhorsehead. Neben dem Design von ganz offiziellem Gothboiclique-Merch macht der Emo-Boy natürlich auch Musik, wie es sich eben für ein echtes Gangmitglied gehört. Ansonsten sieht man von ihm, der eigentlich Chris heißt, vor allem Selfies mit einem superstrong (weil Emo) Look und schwarzen Haaren, die – seinem Image getreu – meist die eine Hälfte seines Gesichts verdecken. Der abgeblätterte Nagellack, den er die meiste Zeit auf seinen Fingern trägt, steht ihm fast so gut wie Jakob. Aber eben nur fast.  Mit seiner Clique hängt er gerne vor abgefuckten Läden in LA herum.

Definitiv ein „Boy-to-watch“ – mit Inspiration für lässige Insta-Posen garantiert.

@lukivondergracht_official 

Zur I-D hat Lukas von der Gracht den tiefgründigen Satz gesagt, den wohl früher oder später jeder guter Künstler in den Mund nehmen muss: „Man ist kein guter Künstler, wenn man nicht rebelliert.“

Luki, wie er sich selbst gern nennt, ist also Künstler, sesshaft im romantischen Paris, studierend in NRWs Landeshauptstadt Düsseldorf. In einem seiner Ausstellungen #artsstudentsofthefuture, den vermeintlichen Rebellionsakt, kommentiert er das Hipstertum, das nun auch das Kunststudium für sich beansprucht hat. Um sich jedoch nicht nur an anderen angehenden Künstlern abzuarbeiten, half er in einem anderen Projekt – #meditation4artists eben diesen, den richtigen Weg, zurück zu ihrer kreativen Ader zu finden.

Vor ein paar Jahren gründete er den Instagram-Account für die Kunstakademie Düsseldorf, seine Uni. Womit er dann wohl auch die sogenannten coolen Kids überhaupt erst anzog, die – wie er eben behauptet – Kunst eben nur deshalb studieren, weil sie denken, es sei cool. Also ein Schuss ins eigene Bein, aber nun gut.  Scrollt man nun durch seinen Feed, sieht man Luki. Wie er im rosa kurzem Kleid, die Beine spreizend vor einem beschlagenen Spiegel posiert. Oder wie er halbnackt, mit hautfarbener Unterhose und passender Strumpfhose in die Kamera schaut – unter anderem.

Bei seiner eigenen Kunst, steht er übrigens vor allem auf menschlichen Kontakt. „Ich bin ganz stark gegen die Idee, dass der Künstler alleine in seinem Atelier sitzt, sich betrinkt und den Sonnenuntergang malt.“ Obwohl wir persönlich uns natürlich kaum was besseres vorstellen können.

@yesbowy 

Bereits zum wiederholten Male kurieren wir in diesem Format einen Vokuhila tragenden Typen. Und sehen uns in unserer Fähigkeit zur Vorhersage nun endgültig bestätigt. Dieses Mal handelt es sich um einen New Yorker Designer, der hinter dem Fashion-Label M.Y.O.B. NYC steht. Auf seinem Instagram präsentiert sich der in Tokyo lebende Fashion Boy in Felljacke, mit Steckern von 032C, gekleidet in Felljacke und Fahrradkette um den Hals, mit Lieblingsaccessoire für den besonderen Edge: der Zigarette. Wenn er nicht gerade auf fetten Modepartys abhängt oder sich um sein Label kümmert, hält er außerdem die Straßen als auch das Nachtleben Tokyos mit seinem Handy fest. Ebenfalls sehr sehenswert.

@viktorkortsen

Mit seinen kinnlangen blond-dreckigen Haaren im Gesicht, Sonnenbrille und Zigarette in der Hand wurde der letzte Boy to Follow auf der Copenhagen Fashion Week SS17 von Streetstyle Fashion Gott Adam Katz Sinding fotografiert. Viktor Kortsen ist Model, stammt aus Dänemark und wird von der Agentur TOMORROW IS ANOTHER DAY repräsentiert. Die Agentur also, dessen Agent der oben erwähnte Künstler Luki ist. Zufälle gibt’s.

Fotografieren lässt er sich am liebsten mit seinen ebenfalls highly fashionable Buddys, auch Mal mit Hello-Kitty Gitarre und dazu passendem pinken Hut, oder auch gerne auf Sperrmüll-Stühlen, die er in den Straßen Kopenhagens gefunden hat. „You look like you would snort a line of coke for breakfast“, schrieb ihm jemand.  Die Ästhetik: filterlos, trashy, alles ganz nebenbei.

Category: Looks

Von: Angelika Watta

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