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Freddy Fischer X Chelsea Farmer’s Club

Wer im Januar auf unserer Fashion Week Opening Party in Berlin war und sich gefragt hat, wer denn zur Hölle diese gutgekleideten Gentlemen mit den roten Längsbindern nun wieder seien, wird schnell festgestellt haben: das waren weder David, noch ich.

Die Typen in den klassisch geschnittenen Anzügen waren vielmehr Freddy Fischer & His Cosmic Rocktime Band. Und weil die Band nicht nur bei uns einen höchst gefeierten, irren Auftritt hatte, sondern auch bitteschön nicht so abgerissen, wie all die anderen Bands auf diesem Planeten aussehen soll, hat sich der Berliner Spitzenladen Chelsea Farmer’s Club ordentlich ins Zeug gelegt und den Herren die Gala-Kleidung auf den Leib geschneidert.

Finden wir gut. Sowohl den Farmer’s Club als auch Freddy und seine Beat-Boys. Letztere haben übrigens jüngst ihre neue Platte “Dreimal um die Sonne” rausgebracht.

Jeder mit auch nur annähernd gutem Geschmack – und zwar ästhetischem, wie musikalischem – sollte sich sofort das Album kaufen. Einen lässigeren 1970er Jahre Disco-Schlager-Soul wird man nämlich nirgendwo finden. Einen läsigeren Bandnamen übrigens auch nicht.

 Fotos: Alexander Fuchs / Visual Bastarts

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Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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