arrow-left-black arrow-right-black arrow-white-down arrow-white-up dd-logo-header-large-white dd-logo-header de en fi-x matrix-arrow-left matrix-arrow-right matrix-icon search-icon share-facebook share-google_plusone_share share-pinterest_share share-twitter social-icon-facebook social-icon-instagram social-icon-twitter

NEWS

 

Hedi Slimane: Presse bei den ersten YSL Shows unerwünscht

Hedi Slimane – der neue Creative-Director bei Yves Saint Laurent - will keine Modepresse bei seinen ersten zwei Schauen für das französische Modehaus dabei haben.

Der Modemacher wünscht, dass ausschließlich Einkäufern Zutritt zu seiner S/S 2013 Mens Show und seiner Womens Resort Show 2013 gewährt wird. Ein interessanter Schachzug. Eine Rückbesinnung auf die guten alten Tage. Auf Zeiten, in denen Modenschauen noch einem elitären Kreis vorbehalten waren.

Man darf gespannt sein, ob das aufgeht, denn auch Hedi Slimane und YSL sind natürlich abhängig von den Modemedien. 

Foto via Stylelight.de

SPECIAL

 

DANDY TALKS: LARY

Mit unserer nigelnagelneuen Imbissbude DANDY DINER haben wir uns endlich einen Ort gebaut, an dem wir uns quasi ständig mit unseren Freunden treffen können, wo es immer kalte Getränke gibt und jeder einfach reinschneien kann, wann immer er mag. 

Und weil nicht nur wir selbst und unsere Freunde sich so sehr über das Diner freuen, sondern auch mindestens die gesamte Weltpresse, haben wir in den vergangenen drei Wochen dort nahezu jeden Tag Interviews gegeben, uns filmen und fotografieren lassen. Es wurde also höchste Zeit für einen Perspektivwechsel. Also haben wir ein paar interessante Leute gefragt, ob nicht wir mal sie interviewen dürfen, im Diner. Und weil uns das so gut gefallen hat, endlich auch mal Fragen stellen zu dürfen, haben wir daraus die Interview-Reihe Dandy Talks geformt, die jetzt hier mit der allerersten Folge ihre Jungfräulichkeit verliert.

Als Gast haben wir Lary eingeladen, die nicht nur qua Geburt Schalke-Fan sein muss, sondern auch die allerbeste Sängerin auf der ganzen Welt ist. Dass wir im Laufe des Gesprächs ziemlich hardcore von ihr angetwerkt wurden und am Ende gemeinsam den Mega-Hit unserer unlängst zurückliegenden Jugend überperformten, lässt diese erste Folge ja wohl schon zur besten bislang werden, oder!?

Viel Spaß beim Schauen wünschen wir – und bedanken uns an dieser letzten aber nicht leasten Stelle auch noch recht herzlich bei unseren Freunden von Huawei, die uns erst auf die Idee gebracht haben, mit dem Talk, indem sie uns zwei P9 Smartphones geschickt und uns maximal subtil darauf hingewiesen haben, dass es mal Zeit für einen Perspektivwechsel wäre. Also haben wir von Selfie-Kamera auf Frontkamera geswitcht und los gings.

In den kommenden Folgen haben wir solche Hochkaräter wie Wana Limar von MTV und den Star-Autoren Rafael Horzon. Da kommen noch ganz tolle Sachen, sage ich euch!

Von: Jakob

VIDEO

 

Im Interview: Patta & Bas Kosters

Am letzten Tag unseres CANON “come and see” Trips in Amsterdam haben wir erst Tim von PATTA in seinem Store getroffen, später noch BAS KOSTERS in seinem Studio.

Patta ist “das” Streetwear-Brand aus Amsterdam. Vor Jahren begann das Patta-Team damit Sneaker aus den USA nach Holland zu importieren. Heute wird nicht nur Mode verkauft, sondern auch entworfen. Sie kooperierten bereits mit Nike, Adidas, Asics und, und, und.

Ein ebenfalls wichtiges Brand aus Amsterdam ist Bas Kosters (wenn auch eine komplett andere Ästhetik und Welt, als das tragbare Streetwear-Brand Patta). Wir sprachen mit Kosters über seine anstehende Ausstellung, Penis-Prints und seine Monster-Kollektion.

TRENDS

 

Soft Hardcore: Der Siegeszug der Metal-Hipness

Spätestens, seitdem es Kiss-Bassist Gene Simmons vor zwei Jahren verkündete, ist Rock offiziell tot. In musikalischer Hinsicht sind Hiphop, elektronische Musik und naturgemäß Pop tonangebend. Und auch auf subkultureller, modischer und gesellschaftlicher Ebene schien Rock mehr und mehr stiefmütterlich behandelt, ja, nahezu bedeutungslos. Bis jetzt.

Denn: Die Metal-Ästhetik und mit ihr die Logos und Artworks von dem Genre zugehörigen Bands sind angesagter denn je. Justin Bieber trägt regelmäßig T-Shirts mit Metallica-Prints, Supreme hat bereits mehrfach mit Black Sabbath eine Kooperation herausgebracht, deren Käufer vermutlich noch nie auch nur einen Song der Band gehört haben. Und eine mehr als offensichtliche Iron-Maiden-Referenz gab es bereits bei Balenciaga zu bestaunen.

