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Im Interview: Designer Choi Bum Suk von “General Idea”

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Interviews mit koreanischen Designern zu schneiden ist, nun ja, ein wenig kompliziert. Nun, ein paar Wochen nach meinen Aufenthalt in Seoul, ist das Video mit dem talentierten Mr. Suk von General Idea auf FashionDaily.TV veröffentlicht worden. Er ist der Shootingstar der koreanische Modebranche. Seine Mode lässt mich an die Entwürfe des dänischen Designer-Trios Wood Wood denken. Für seine Spring/Summer 2012 Kollektion ließ sich der Modeschöpfer von einem St. Tropez Trip inspirieren. Eine farbefrohe, doch durchaus tragbare Kollektion. Seine Mode präsentiert Suk nicht nur in Seoul, sondern auch im Rahmen der New York Fashion Week. Berichte über General Idea lassen sich in zahlreichen internationalen Medien finden, zum Beispiel bei Dazed&Confused, VOGUE UK und im SOMA Magazine. Einen Tag vor seine Modenschau haben wir den Designer, der nur ungern seine Sonnenbrille abnimmt, auch nicht während Interviews, in seinem Studio besucht, um mit ihm über die Beziehung zwischen Mode und Wirtschaft, Inspirationsreisen und die aufstrebende Modemetropole Seoul zu sprechen.

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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