Biertorpedo fürs Wohnzimmer: Heineken “The Sub”

Als ich neulich hier so, wie es nunmal mache, auf meinem täglichen Weg zur Kingsize-Bar, an einem grün leuchtenden Ladenfenster vorbeikam, in dem eine futuristische Maschine stand und weiter nichts und ich dann sah, dass diese Maschine, dieses Fenster und auch der gesamte Laden von Heineken gestaltet war, dachte ich: das hätte man mir sagen müssen.

Wir sind nun schon seit Jahren passionierte Heineken-Trinker, bei Dandy Diary, arbeiten so oft es eben geht mit der Marke zusammen und schenken auf unseren zigtausenden Events niemals auch nur einen Tropfen anderen Biers aus und jetzt DAS!?

Empört rief ich bei Heineken an und platzte mit meinem Anruf in ein wichtiges Meeting, was mir natürlich völlig einerlei war. Dann wurde ich abgewürgt. Lange Minuten später kam der Rückruf und man erklärte mir, was diese Maschine denn nun sei, nämlich eine Heimbierzapfanlage für fassfrisches Bier zu Hause namens “The Sub”. Wie das Bier denn in die Maschine komme, fragte ich neugierig und man antwortete mir, dass dies mittels einer torpedoähnlichen Kapsel passiere, die ein Fassungsvermögen von zwei Litern hat. 15 Tage würde das Bier sich in der Anlage halten und jederzeit auf genau zwei Grad Celsius heruntergekühlt sein – und damit auf exakt der allerbesten Trinktemperatur, die es für Bier gibt, wie ich (und sicher auch das Mastermind hinter “The Sub”) finde. Das Design stamme übrigens von Design-Legende Marc Newson, der seine Möbel bekanntlich über die große Kunstgalerie Gagosian vertreibt. Es handelte, soviel wurde mir schlagartig klar, sich hier also um große Kunst. Und das grün leuchtende Fenster, an dem ich vorbeigelaufen war, zeigte womöglich in eine Galerie. Berlin-Mitte, dachte ich noch, ist schon eine verrückte Welt, als mein Freund bei Heineken das Gespräch beenden wollte und das Telefon, noch sprechend, immer weiter vom Mund entfernt hielt. Ich brauche auch eins, ich brauche auch eins, schrie ich noch ein wenig zu laut in mein berstendes iPhone, bevor das Gespräch für immer beendet wurde.

Und hier sitze ich nun und warte darauf, dass der Postmann zweimal klingelt – und die große Kunst der Heimbierzapferei vorbeibringt. Es ist doch bald Weihnachten.

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Category: News

Von: Carl Jakob Haupt

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