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SIGNUM x DANDY DIARY – GRÜNE INVASION

Natürlich haben wir nicht nur ein Hemd designt und euch vor den Schädel geknallt. Nein, wir haben selbstverständlich auch mal wieder einen Film gedreht, um euch die Idee unseres SIGNUM x DANDY DIARY-Hemdes näher zu bringen.

Und darum geht’s: Berghain-Türsteher Sven Marquardt, Modejournalist Jan Joswig, eine Ziege, Prada-Model Friedrich Schaller, Musiker David Moon und eine Horde betrunkener Punks beten in Grüne Invasion ein vier Meter großes Totem an. Sie feiern eine orgiastische, verstörende und sehr eigentümliche Messe – deren Heiligtum nur eines sein kann: das SIGNUM x DANDY DIARY-Hemd.

Und wer es ein bißchen tiefgründiger, verkopfter, langweiliger und konzeptioneller will, der möge bitte schnell noch lesen, was wir aus purer Angeberei in unserer Pressemitteilung zum Film geschrieben haben: “Das schwer fassbare Unbehagen über das verborgene Böse im Wald geht Hand in Hand mit einer schon fast okkulten Faszination für die Schönheit des Ursprünglichen, des Mikrokosmos Wald, in dem Leben und Sterben so unbeeinflusst von der Zivilisation vonstatten gehen. Der Wald ist immer auch ein poetischer Fluchtpunkt, der als Rückzugsraum vor der industrialisierten Erwerbsgesellschaft dienen kann. Der Wald als Möglichkeit ist stets präsent.”

Wer nach diesem eher so mittelgut verständlichen Schwall noch immer nicht so richtig gerafft hat, was das jetzt alles mit unserem Hemd zu tun hat, dem sei folgendes gesagt: “Der Wald ist für uns weltflüchtiges Sehnen nach Einsamkeit, Ruhe und Natürlichkeit. Mit dem Hemd können wir diese Mystik, als lebender, sich bewegender Baum, in die urbanen Räume unserer Stadt tragen – und so die Trennung zwischen Natur und Zivilisation zumindest ästhetisch aufbrechen.”

Ja, das haben wir tatsächlich geschrieben. Spielt aber natürlich überhaupt keine Rolle. Schaut euch einfach “Grüne Invasion” an, dann wisst ihr schon, worum’s geht – nämlich um Mad Max im Wald.

 

SPECIAL

NEWS

 

Liste mit allen Modemarken, über die JAY Z je gerappt

Dazed & Confused Journalistin, Rap-Fan und Zahlenfrau Katerine Bernhard hat es sich zur Aufgabe gemacht den Zusammenhang von Hip Hop und Mode zu analysieren. Vor rund einem Jahr hat sie eine Statistik angefertigt, in der Bernhard auflistete, welche Modelabels besonders oft in den Lyrics der US Rapper genannt werden.

Bernhard fand heraus, dass über kein Label mehr gerappt wurde, als GUCCI, doch seit 2008 schwindet die Omnipräsenz des italienischen Luxuslabels. Die Präsenz von GUCCI im Hip Hop sinkt pro Jahr um rund 23%. Und auch über LV wird immer weniger gerappt, dafür tauchen verstärkt neue Labels in den Lyrics der Rap-Giganten auf:

Tom Ford – beispielsweise – kam 2013 rund 23% öfter in den Rap Lyrics vor, als es noch 2008 der Fall war. Das erste Mal, dass Ford überhaupt in einem Rap Song genannt wurde, war 2008. Seit dem Ricardo Tisci verantwortlich bei Givenchy ist, erwähnten Rapper das französische Modehaus 95% mal mehr in ihren Texten.

Für ihr neuestes Projekt hat sich Bernhard ausschließlich mit den Lyrics von JAY Z auseinandergesetzt. Sie hat analysiert über welches Fashion Item JAY Z rappt, in welchem Jahr er das tat, in welchem Song, ob es einen Guest-Rapper gab. Alle Labels, über die der US Rapper jemals gerappt hat, hat Bernhard zum Ende ihrer Analyse in eine Textbox einfügt.

Die chronologische Auflistung aller JAY Z Hits mit Modebezug wirkt wie eine Autobiographie des US Rappers. Über den Zusammenhang von Mode und Hip Hop sagt die Expertin Bernhard folgendes: ”Ich denke nicht, dass Rapper ausschließlich Mode kommentieren, sie sind nicht nur Beobachter, sondern beeinflussen auch die Mode”.

Da mag sie nicht Unrecht haben. Jüngstes Beispiel für diese Aussage ist “Mulitply” von A$AP ROCKY, in dem der Rapper erklärt, dass BEEN TRILL und HOOD BY AIR nicht mehr cool sind. Eine Botschaft, die in der Branche sicherlich gehört wird.

Bernhard hat alle von JAY Z genannten Labels auf ein T-Shirt drucken lassen – das “Swanky Tee”. Bernhards Projekt könnt ihr bei KICKSTARTER unterstützen.

 

LOOKS

TRENDS

 

Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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