GQ Style Frühjahr / Sommer 2014

Der Kauf der GQ STYLE lohnt sich allein schon für das amüsanteste RICK OWENS Interview ever.

Der ‘Fürst der Finsternis’ spricht über den Zusammenhang von seiner (einst) weichen, mädchenhaften Brustwarzen und seiner mexikanischen Herkunft. Über sein Outfit, das er bei seiner Hochzeit mit Michele Lamy trug. Und darüber, dass er mal mit IGGY POP ficken wollte. Das alles ist unglaublich unterhaltsam.

Auch das Interview mit Erwin Wurm ist lesenswert. Der österreichische Künstler, in dessen Arbeit die Mode eine nicht unwichtige Rolle spielt, spricht über seine ‘One Minute Sculptures’, existenzielle Bedeutungslosigkeit und, natürlich, den Modebezug seiner Arbeit. WALTER VAN BEIRENDONCK hat 2011 mit Wurm zusammengarbeitet. Die ‘modischen Skulpturen” von Beirendonck x Wurm könnt ihr euch hier ansehen.

In einem Artikel über Carol Lim und Humberto Leon – die Gründer von OPENING CEREMONY, die KENZO wieder cool machten, erfährt man, dass Leon mit seinem Lebenspartner Zwillinge adoptiert hat, dass das Designer-Duo dreimal den Gründer Kenzo Takada traf und dass sie noch immer Menschen fotografieren, die sie in ihren Entwürfen auf der Straße sehen.

Auf dem Cover ist Rockstar, Schauspieler und, seit gestern, Oscar Gewinner Jared Leto. Ein Mann, der, im Gegensatz zu seinem GQ STYLE Cover Vorgänger – Jake Gyllenhall – auch einen klaren Modebezug hat, und egal ob mit kurzen oder langen Haaren, in Leggings oder Hosen immer beneidenswert gut aussieht.

Modegott NICOLA FORMICHETTI berichtet der GQ, dass ihn Total-Looks von seinen Designs langweilen. Er schätzt es, wenn Stylisten seine Entwürfe mit anderen Marken kombinieren. Kurioserweise zeigt Formichetti dann genau das: Er stylt eine Modestrecke ausschließlich mit DIESEL Pieces – von Kopf bis Fuß.

GQs David Baum schreibt in ‘Königmarke’ über die Tendenz, dass immer mehr Designer und deren Modemarken, zu großen Konzernen gehören. Für Autoren-Designer ist immer weniger Platz in der Branche. Designer werden durch Design-Teams ersetzt. Und der kommerzielle Druck auf die Kreativen wird erhöht. Ein spannender Artikel zu einem Thema, welches für einen großen Umbruch in der Mode sorgt.

Wer sich die neue GQ STYLE noch nicht gekauft hat, sollte schleunigst seinen Arsch zum nächsten Zeitschriftenladen bewegen, denn es loht sich. Irgendwie schade, dass die GQ ihre Style Edition nur zweimal pro Jahr rausbringt. Denn bei der GQ Style macht selbst Print noch ordentlich Spaß.

Category: News

Von: David Kurt Karl Roth

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