Hijab Fashion

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Pünktlich zum Weltfrauentag hat NIKE den Launch des ersten Hijab angekündigt:

“NIKE PRO HIJAB” – heißt das optisch überzeugende Modell, mit dem der US-Sport-Konzern den arabischen Markt erbobern will. Ein smarter, längst überfälliger Zug, denn das Potenzial ist groß (und Sport im traditionellen Hijab ist kein Vergnügen).

Laut dem “Global Islamic Economy” Report gaben muslimische Konsumenten 2013 266 Billionen US Dollar für Kleidung und Schuhe aus. 2010 waren es “nur” 2,9 Billionen US-Dollar, das heißt: innerhalb von drei Jahren gab es einen Wachstum von 11,9 Prozent. Für 2019 gehen Experten von einem Gesamtumsatz von 488 Billionen US-Dollar aus.

Ein irrer Wachstum, den kaum ein anderer Bereich verzeichnet. Doch von einem Gro der Mode-Industrie wird die muslimische Käuferschaft bis heute ignoriert. Warum? Ein Grund könnte eine fatale Fehleinschätzung sein:

Man geht davon aus, dass zum muslimischen Lifestyle kein Konsum von Mode gehört, doch dies ist nicht der Fall, wie die aktuellen Zahlen belegen. Es herrscht ein enormes Marken- und Modebewusstsein.

Laut einer Studie (hier nach zu lesen) wird die Zahl der Muslime binnen der nächsten 20 Jahre doppelt so schnell wachsen wie die restliche Weltbevölkerung. Der Bedarf nach sittsamer, aber modischer Bekleidung für eine neue muslimische Generation wird immer größer. Bislang haben das noch viel zu wenig Mode-Unternehmen erkannt und umgesetzt.

Neben NIKE gehört auch Dolce & Gabbana zu den Vorreitern. Sie launchten eine Hijab & Abayas Linie für den muslimischen Markt. Auch DKNY, Tommy Hilfiger und Oscar de la Renta entwerfen “Modest Fashion” für den boomenden, muslimischen Markt.

Und auch die Fast-Fashion-Giganten springen auf den Zug auf: 2015 zeigte H&M erstmalig ein muslimisches Model mit Hijab in einer Werbekampagne. Und Mango produzierte eine Ramadan Kollektion. Viele weitere Marken werden folgen.

NIKE PRO HIJAB

Dolce & Gabbana

Dolce & Gabbana

Category: News

Tags: Hijab Fashion

Von: David Kurt Karl Roth

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