Dandy Diary http://dandydiary.de Men´s Fashion Blog Thu, 23 Oct 2014 14:37:23 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.8 QUIZ: Welcher Modeblogger liebt es an Ärschen zu riechen und verdient 15.000,- Dollar pro Monat? http://dandydiary.de/quiz-welcher-modeblogger-liebt-es-an-aerschen-zu-riechen-und-verdient-15-000-dollar-pro-monat/ http://dandydiary.de/quiz-welcher-modeblogger-liebt-es-an-aerschen-zu-riechen-und-verdient-15-000-dollar-pro-monat/#comments Thu, 23 Oct 2014 09:55:38 +0000 http://dandydiary.de/?p=42401 Quizfrage: welcher Modeblogger kann nichtmal einen graden Satz schreiben, leckt sich täglich selbst am Arschloch und verdient trotzdem Geld mehr als ihr mit eurem verhassten Büro-Job (nämlich etwa 15.000,- Dollar pro Monat)?

Nein, nicht Sami Slimani – der verdient mehr. Und auch nicht Jessica Weiß - die kann schreiben (und leckt sich unseres Wissens nach nicht den Po).

Es ist Bodhi. Und im Gegensatz zu Sami Slimani ist Bodhi ein Hund.

Rund 15.000,- Dollar verdient der Köter pro Monat mit dem Modebloggen. Und das alles nur, weil seine Herrchen auf die Allerweltsidee kamen, ihrem Hund Männerklamotten anzuziehen – und dann die überaus smarte Idee hatten, daraus einen Blog zu machen.

Modemarken wie AMERICAN APPAREL, GANT und ASOS zahlen gern einige hundert Dollar dafür, dass Bodhi deren Kleidung trägt. Na, wenn’s halt sonst keiner macht (außer vielleicht Sami – hier zum Beispiel).

Wir nehmen uns auf jeden Fall ein Beispiel an den Top-Verdienern Bodhi und Sami und schnüffeln uns ab sofort öfter mal am eigenen Arschloch. Vielleicht haben wir dann ja auch bald Style und das Geld.

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Massiver Herbstschuh, trotz mauer Mitläufer: RED WING http://dandydiary.de/massiver-herbstschuh-trotz-mauer-mitlaeufer-red-wing/ http://dandydiary.de/massiver-herbstschuh-trotz-mauer-mitlaeufer-red-wing/#comments Wed, 22 Oct 2014 15:32:18 +0000 http://dandydiary.de/?p=42393 So, es reicht dann jetzt auch mal wieder: mit dem Herbst, der kriechenden Kälte und auch mit den nassen Füßen.

Ich trage ab sofort Stiefel. Nennt mich doch, wie ihr wollt. Meinetwegen auch einen Prenzlauer Bergsteiger.

Damit ich von nun an nicht mehr friere, zwänge ich meinen Fuß ab heute in den Warme-Füße-Klassiker RED WING. Man kennt diese Stiefel vor allem von Hamburger Werbeagenturbesitzern bei der Wochenend-Herbst-Wanderung mit großem Hund auf Sylt oder von achso markigen Düsseldorfern, die auch gern mal eine “Designer-Jeans” und halblanges Haar tragen. Beides bin ich nicht, beides will ich nicht sein.

Doch sie und mich eint nun: der warme, trockene Fuß. Und das ist es mir wert! Echt jetzt. Es reicht nämlich.

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DANDY DIARY x JOHNNIE WALKER x HARRIS TWEED http://dandydiary.de/dandy-diary-x-johnnie-walker-x-harris-tweed/ http://dandydiary.de/dandy-diary-x-johnnie-walker-x-harris-tweed/#comments Wed, 22 Oct 2014 15:27:37 +0000 http://dandydiary.de/?p=42374 Bevor wir dem Moloch Mumbai einen Besuch abgestattet haben, sind wir nach Schottland gejettet. Erst die raue, menschenleere Natur, die schottischen Highlands, danach Großstadt-Dschungel mit Rikschas, Hupkonzerten und reichlich Smog. Das war ein irres Kontrastprogramm innerhalb weniger Wochen.

Nach Schottland sind wir – entgegen der Mutmaßungen einiger Leser – nicht wegen der Whiskey-Tastings geflogen, zu mindestens war das nicht der primäre Grund für unsere Reise, sondern wegen einem ganz besonderen Stoff.

