Interview: Benji Kesselbach vom Yolo | store

Im Rahmen der  Club Monaco’s Culture Club Blogger Sessions haben wir kürzlich Benji Kesselbach vom Yolo | store besucht, um mit ihm ein Interview über Inspirationsquellen, Lieblingsorte und die Entwicklung der Berliner Modebranche zu führen. 

 

Wie bist du in die Modebranche gekommen?

Ich habe erst Sportökonomie studiert, später bei Nike gearbeitet, was ja gut zu dem Studium gepasst hat. Ich habe nicht nur Fußballschuhe und Basketbälle verkauft, sondern auch Sportswear-Artikel, so bin ich in die Streetwear-Szene, somit auch in die Modebranche reingerutscht. Aber natürlich war ein gewisses Grundinteresse an der Mode schon immer vorhanden.

Du betreibst mit Laust Frederiksen die Yolo | agency und den Yolo | store. Wie kam es dazu?

Wir wollten für uns arbeiten, nicht für andere. Es war unser Ziel eigene Ideen zu verwirklichen. Das machen wir jetzt. Wir betreuen sechs Marken in der Yolo Agentur, darunter A Kind of Guise, Grenson und Velour. Es ergab sich die Möglichkeit, dass wir eine Ladenfläche mieten konnten, diese wollten wir ursprünglich ausschließlich als Showroom nutzen, doch die räumlichen Bedingungen waren so optimal, dass wir uns gezwungen sahen, auch Boutiquen-Business zu betreiben. Daher arbeiten wir nun in einer Agentur, welche gleichzeitig unser Lager, Showroom, Büro und Boutique darstellt.

Wie würdest du deinen persönlichen Stil beschreiben?

Ich glaube, dass man mich nicht in eine Schublade stecken kann. Es gibt Tage, da fühle ich mich komplett nach Streetwear, dann trage ich Nike Sneaker und Baggy-Jeans, dazu ein Wood Wood Crew Neck. Doch es kommt auch vor, dass ich Brogues, Khaki Hose und Hemd trage, von Sportswear bis Preppy ist alles möglich.

Wie lässt du dich inspirieren?

Ein paar Freunde und ich nehmen uns ein Mal im Monat vor in einem anderen Kiez (Kreuzberg, Neukölln, Mitte, Charlottenburg, etc) auszugehen, um neue Eindrücke, Vibes und Menschen zu erleben. Wir beginnen meist in einem Restaurant und versuchen dann den Abend in einer Bar oder einem Club ausklingen zu lassen.

Wie beurteilst du die Entwicklung der Berliner Modebranche?

Es ist auffällig, dass jede Saison eine neue Modemesse am Start ist. Wir sind schon fast bei zehn Modemessen. welche parallel zur Berlin Fashion Week laufen, jeder versucht seine Nische zu finden. Doch ich glaube nicht, dass all die Messen auf Dauer gleichzeitig funktionieren können. Die Spreu wird sich vom Weizen trennen. Die Gesamtentwicklung der Berliner Modebranche ist jedoch positiv zu bewerten. Wir müssen uns nicht vor Florenz, Paris, New York oder Skandinavien verstecken.

Welche Berliner Stores findest du spannend?

Der SOTO Store setzt sicherlich neue Maßstäbe im Bereich Männermode. Der Wood Wood Store und VOO Store sind für uns auch immer inspirierend. Auch ein Besuch der Mulackstraße lohnt sich, dort gibt es viele kleine Läden zu entdecken, die über ein spezielles Sortiment verfügen.

Du hast ja auch in New York gewohnt. Wo shoppt man in New York?

Soho ist spannend, rund um die Prince Street und Mercer Street ist viel los. Henrik Vibskov hat dort seinen Store, auch Opening Ceremony ist dort zu finden. Ich denke, dass sich zunehmend auch in Brooklyn richtig gute und außergewöhnliche Konzepte etablieren werden, so zB „Goose Barnacle“ eine Kombination aus Gallerie und Store.

Was hörst du derzeit für Musik?

Nicht allzu lang ist es her, da ist mir Labi Siffre über den Weg gelaufen. Siffre höre ich zurzeit rauf und runter. Ein Künstler aus London. Er macht Easy-Going-Soul-Musik. Wir haben uns kürzlich einen Plattspieler gekauft und hören jetzt Vinyl im Laden. Eine interessante Erfahrung. Ein neues, beziehungsweise altes Gefühl.

Wohin sollte man in Berlin und New York essen gehen?

In New York war ich die meiste Zeit im Hudson Clearwater. Ich kann dir nicht sagen, wie oft ich innerhalb eines halben Jahres dort war. Dass Hudson ist klein, gemütlich und das Essen ist großartig. In Berlin bin ich oft im Dudu.

Wo hat das Shooting stattgefunden?

Warum? Das Shooting hat auf der Torstraße stattgefunden. Eine Straße, die eine enorme Entwicklung hinter sich hat. Früher war die Torstraße einfach nur eine große Baustelle mit viel Verkehr, heute findet man hier eine spannende Läden, unter anderem den Yolo | store. Ich habe die Location für das Shooting gewählt, weil ich mich hier oft aufhalte. Die Torstraße gehört neben meiner Wohnung zu meinem derzeitigen Lebensmittelpunkt.

Benji trägt für das Shooting in seinem Store einen “Made in America Topcoat”, eine “Basketball Jacket”, ein “William Casual Shirt”, abgerundet wird das Outfit durch eine “Samson End-on-End Sweater Tie”. 

Benjis Outfit könnt ihr im Menswear Shop von Club Monaco in der Galeries Lafayette Berlin shoppen. Mehr Informationen zu Club Monaco findet ihr hier

Fotos: Marlen Stahlhuth

Category: Interview

Tags: Benji Kesselbach, club monaco, Club Monaco's Culture Blogger Sessions, Yolo | agency, Yolo | store

Von: David Kurt Karl Roth

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