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Im Interview: Marc Jacobs

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Kurz vor der Designer for Tomorrow Show habe ich ein Interview mit Marc Jacobs für BerlinFashion.TV geführt. Fraglos eine große Ehre. Er ist der bekannteste Designer aus Amerika, dieses Jahr ist er der Schirmherr des DfT-Awards. Ein großes Lob an das Modeunternehmen, dass mit dem Schritt Jacobs nach Berlin zu holen etwas Großes vollbracht hat. Nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die gesamte Berlin Fashion Week. Und natürlich auch für mich, denn so kam ich den Genuss den Stardesigner persönlich kennenzulernen. Aufgrund von Zeitmangel, der Mann ist schwer beschäftigt, kam es zu folgendem Interviewkonzept: Entscheidungsfragen, kurz und knapp, Jacobs antwortet, auch kurz und knapp. Innerhalb von fünf Minuten haben wir über folgende Themen gesprochen: Modeurteile, Hamburger, Smiley Faces, Thunfischpizza, Spongebob, Protein Shakes, Studio54, Röcke. Und natürlich auch über die essentielle Frage: Blutpenis oder Fleischpenis?

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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