HARRIS TWEED hat in Zusammenarbeit mit unserem Lieblingswhiskey-Hersteller JOHNNIE WALKER einen Stoff entworfen, aus dem wir – neben weiteren 6 Auserwählten in Europa – ein Produkt designen werden.

Es ist grundsätzlich alles möglich. Wir könnten ganz klassisch ein Jackett entwerfen. Einen Minirock für ein Whiskey-Fass. Oder aber ein Überzug für ein Möbelstück – für eine Couch, Bett oder ganz Oldschool einen Fernsehsessel. Anfang 2015 wird unser Produkt – wie auch immer es schlussendlich aussehen wird – gelauncht.

Die zwei schottischen Traditionsunternehmen – Johnnie Walker & Harris Tweed – haben viel gemeinsam, nicht nur ihre Herkunft, daher längst überfällig dass sie gemeinsame Sache zu machen, findet auch unser neuer Buddy Mark Hogarth, der Creative Director von Harris Tweed:

“Es gibt viele Parallelen bei der Herstellung von Tweed und der Art und Weise wie Johnnie Walker Whisky geblendet wird, deshalb ist dies eine interessante und sehr spannende Partnerschaft für uns. Sowohl das schottische Erbe beider Traditionshäuser, als auch die hohe Handwerkskunst haben sehr gut harmoniert – herausgekommen ist ein innovativer Stoff, der die Whisky-Aromen von Johnnie Walker Black Label durch unsere genaue Farbauswahl und das präzise Verweben der Farben perfekt widerspiegelt.“, so Mark Hogarth, Creative Director von Harris Tweed Hebrides über die Zusammenarbeit.

Der Stoff duftet nicht nach Whiskey oder gar Raucherkneipe, sondern mehr nach Papis Aftershave. Der wohltuende Duft hält, so Mr. Hogarth, bis zu 15 Wäschen. Wir werden das natürlich testen.

So, wir werden jetzt erstmal an unserem metergroßen Moodboard basteln, brainstormen, uns berauschen, um zur Erkenntnis zu gelangen, was wir denn nun mit diesem wunderbaren Stoff anstellen wollen.

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Schwarzes Leder auf altem Fleisch: RICK OWENS Herbst/Winter 2014 – Lookbook http://dandydiary.de/schwarzes-leder-auf-altem-fleisch-rick-owens-herbstwinter-2014-lookbook/ http://dandydiary.de/schwarzes-leder-auf-altem-fleisch-rick-owens-herbstwinter-2014-lookbook/#comments Wed, 22 Oct 2014 14:54:26 +0000 http://dandydiary.de/?p=42377 Yes! Mit diesem Lookbook zeigt unser Lieblingsgrufti RICK OWENS mal wieder der gesamten Branche wo der Hammer hängt – und diesmal ist der Hammer ordentlich abgehangen. Er ist nämlich zwischen 60 und 93 Jahren alt.

So alt sind jedenfalls die Männermodels mitsamt ihrer faltigen Ärsche, an denen Rick seine dunkle Herbst/Winter-Mode zeigt und die von Fetisch-Fotograf Rick Castro abgelichtet wurden. Dagegen wirkt selbst der scharfe Opi von HAN KJOBENHAVN wie ein grünschnäbliger Jungspund.

Die Castro-Fotos erinnern an die düsteren Arbeiten von Sven Marquardt, dem legendären Berghain-Türsteher. Ebenso wie die ausgezehrten, abgekämpften Gesichter an späte Sonntagabende in der Panne-Bar denken lassen. Rick und Rick hätten an diesem Ort der Finsternis sicher ihren Spaß.

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Next big thing: Palace http://dandydiary.de/next-big-thing-palace/ http://dandydiary.de/next-big-thing-palace/#comments Wed, 22 Oct 2014 12:46:28 +0000 http://dandydiary.de/?p=42317 Wenn ihr die letzten Wochen nicht in einer Opiumhöhle ohne W-Lan verbracht habt, solltet ihr es mitbekommen haben:

A$AP Rocky hat in seinem neuen ziemlich abgehenden Track Multiply Hood by Air und Been Trill gedisst: “I’m the motherfuckin’ lord of this fashion shit, don’t I deserve just to brag a bit?” AS$P bezeichnet in seinem Hit Been Trill als “booty” und Hood by Air als “weak”.

