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Frage des Stils: Fabian Hart

Er trägt Triple Denim zu professionell übel gelaunten Blick. Findet Typen, die ausschließlich Rick Owens und Raf Simons tragen anstrengend. Und lässt Haus und Hof von seiner Winkekatze beschützen. 

Fabian Hart. Er schreibt einen Blog, der so heißt wie er: fabianhart.com. Darauf schreibt er über Mode und andere Ausdrucksformen. Eigentlich kommt er aus dem Printjournalismus, hat aber zur Zeit mehr Bock, seinen Blog zum ersten und zweiten Standbein werden zu lassen.

1.) Outfit, das du bei deiner eigenen Beerdigung trägst?

Unangenehme Frage, so zum Einstieg und überhaupt. Aber mein letzter Look sollte vermutlich leicht brennbar sein. Am besten aus Naturfasern, hochwertige Baumwolle aus einer Conscious-Collection. Zum Beispiel. Darin würde ich dann verbrennt und dann über einen veganen Supermarkt verstreut. Die doppelte Entfleischung sozusagen.

2.) Deine Lieblingsdesigner?

Wood Wood. Ich mag wie der Menswear-Designer des Labels, Karl Oskar Olsen, US-Streetwear, Sport-, Funktionskleidung und skandinavisches Tailoring remixt. Ich fühle mich darin als derber Feingeist. Schick entspricht mir nicht. Kuttiges auch nicht. Typen, die nur Raf Simons und Rick Owens tragen, finde ich anstrengend. Das ist oft Attitüde.

3.) Schlimmste Modesünde?
Meine oder die der anderen? Die Modesünden der anderen machen ja mehr Spaß. Männerschälchen und Edel-Sneakers zum Beispiel.

5.) Dein Motto?
Das klingt besser auf englisch: everything has to happen for the right reason.

6.) Dein Stil?
Durchdacht zufällig. Ich mag auch Unverhältnismäßigkeiten. Wenn der Gürtel mehr gekostet hat, als die Hose, die er trägt. Oder Triple-Denim-Looks. Oder bauchfrei zu Baggy. Oder eine Goldkette, sauteurer Erbschmuck,unter ein weißes T, das ich mal in einem Club am Hafen fand. Bisschen prollig geht immer und das meine ich nicht ironisch.

7.) Stilvorbilder?
Brooks Buford, Joe Dallesandro, Marky Mark.

8.) Diktator, den du für seinen Stil bewunderst?

Es gibt keine bewundernswerte Diktatoren. Oder soll ich jetzt sowas sagen wie Karl Lagerfeld, damit manche das lustig finden? Okay, dann Karl Lagerfeld. Der ist unterhaltsam und ein Machtmensch der Mode. Aber seine Klamotten finde ich hässlich.

Fotos: David Kurt Karl Roth

 

FASHION SHOWS

 

In Hedis Hood: Saint Laurent Show in “Los Angeles”

Der Mann, der Yves Saint Laurent das “Yves” nahm, und Millionen-Umsätze bescherte, hat gestern Abend in seiner schwer angesagten Hood Los Angeles eine Off-Season Show für all seine VIP-Freunde und ausgelesene Journalisten präsentiert.

Zu Ehren Slimane kamen Lady Gaga, Courtney Love, Lenny Kravitz, Sky Ferreira, CL, und, und – um in der Frontrow der seit den 1940er Jahren bestehenden Konzerthalle Hollywood Palladium Platz zu nehmen.

Sie bekamen eine von den Sixties inspirierte Kollektion und Show zu sehen – typisch für Slimane, der sich zum Ende, langhaarig, rockig, feiern ließ. Slimane ließ seine Indie-Model-Musen Staz Lindes, Lida Fox und Lilli Summer, um seine von seinem Stil-Idol Mick Jagger inspirierten Looks der extrem hippen Crowd vorzuführen.

Nach der Show performten noch Beck, Joan Jett und uns unbekannte Acts The Sloths, Cherry Glazerr und Allah-Las. It’s all about music!

 

NEWS

 

Morrissey hat Beef mit SUPREME

Während wir anfänglich noch ganz begeistert waren, von der neuen SUPREME-Werbekampagne, auf der der Sänger Morrissey im ikonographischen Boxlogo-T-Shirt zu sehen ist, stellt sich jetzt heraus: so toll ist das alles gar nicht.

Denn Morrissey ist, wie er das nunmal manchmal ist: stinksauer.

Der Shoot fand nämlich bereits im Oktober 2015 statt – und das war, bevor der Hardline-Veganer Morrissey spitzbekam, dass SUPREME von der Burger-Kette WHITE CASTLE gesponsored wird (was auch immer das bedeuten mag). Der ehemalige SMITHS-Sänger sagt dazu:

“I apologize enormously for the enfeebled photograph of me issued this week by Supreme. The shot was taken in October 2015. I considered the photograph to be fit only for a medical encyclopedia and I pleaded with Supreme not to use it. This was before I learned that Supreme were sponsored in part by the beef sandwich pharaoh known as White Castle. Supreme were issued with a legal caution not to use the photograph and their fee would be returned. Evidently Supreme have ignored my lawyer. No safety within the corridors of law. Ugh.

I offer excessive apologies for this association. Shame is indeed the name.”

Wir finden das von SUPREME nun natürlich auch ganz und gar nicht mehr gut und sind: #TeamMorrissey (ohnehin schon immer gewesen)

Von: Jakob

SPECIAL

 

Body Shaming: Britisches Label zwingt Models zum Essen

Das britische Label Rose & Willard, von dem wir bisher noch nicht einmal den Namen kannten, wird in Zukunft jedes Model dazu zwingen, eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, bevor es für Haus arbeitet.

Damit will die Gründerin von Rose & Willard, eine gewisse Heidy Rehman, die Models vor der aus ihrer Sicht dämonenhaften Branche schützen.

“Yes, it’s a form of nannying but we feel we have a responsibility to protect these young women from an industry which we believe can leave them exploited and puts them under pressure to starve themselves and damage their health and wellbeing,” sagt die selbsternannte Ernährungsexpertin.

Ablaufen soll das Ganze wie folgt: Unter Aufsicht von Mitarbeitern des Labels (oder vielleicht sogar der Chefin höchstpersönlich) müssen die Models eine Mahlzeit zu sich nehmen. Dabei ist es den Mädchen weder erlaubt, die Nahrungsaufnahme zeitlich zu verschieben, noch lassen die harten Aufseher „kleine Häppchen“ durchgehen.

Verweigert sich ein Model dem beaufsichtigten Dinner, so wird weder das Mädchen selbst noch die Modelagentur für den Job bezahlt.

Damit ist – nachdem in Frankreich bereits ein umstrittenes Gesetz gegen „Magenmodels“ erlassen wurde – ein ganz neues Ausmaß von Body Shaming und generellen Unterstellungen erreicht.

Die erzwungene Nahrungsaufnahme impliziert, jedes Model hätte seine Ernährung nicht im Griff und bräuchte Unterstützung und Aufsicht beim Essen.

Das ist nicht nur eine beispiellose Respektlosigkeit gegenüber kerngesunden, von Natur aus schlanken Mädchen. Es hilft den tatsächlich magersüchtigen Models auch überhaupt nicht weiter. Ganz im Gegenteil:

Sie werden erneut mit der ignoranten Haltung gegenüber ihnen und ihrer Krankheit konfrontiert, die Heidy Rehman der Modebranche unterstellt und mit ihrem Schritt doch eigentlich bekämpfen will.

Wir sind erschrocken über so wenig Feingefühl von den eigentlich so zuvorkommenden Briten.

Text: David Jenal

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