Flammen-Motive, über deren modische Relevanz wir bereits hier berichtet haben, sind vor allem dank Vetements wieder und völlig unerwartet mehr als hip, ebenso wie Schriftzüge in Fraktur und ein religiös-mystisch anmutender Vibe. Die Fraktur hat Kanye West mit seinem Merch zu „The Life of Pablo“ kurzerhand zumindest halbwegs von ihrem in der rechten Szene verorteten Image befreit. Und Rick Owens vertritt seit Jahren hoch erfolgreich eine verrucht-rockige Stimmung, die nicht mehr nur im Berghain gut anbekommt.

Die Rückkehr einer in ihren Grundzügen maskulin-aggressiven Ästhetik hängt mit Sicherheit mit dem sich wandelnden Männerbild zusammen, über das Adriano Sack und Frederik Schwilden bereits an dieser Stelle schrieben. Während die für Männer typischen, vor Kraft strotzenden und prolligen Eigenschaften mehr und mehr verloren gehen, findet auf ästhetischer und stilistischer Ebene eine Kompensation eben dessen statt: Tattoos, Bärte, gestählte Körper und auch der Metal-Szene entlehnte Codes und Motive lassen den vermeintlich geschwächten Mann weiterhin stark erscheinen. Zumindest von außen.

Dazu kommt ein Grundproblem, mit dem sich alle Designer konfrontiert sehen: Dem Aussterben der Subkulturen. Während es in den vergangenen Jahrzehnten unter Jugendlichen zum guten Ton gehörte, sich von der Masse abzugrenzen, einer Subkultur zuzugehören und so Rebellion und das Anders-Sein zu üben, wollen Jugendliche mittlerweile – zumindest laut der letzten Sinus-Studie – Mainstream sein.

Daraus lässt sich nunmal reichlich wenig Inspiration ziehen. Und so wird auch weiterhin auf bereits vorhandene und bereits totgeglaubte Strömungen und Stile zurückgegriffen werden müssen. Das ist aber völlig in Ordnung, besonders dann, wenn es doch so gut und lässig aussieht wie die Metal-Ästhetik.

Text: David Jenal

LOOKS

LOOKBOOKS

 

Jungdesigner lehnt sich mit Kollektion gegen Ausbeutung von Praktikanten auf

Ein Absolvent der Parsons School of Design in New York, der auf den nicht nur aus popkultureller Sicht fantastischen Namen Jongyeol Bae hört, hat seine Abschlusskollektion komplett einem der großen, aber wenig diskutierten Probleme der Modebranche gewidmet: Den unbezahlten Praktika.

Die Kollektion heißt “NO PAY? NO INTERN! NO FASHION!“ und kommuniziert das Thema sehr plakativ, teilweise fast schon billig und einfach. Statements wie „Ban unpaid intern shit“ oder „Talent Passion Labor Stole“ sind keine literarischen Höhenflüge, treffen den Nagel aber auf den Kopf.

Unbezahlte, teils jahrelange Praktika sind in der Branche Standard und ein Paradebeispiel für Chancenungleichheit. Für zahlreiche, mit Sicherheit qualifizierte und motivierte Interessierte ist es schlicht nicht möglich, für einen längeren Zeitraum auf Gehalt zu verzichten. Ein liquides Elternhaus ist in aller Regel Vorraussetzung für ein Praktikum in der Mode. Damit beraubt sich die Branche nicht nur selbst zahlreicher Talente, sondern eben diesen Talenten auch die Chancen, die sie mehr als verdient hätten.

Eine komplett einseitige Betrachtung hilft hier allerdings auch nicht weiter. Vielen jungen, aufstrebenden Designern stehen schlicht nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung, um Praktikanten bezahlen zu können. Aber: Bei etlichen Labels sind die Kassen voll, die Taschen der Praktikanten weiterhin leer.

Ein kurzer Blick in seinen Lebenslauf offenbart, dass Jongyeol Bae mit seiner Kollektion vermutlich aus Erfahrung spricht. Er hat in seiner kurzen aber vermutlich intensiven Mode-Karriere einen riesigen Haufen Praktika-Erfahrung angesammelt.

Das hat immerhin dazu geführt, dass seine Abschlusskollektion auch abseits der richtigen und wichtigen Statements durchaus gelungen ist. Farben, Schnitte und Artworks sind sehr fein aufeinander abgestimmt. Für Jongyeol ist die Praktikanten-Schufterei damit hoffentlich beendet. Wir wünschen es ihm von Herzen.

Introducing-Jongyeol-Bae_fy4 Introducing-Jongyeol-Bae_fy12 Introducing-Jongyeol-Bae_fy18 Introducing-Jongyeol-Bae_fy19 Introducing-Jongyeol-Bae_fy22 Introducing-Jongyeol-Bae_fy23

 

FASHION SHOWS

INSTAGRAM

12145595_709676605829841_1860360571_n

Nichts sehen, nichts hren, nichts sagen von wegen. Dran bleiben! @allthedog pic @maxmotel

#8211 #allthedog #noneofthebull