Das alles ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Denn nicht zuletzt A$AP hatte großen Anteil am Hype, welcher um US-Streetwear-Brands wie HBA und Been Trill entstanden ist. Für Hood by Air gab A$AP Rocky gar sein Catwalk-Debüt. Doch der einstige Heilsbringer wendet sich ab.

Und während A$AP Rocky der Welt erklärt, dass Hood by Air nicht mehr cool ist, trägt er im Video zu Multiply, Trommelwirbel, Trommelwirbel, PALACE – ein Skateboard-Label aus UK, gegründet von Lev Tanju.

PALACE! Das ist also der neue Shit! 2009 wurde Palace in London gegründet. Es begann – wie die meisten Skateboard-Labels – mit Decks und T-Shirts – doch schnell entwickelte sich ein Lifestyle-Brand aus PALACE.

Durch die Kooperationen wurde PALACE auch ausserhalb der Rollbrett-Szene bekannt. Für REEBOK entwarf Tanju ein paar lässige Sneaker, für UMBRO Shirts. Und für unsere Freunde aus Herzogenaurach designte der Mastermind von Palace Jacken, T-Shirts. Jogginghosen, Trainingsjacken und Trikots.

Inspiration für seine ADIDAS Capsule Kollektion bezog Tanju aus der Fussballwelt der 90er Jahre. Eine seiner Vorlagen für die Adidas Kollektion war ein Trikot von Zinedine Zidane, der in den 90er als Spezialist für Freisstöße und Kopfnüsse galt. 

Dass immer mehr Boys und Girls Palace tragen, die nicht eimal in der Lage sind mit einem Ollie eine Bordsteinkante erklimmen, stört Tanju übrigens nicht. Er will all die schönen Moneten, die der Hype ihm beschert, in sein Skateboard-Team stecken.

Wenn Tanju sein “Baby” beschreibt, dann macht er das folgendermaßen, in all seinen Interviews:“We make what we wear to skate in and then got to the pub”. Ein wie es scheint erfolgreiches Prinzip. 

Wir sind begeistert. A$AP sowieso.

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Kay Kwok SS 2015 http://dandydiary.de/kay-kwok-ss-2015/ http://dandydiary.de/kay-kwok-ss-2015/#comments Wed, 22 Oct 2014 12:19:44 +0000 http://dandydiary.de/?p=42326 http://dandydiary.de/kay-kwok-ss-2015/feed/ 0 Das Ende von Health Goth? http://dandydiary.de/das-ende-von-health-goth/ http://dandydiary.de/das-ende-von-health-goth/#comments Mon, 20 Oct 2014 15:02:51 +0000 http://dandydiary.de/?p=42304 Im August haben wir erstmalig über den Trend Health Goth berichtet.

Die Begriff zum Trend stammt von Mike Grabarek und Jeremy Scott – einem R’n’B Duo (Magic Fades) aus Portland, USA – sie erstellten April 2013 eine #healthgoth Facebook Fanpage.

Auf ihrer Facebook Seite posten sie alles was sie zur Health Goth Welt zählen: Schwarz-weisse PORSCHE DESIGN Performance-Sneaker, Kampagnenbild der H&M x Alexander Wang Kooperation, NORTHFACE Etip Handschuhe, bionisch-futuristische Körperteile und Kampfmonturen für den Übermensch der fernen Zukunft.

Die Health Goth Fanpage gewann schnell an Zuwachs. Die Welt der HealthGother schien in Ordnung. Doch dann kam das erste böse Mainstream-Medium – die französische Frauenzeitschrift Marie Claire – und berichtete vor fünf Tagen über den Trend: Health Goth – the Latest Trend You’ve Never Heard of

So erklärte die Marie Claire ihren Leserinnen den Trend:

…it’s a very modern mix of gothic and punk sensibilities (think dark colours, figure-hugging silhouettes and heavy statement accessories) and futuristic sport-luxe. Weird? Very. Cool? Apparently.

