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Frühling, Sonne, Strellson-Fahrrad

Was ein Glück! Jeder, der das hier liest und dann auch noch in der Lage ist einen packenden Kommentar zu schreiben, hat die Chance auf das allerschärfste Stylo-Biker-Outfit der Saison, nämlich vom Herrenmodelabel Strellson. Was ein Business-Biker ist und was zum Geier mich zum Fahrradexperten macht, nun ja, hier steht’s:

Im vergangenen Sommer wurde ich Opfer einer Verschwörung. Mein heiß geliebtes Fahrrad, mit dem ich innerhalb von drei Minuten von meiner Wohnung in mein Frühstückscafé radeln konnte, wurde wahrscheinlich entwendet (wenn Britt das jetzt liest, die mir das Fahrrad einst borgte: es tut mir so leid, hab mich nicht getraut es dir zu sagen. Bitte entschuldige.). Jedenfalls habe ich das Damenrad mit dem großen Korb irgendwo angeschlossen, dann kurz vergessen, wo ich es angeschlossen hatte, dann nachgedacht, wo ich es angeschlossen haben könnte und dann festgestellt, dass ich es wohl nie wieder finden würde.

Wer ein lila-farbenes Fahrrad mit Korb zwischen Schanzenviertel und Reeperbahn (in Hamburg, selbstredend) findet, möge sich bitte bei mir melden. Ich hätte es gern wieder, auch wenn es jetzt vielleicht verrostet ist. Das macht nichts, wirklich.

Wie dem auch sei. Weil ich natürlich total gerne wieder ein Fahrrad hätte und letztens erst in der Schweiz war (Ski fahren, nicht Fahrrad), ist mir folgendes aufgefallen:

Das supergute schweizer Herrenmodelabel Strellson hat jetzt sogar ein eigenes Fahrrad im Angebot. Wahnsinn, oder!?

Das ist ja fast wie bei der BILD-Zeitung, die ihr Angebot mittlerweile auf Volks-Handys, Volks-Milchreis und weitere nicht gerade journalistische Angebote ausweitet. Strellson jedenfalls ist eine Kooperation mit dem italienischen Rennradbauer Bianchi eingegangen. Herausgekommen ist ein Fahrrad für “Business-Biker”, wie mir die Pressemitteilung erklärt. Interessant. Weil “Business-Biker” natürlich immer total im Stress sind und so richtig Gas geben müssen, kann das Strellson-Bianchi-Bike natürlich kein Damenrad mit Korb sein. Schade eigentlich.

Das Strellson-Fahrrad ist ein so genanntes Eingangrad, ein Fixie. Wir Hamburger kennen Fixie-Fahrer vor allem daher, dass sie ständig vor den Fahrradpolizisten davonradeln, die ihnen Strafzettel für zu schnelles Fahren oder fehlende Beleuchtung aufquatschen wollen. Ist natürlich immer ein großer Spaß.

Damit der feine Anzug auf der wilden Business-Fahrt ins Büro aber nicht schmutzig, knittrig oder nass wird, hat Strellson selbstredend auch Biker-Wear im Angebot. Neben einem Bike-Anzug, der mit Reflektoren ausgestattet und sicherlich auch ein toller Eye-Catcher im Nachtleben ist, gibt es allerlei Schnickschnack – und einen Helm. Ein Strellson-Helm! Ist das geil! Nur strampeln muss man noch selbst – es sei denn, es geht bergab.

Weil Strellson mit seinem Bike natürlich vornehmlich junge und hippe und gut aussehende Leute anspricht und sowieso total web-affin ist, wird sogar ein solches Business-Biker-Outfit via Internet verlost. Alles was dafür getan werden muss, ist den eigenen Weg zur Arbeit (Business-Biker!) mit dem Fixie-Fahrrad und einem Strellson-Outfit zu beschreiben, einfach als Kommentar auf der Facebook-Seite von Strellson. Ich darf leider nicht mitmachen, darf aber immerhin bewerten, welchen Kommentar ich gut finde. Ein Business-Biker-Outfit würde mir ja auch nicht so viel bringen, so ganz ohne mein geliebtes Lila-Fahrrad.

Der schönste, beste, witzigste, innovativste, perverseste oder sonstwie koole Kommentar der kommenden zwei Wochen wird dann von mir ausgewählt. Kool, ey! Der- oder dienjenige darf sich als Gewinn ein Teil aus der Strellson-Bike-Collection aussuchen. Vielleicht ja den geilen Helm oder so. Insgesamt machen sieben Blogs mit, es gibt dann also eine Auswahl an sieben Lieblingskommentaren. Derjenige Kommentar von diesen sieben, der dann auf der Strellson-Facebook-Seite die meisten “likes” bekommt, gewinnt das Business-Biker-Outft. Puh, kompliziert. Also ordentlich “liken”, wie es in bestem Denglisch heißt.

Also los, haut in die Tasten ihr kleinen Dreiradmäuschen. Ich suche derweil mal nach meinem lila-farbenen Damenrad. Das hat nämlich sogar ein Licht vorne dran.

