Rot-weißer Freudentaumel

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Montag, 16:30 Uhr, Treffpunkt Volkan’s Partyspäti. Dort saßen sie schon, meine Freunde, vor ihnen ein paar Flaschen Gösser Radler. Dass ich heute, an diesem besonderen Tag, nichts trinken wollte, wurde nicht akzeptiert. Der FC Union Berlin kämpfte um den Aufstieg, das zweite Relegationsspiel gegen den VFB Stuttgart stand an. Es wurde abgestimmt: 4:1 – gegen meine Enthaltsamkeit an diesem historischen Tag.

Der FC Union Berlin sollte Geschichte schreiben: Aufstieg in die Bundesliga, erstmalig, nach 42 Jahren Vereinsgeschichte. Nach der durchaus professionellen Vorbereitung auf das Spiel (Bier + Pfeffi) zogen wir los,  das Ziel eine Kneipe in der Nähe der „Alten Försterei“, dem Stadion des FC Union. Die „Abseitsfalle“ war schon überfüllt mit ein paar glatzköpfigen Hünen, denen wir lieber nicht ihre Sicht auf den Flatscreen nehmen wollten, daher zogen wir weiter, in eine Kneipe, dessen Name mir entfallen ist.

Currywurst, Pommes für mich, dem Anlass gebührend: rot-weiß, Bier und: Anpfiff. Der Capo – den Vorsänger – gab es auch hier: etwa 40 Jahre alt, FC Union Trikot, Tunnel in den Ohren, und bemerkenswertes Durchhaltevermögen, was seine Gesänge anging. Er entschied, welche Union Hymnen gesungen wurde, wir stimmten ein, was absolut okay war, denn, das muss ich zugeben, so viele Union Songs hatte ich bislang nicht gesungen, doch so kompliziert ist das ja Gott sei Dank alles nicht:

„Schala-lala…Eisern Union“. Oder aber „FC Union Unsere Liebe Unsere Mannschaft – unser Stolz Unser Verein Union Berlin“.  Kurz vor Spielende, es stand noch immer 0:0, was für den historischen Aufstieg reichen sollte, stürmten wir zur „Alten Försterei“.

Arm in Arm, singend: „….wir durchbrechen alle Schranken“. Wir durften ins Stadion, rannten die Tribüne hoch, unter uns, ein gigantischer, rot-weißer Freudentaumel. Auf dem Fussballfeld dann Szenen, wie ich sie nur aus dem TV aus meiner fussballverrückten Kindheit kannte: vor Glück weinende Männer, Trophäenjagd (Tornetz rausschneiden, Teile des Rasens abtrennen).

Mein Freund Molle schulterte den Mittelpunkt. Korki räkelte sich, inmitten von grölenden Union Fans, halbnackt auf dem Rasen, für seiner Follower auf Instagram. Und Quid Haden und Timbo holten in der Zwischenzeit Bier und Boysahne (einen köstlichen Kokosnuss-Schnaps).

In all dem Wahnsinn verlor ich erst mein iPhone, dann meine Freunde, wenig später stand ich dann in der U-Bahn, auf dem Heimweg, Hymnen singend, gegen die Scheiben donnernd, wie Manolo – „dem Trommler vom Bökelberg“. Zu Hause, einäugig vor dem Laptop, suchte und fand ich einen Online-Wecker, denn in ein paar Stunden, früh am Morgen, sollte es doch schon weitergehen: Nach Amsterdam mit unseren Freunden von HEINEKEN – die Marke ohne die die Diary Fashion Week Opening Party – all die Jahre, all der Wahnsinn – nicht stattfinden hätte können. Sie waren immer dabei, egal, wie kurios es wurde, daher: Thank you! Thank you!

In Amsterdam besuchten wir, das waren Matze von Mit Vergnügen, Juliette von Eye Candy, Frederick Lau, David Schütter und ein paar Sportjournalisten aus München + der Mann ohne Handy, die „Heineken Experience“. Ein Fun-Park für Heineken Fans rund ums die Geschichte des Unternehmens, Brauvorgang etc.

Nach dem interaktiven Rundgang gab es dann für die Reisegruppe wahrhaft köstliches Brot, Käse und frisch gezapftes Heineken. Eine Champions League Brotzeit – eine runde Sache.

Category: #dandydiaryspace

Tags: FC Union, Heineken, Heineken Experience

Von: David Kurt Karl Roth

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