Die Health Goth Szene (also: alle, die ganz undergroundig auf der Health Goth Facebook Seite rumhängen, waren entsetzt. Man hatte ihre Bewegung verraten. Entzürnte Health Gother tippten wutentbrannt R.I.P. Health Goth in die Tasten ihres MACs:

Auch das australische Oyster Magazine, das im Gegensatz zur Marie Claire, zu den Guten, den Medien gehört, denen man Insiderwissen zugesteht, titelte: RIP The Trend That Never Was. Doch markiert der Marie Claire Artikel wirklich das Ende von Health Goth?

Es ist der Anfang vom Ende, nicht das Ende. Die modische Vorhut (eine Handvoll Wissender) wird schnell weiterziehen, auf zum “Next big thing”, doch die breite Masse wird erst durch Medien wie der Marie Claire auf den Trend aufmerksam gemacht. Der Trend ist also gerade erst dabei so richtig ins Rollen zu kommen (Merci, Marie!).

Health Goth ist ein Trend, der wie Seapunk im Internet entstand. Es ist das Zukunftsmodell für die Entstehung von Trends (und wie man sieht auch schon das gängige Modell der Gegenwart). Das Internet ist ein gigantischer Multiplikator und Beschleuniger. Früher hat es Jahre gedauert bis ein Trend vom Underground in den Mainstream gelangte. Die Eintrittsbarrieren um Teil einer Bewegung zu sein, waren deutlich höher:

Man lehnte sich gegen die Eltern auf (Hippie). Man hing schwarz-geschminkt mit gruseligen Gestalten auf Friedhöfen rum (Gothic). Oder trank den ganzen Tag, pöbelte, grölte und durchlöcherte einen Großteil seines Körpers mit Piercings (Punk).

Heute sitzt man zu Hause vor dem Laptop, lädt Bilder hoch, kommentiert, liked und shared (Health Goth). Nie war es leichter Teil einer Bewegung zu sein, daher ist es kein Wunder, dass eine Bewegung schneller im Mainstream landet als ein Karnickel ficken kann.

Eine Konsequenz unser Zeit. Nicht das Aufgreifen des Trends vom Mainstream ist verwerflich, sondern das gespielte Entsetzen vom virtuellen Underground, welcher sich verraten fühlt.

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Han Kjøbenhavn AW 2014 http://dandydiary.de/han-kjobenhavn-aw-2014/ http://dandydiary.de/han-kjobenhavn-aw-2014/#comments Mon, 20 Oct 2014 13:23:01 +0000 http://dandydiary.de/?p=42284 http://dandydiary.de/han-kjobenhavn-aw-2014/feed/ 0 Der längst überfällige Beweis: der ADILETTEN-Trend ist vorbei http://dandydiary.de/der-laengst-ueberfaellige-beweis-der-adiletten-trend-ist-vorbei/ http://dandydiary.de/der-laengst-ueberfaellige-beweis-der-adiletten-trend-ist-vorbei/#comments Mon, 20 Oct 2014 08:35:00 +0000 http://dandydiary.de/?p=42278 Hiermit wäre es dann wohl auch endlich zu Ende, mit dem achso lässig-ironischen (und natürlich auch von uns bis zur Besinnungslosigkeit propagierten) Adiletten-Look, den man nach Möglichkeit in den Unmöglichsten Kombinationen trägt (zum Anzug – hihihi, im Winter – hihihi, zur Hochzeit der kleinen Schwester – hihihi, zu Yom Kippur – hihihi).

Auf diesem Bild hier trägt der Schmusesänger Sascha “Sasha” Schmitz, der schon out war, als wir noch nichtmal erste Sackhaare hatten, Adiletten zum Smoking. Damit ist es offiziell und ganz eindeutig klar: der Adiletten-Look ist in den übelsten Niederungen des Mainstreams angekommen – und wird dort für seine witzige Lässigkeit augenzwinkernd gefeiert. Es gibt kaum Schlimmeres.

Wer jetzt noch allen Ernstes (hihihi) die ADIDAS-Badelatschen trägt, hat gar nichts verstanden und gehört drei Tage am Stück mit dem neuen Album von Sasha gewarterboarded.

