GUCCI VERKLAGT FOREVER 21

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ADIDAS tat es wegen der Kopie des ikonischen Superstar-Schuhs. Danny Clinch, der Tupac einige Male vor der Kamera hatte, tat es, weil seine Fotografien ungefragt auf weiße Shirts gedruckt wurden. PUMA tat es kurz nachdem ein dem Fenty Slipper sehr ähnlicher Schuh im Sortiment  einer weiteren Fast Fashion Kette auftauchte. Und selbst die schwedische Fast-Fashion Queen und allseits bekannte Copycat H&M tat es bereits, als eine Strandtasche auftauchte, die nahezu im selben Design den besonders flachen Aufdruck „Beach Please“ zierte.

All diese Brands haben eine Sache gemeinsam:

Früher oder später reichten sie alle eine Klage gegen den Ramschkonzern Forever 21 ein. Eigentlich langweilt uns diese auserzählte Geschichte schon ein wenig. Doch jetzt mischt sich auch der High-Fashion Liebling GUCCI in diese lange Reihe ein.

Bereits vor einigen Wochen schon klagte die Marke darüber, dass Forever 21 grün-rot-grünen und blau-roten Muster und Streifen auf ihre Klamotten druckten. Schließlich wurde diese Kombination bereits 1953 das erste Mal von GUCCI verwendet und gehört seit jeher zum festen Bestandteil der Markenidentität des Modehauses.

In einem Statement findet das Label harte Worte für den bevorstehenden Prozess:

„Gucci ist so engagiert wie nie ihre lang etablierten intektuellen Eigentumsrechte, welche das Herz der Identität der Marke bilden zu verteidigen und ein für alle Mal die verwerfliche Ausbeutung von unverkennbaren Markenzeichen zu beenden, die Forever 21 auch bei anderen Marken anwendet, die unter dieser Art der Vervielfältigung leiden mussten.“

Im Detail handelt es sich bei dieser “Ausbeutung” um eine silberne Bomberjacke, eine Blumen-Bomber Jacke, einen grünen Pullover mit dem Tiger, der sich regelmäßig durch die Michele-Kollektionen zieht, als auch um einen gestreiften Chocker in eben jenen GUCCI-Farbkombinationen, die das Label ja bereits vor vielen Jahren für sich gepachtet hat.

Diese nahm Forever21 zwar bereits damals aus dem Online-Sortiment, stellt sich jedoch trotzdem gegen das italienische Traditionshaus: Gucci sollte nicht erlaubt sein zu sagen „dass Gucci allein die Monopol-Stellung genießt, wenn es um rot-grün-roten und blau-roten Streifen und Acessoires geht.“

Da Designs in den Staaten jedoch nahezu keinerlei urheberrechtlichen Schutz genießen, gibt es eine Grauzone im Gesetz, die breit genug ist, dass Fast Fashion Ketten,  wie Forever 21, Zara & Co sich immer wieder dort absetzen können – um Cash von den Kunden abzugreifen, die sich High Fashion eben nicht leisten können oder wollen.

Category: News

Tags: Forever 21, Gucci

Von: Angelika Watta

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