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NEWS

 

Hamburg Hooligan

Morgen ist der 1. Mai – und das ist hier in Hamburg gemeinhin Kampftag Nummer eins. Im mittlerweile vollends gentrifizierten Schanzenviertel bereiten sich einige ewiggestrige und heimatvertriebene Linksradikale schon jetzt für den Häuserkampf mit der Polizei vor. So auch ich. Bereits seit Tagen verschanze ich mich in passender Kleidung auf dem Dach des Hochbunkers in der Feldstraße. Von hier oben werde ich spucken, schimpfen, Bier trinken, Fahnen schwenken und mich mit einem Wasserwerfer nass spritzen lassen. Genau so, wie es meine Pinneberger Kampfgenossen auf dem Schulterblatt auch tun werden. Dem kämpferischen Anlass entsprechend trage einen gelben Mini-Friesennerz aus der “Marni at H&M”-Kollektion, ein weißes Ripp-Unterhemd von Calvin Klein, eine schwarze No Name-Bomberjacke, eine Jogginghose von Supreme Being, einen knallbunten Brustbeutel und New Balance-Turnschuhe. Mehr Hamburger Hooligan geht ja wohl kaum. Fotos: Alex Llanan

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Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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Angel amp Devil! pic by @olewestermann!

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