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Über die GQ Style und einen handfesten Streit mit einem Fuß http://dandydiary.de/gq-style/ http://dandydiary.de/gq-style/#comments Fri, 17 Oct 2014 08:27:18 +0000 http://dandydiary.de/?p=42247 Auf dem Rückflug von Mumbai nach Berlin kam ich dann endlich mal dazu: die nicht mehr ganz so neue GQ STYLE lesen.

Doch bevor ich in diesen Genuss kam, musste ich erst einmal einen handfesten Streit mit einem Fuß austragen. Kurz nach dem unser Flieger vom Boden abgehoben war, um in die Nacht zu entgleiten, schob sich, zwischen dem rechten Fenster und meiner Kopflehne ein leicht nach Schweiß riechender Frauenfuss. So etwas hatte ich noch nicht erlebt. Ich war schockiert.

Mit einem Kissen zeigte ich dem Frauenfuss auf sanfte Art- und Weise seine Grenzen auf und drängte ihn zurück in sein Hoheitsgebiet. Doch nach dem Abendessen, als das Licht in der Kabine erlosch, versuchte der Fuß sich wieder seinen Weg zu bahnen. Immer und immer wieder wurde ich wach, weil der Fuß sich Platz zu verschaffen versuchte und gegen meinen Rücken prallte.

Irgendwann tief in der Nacht hatte der Fuß eine vermeintliche Lösung gefunden: Er legte sich auf meiner rechten Schulter nieder. Der Fuß riss sich mich so aus einem angenehmen Traum, in dem Henrik Vibskov mit Stine Goya händchenhaltend über eine Sommerwiese hüpften. Das Mass war voll. Ich griff mir den Fuß mit beiden Händen und schleuderte ihn mit aller Kraft zurück. Ein Gewaltakt sondergleichen.

Nach meiner Affekthandlung: absolute Stille. Es war der letzte Akt in “David vs. Frauenfuß”, doch schlafen konnte ich auch nicht mehr, also knipste ich meine Leselampe an und holte die GQ Style Herbst / Winter 2014-15 aus meinem Army Backpack hervor.

Auf dem Cover: Schauspieler Josh Hartnett. Er zeigt sich in filmreifen Posten in einer Fotostrecke in Retro-Optik. Doch die originellste Strecke des Magazins stammt von der Kreativdirektorin Josh Hight und Fotografin Julia Noni:

Alle Fotos wurden von oben, aus der Vogelperspektive, geschossen, die Models sitzen auf Bänken, liegen auf dem Rasen, laufen, stehen, gehen – eine interessante Perspektive, die den Fokus verschiebt.

Starfotograf Wolfgang Tilmans erzählt in einem Interview, dass er mit dem britischen Cool Kid Nasir Mazhar befreundet ist, er spricht über seine Züricher Ausstellung “Neue Welt” und über digitale Fotografie.

GOSHA RUBCHINSKY - ein russischer Allround-Künstler (Modedesign, Fotografie, Film) – wird in einem Portrait vorgestellt. Der Leser erfährt, dass er mit einer wilden Mischung aus American Pop Culture und Sowjetkultur groß geworden ist. Und wie so oft in Artikeln über Rubchinsky muss der Designer uns erklären, dass er nicht politisch ist, sich daher leider nicht zur aktuellen Lage in Russland äußern will und kann.

Rubchinsky, der von Rei Kawakubo unterstützt wird und im Sommer seine erste Show während der Paris Men’s Fashion Week hatte, hat eine große Zukunft vor sich, daher mehr als angemessen ihn einem Portrait dem großen Publikum vorzustellen.

Der GQ-Schreiberling Horacio Silva schreibt in “BOOM TOWN” über den Aufstieg der Männermodemetropole London. Aus keiner Stadt kommen derzeit mehr spannenden Männermode-Designer: Astrid Andersen, Matthew Miller, Nasir Mazhar, Kit Neale, Bobby Abley, Christopher Shannon, Craig Green, und, und, und.

Kurz vor der Landung in der Heimat – gerade noch vertieft in ein amüsantes Jeremy Scott Interview – sah ich sie: die Frau zum Fuß.

Eine etwa 60-jährige Inderin in einem dunkelgrünen Sari eilte – noch immer barfuß – an meinem Platz vorbei, um rechtzeitig zur morgendlichen Toilette zu gelangen. Zu einem klärenden Gespräch zur letzten Nacht kam es nicht.

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