Ein flottes Video, das zeigt, wie so ein Weg zur Arbeit aussehen könnte, gibt es bei YouTube.

LOOKS

NEWS

 

Der längst überfällige Beweis: der ADILETTEN-Trend ist vorbei

Hiermit wäre es dann wohl auch endlich zu Ende, mit dem achso lässig-ironischen (und natürlich auch von uns bis zur Besinnungslosigkeit propagierten) Adiletten-Look, den man nach Möglichkeit in den Unmöglichsten Kombinationen trägt (zum Anzug – hihihi, im Winter – hihihi, zur Hochzeit der kleinen Schwester – hihihi, zu Yom Kippur – hihihi).

Auf diesem Bild hier trägt der Schmusesänger Sascha “Sasha” Schmitz, der schon out war, als wir noch nichtmal erste Sackhaare hatten, Adiletten zum Smoking. Damit ist es offiziell und ganz eindeutig klar: der Adiletten-Look ist in den übelsten Niederungen des Mainstreams angekommen – und wird dort für seine witzige Lässigkeit augenzwinkernd gefeiert. Es gibt kaum Schlimmeres.

Wer jetzt noch allen Ernstes (hihihi) die ADIDAS-Badelatschen trägt, hat gar nichts verstanden und gehört drei Tage am Stück mit dem neuen Album von Sasha gewarterboarded.

Von: Jakob

 

LOOKBOOKS

SPECIAL

TRENDS

 

Das Ende von Health Goth?

Im August haben wir erstmalig über den Trend Health Goth berichtet.

Die Begriff zum Trend stammt von Mike Grabarek und Jeremy Scott – einem R’n’B Duo (Magic Fades) aus Portland, USA – sie erstellten April 2013 eine #healthgoth Facebook Fanpage.

Auf ihrer Facebook Seite posten sie alles was sie zur Health Goth Welt zählen: Schwarz-weisse PORSCHE DESIGN Performance-Sneaker, Kampagnenbild der H&M x Alexander Wang Kooperation, NORTHFACE Etip Handschuhe, bionisch-futuristische Körperteile und Kampfmonturen für den Übermensch der fernen Zukunft.

Die Health Goth Fanpage gewann schnell an Zuwachs. Die Welt der HealthGother schien in Ordnung. Doch dann kam das erste böse Mainstream-Medium – die französische Frauenzeitschrift Marie Claire – und berichtete vor fünf Tagen über den Trend: Health Goth – the Latest Trend You’ve Never Heard of

So erklärte die Marie Claire ihren Leserinnen den Trend:

…it’s a very modern mix of gothic and punk sensibilities (think dark colours, figure-hugging silhouettes and heavy statement accessories) and futuristic sport-luxe. Weird? Very. Cool? Apparently.

Die Health Goth Szene (also: alle, die ganz undergroundig auf der Health Goth Facebook Seite rumhängen, waren entsetzt. Man hatte ihre Bewegung verraten. Entzürnte Health Gother tippten wutentbrannt R.I.P. Health Goth in die Tasten ihres MACs:

Auch das australische Oyster Magazine, das im Gegensatz zur Marie Claire, zu den Guten, den Medien gehört, denen man Insiderwissen zugesteht, titelte: RIP The Trend That Never Was. Doch markiert der Marie Claire Artikel wirklich das Ende von Health Goth?

Es ist der Anfang vom Ende, nicht das Ende. Die modische Vorhut (eine Handvoll Wissender) wird schnell weiterziehen, auf zum “Next big thing”, doch die breite Masse wird erst durch Medien wie der Marie Claire auf den Trend aufmerksam gemacht. Der Trend ist also gerade erst dabei so richtig ins Rollen zu kommen (Merci, Marie!).

Health Goth ist ein Trend, der wie Seapunk im Internet entstand. Es ist das Zukunftsmodell für die Entstehung von Trends (und wie man sieht auch schon das gängige Modell der Gegenwart). Das Internet ist ein gigantischer Multiplikator und Beschleuniger. Früher hat es Jahre gedauert bis ein Trend vom Underground in den Mainstream gelangte. Die Eintrittsbarrieren um Teil einer Bewegung zu sein, waren deutlich höher:

Man lehnte sich gegen die Eltern auf (Hippie). Man hing schwarz-geschminkt mit gruseligen Gestalten auf Friedhöfen rum (Gothic). Oder trank den ganzen Tag, pöbelte, grölte und durchlöcherte einen Großteil seines Körpers mit Piercings (Punk).

Heute sitzt man zu Hause vor dem Laptop, lädt Bilder hoch, kommentiert, liked und shared (Health Goth). Nie war es leichter Teil einer Bewegung zu sein, daher ist es kein Wunder, dass eine Bewegung schneller im Mainstream landet als ein Karnickel ficken kann.

Eine Konsequenz unser Zeit. Nicht das Aufgreifen des Trends vom Mainstream ist verwerflich, sondern das gespielte Entsetzen vom virtuellen Underground, welcher sich verraten fühlt.

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