Gar keine gute Idee: Alexander Wang kuratiert den Mode-Kanal bei Apple Music

Nie waren Mode und Musik so eng miteinander verknüpft wie heute. Rapper haben ihre eigenen Labels, beziehen sich in ihren Lyrics auf einzelne Designer und Merchandise ist zu einem ernstzunehmenden Geschäftsfeld innerhalb der Mode geworden.

Alexander Wang war schon immer Verfechter der Verschmelzung der zwei Branchen. Etliche große Künstler trugen in den letzten Jahren seine Entwürfe und Design-Kooperationen. Unklar, warum sie das taten, Geld könnte eine Rolle gespielt haben. Auszuschließen ist es nicht.

Als bekennender Musik-Experte ist Alexander Wang seit dieser Woche für den Mode-Kanal beim Streaming-Dienst Apple Music zuständig. Der Wangmaster wird also zum Kurator. In seiner ersten Playlist hat er neben Skepta’s Überhit „Shutdown“ vor allem kaum auszuhaltende EDM-Smasher untergebracht, die genau so in einer Würzburger Großraumdisko laufen könnten.

Eine sorgfältige ausgesuchte Liste voller unentdeckter musikalischer Glanzleistungen habe ich von Wang nicht erwartet. Dass das Ganze aber so übel ausgehen wird, war nicht abzusehen.

Apple Music sollte sich schnellstens nach Ersatz umschauen. Riccardo Tisci, der für den Soundtrack seiner letzten Givenchy-Show zuletzt den Berliner Star-DJ Dixon engagierte oder Hedi Slimane, der seit jeher ein enges Verhältnis zur blühenden Indie Rock-Szene von Los Angeles pflegt, würden mit Sicherheit mehr Gespür beweisen. Zeit genug sollte Slimane nach seinem Abschied bei Saint Laurent ja haben.

Wang’s Playlists mit den schönen Titeln “Hype”, “Chill” und “Vibe” dürft euch ihr euch bei Apple Music anhören.

Category: News

Tags: Alexander Wang

Von: David Kurt Karl Roth

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