#future: Saubere Anzüge per App

Klar, Start-Ups sind mächtig beschissen.

Immer, wenn sich irgendein Start-Up-Clown bei uns meldet, um uns zu bitten, was über seine neue Firma zu schreiben, muss ich an nerdige Muttersöhnchen denken, die mit Papis Kontakten ein paar hunderttausend Euro “geraised” haben, um ihre erbärmlich aus den USA geklaute Internetidee umzusetzen, nach wenigen Monaten wieder aufzugeben und dann den nächsten Scheiss zu starten. Zwischendrin sitzen sie dann in den guten Restaurants an den schlechten Tischen und gehen mir mit ihrer BWLer-Attitüde und dem neubürgerlichen Aussehen ihrer eigenen Väter mächtig auf die Eier.

Umso schöner ist es dann doch, wenn eine App, ein Start-Up, eine neue Business-Idee dann tatsächlich mal einen Mehrwert bietet. So ist das nämlich mit ZipJet. Das kleine Unternehmen, das zum großen Unternehmen ROCKET INTERNET gehört und damit schonmal massivst BWLer-Arschlochmäßig vorgeprägt sein dürfte, sorgt nämlich dafür, dass meine Anzüge endlich auch mal gereinigt werden – und nicht, wie sonst üblich, einfach Jägermeister-befleckt im Schrank darauf warten, dass ihr Schnitt aus der Mode kommt, um dann entsorgt zu werden.

ZipJet ist ein “On Demand Wäscheservice” (toll ätzendes New Economy Wort!), was eigentlich nur bedeutet, dass man per App einen Abholzeitpunkt vereinbart, dann ein Kurier vorbeikommt, der die schmutzige Wäsche abholt und innerhalb von 24 Stunden gereinigt zurückbringt. Das ist natürlich jetzt nicht unbedingt die Killer-App, mit der die Welt gerettet werden wird, macht mein Leben aber um einiges leichter und vor allem sauberer.

Dass ZipJet angeblich auch noch Wasser spart und total umweltfreundlich ist, ist ein schöner Nebeneffekt.

Vielleicht wird die Welt dadurch ja doch gerettet. Und wenn nicht, habe ich beim Weltuntergang wenigstens einen sauberen Anzug. Auch nicht schlecht.

Category: News

Von: Carl Jakob Haupt

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