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NEWS

 

FASHION PORN

Liebe Leserinnen und Leser, wir hatten es bereits angedeutet:

Anfang Dezember haben wir uns mit unserem Team in ein furchtbar teures Berliner Filmstudio eingeschlossen, um dort einen so genannten Fashion Film zu drehen. Doch weil dieses Genre doch nur das in bewegten Bildern reproduziert, was seit Jahren in dieser, unserer Branche gezeigt wird, wollten wir etwas anderes machen.

Wir haben deshalb den vielleicht ersten Fashion Porno der Welt gedreht.

Damit, so meinen wir, erzählen wir die Geschichte, die in mindestens jeder zweiten Fashion-Fotostrecke, auf etlichen Plakatwänden und in den momentan schwer angesagten Fashion Films der großen Modehäuser immer explizit angedeutet, aber doch nie zum Abschluss gebracht wird, zu Ende – oder zumindest weiter.

Weil das, was in der Werbung, in den Modemagazinen, auf Fashion Weeks, in Modeblogs, also der gesamten unmissverständlichen Alltagspornografie niemals gezeigt, immer aber angedeutet wird – also der Sex -, weil das doch das eigentliche ist, worum sich die gesamte Branche zu drehen scheint, zeigen wir genau diese Rotationsachse des Systems zu erst.

Entgegen den biologischen Gesetzen, entgegen den Mechanismen der, auch und gerade der gesamten Modeindustrie zugrunde liegenden, Herrschaftsform des Kapitals, die mit den Lüsten, Träumen und Sehnsüchten, dem körperlichen Begehren der Kunden, ja der Menschen, spielt, nehmen wir jegliche Spannung raus. Wir zäumen in unserem Mode-Porno das sprichwörtliche Pferd von hinten auf. Wir kehren die Mechanismen der Macht um. Das scheinbar unverkäufliche, in letzter Konsequenz nicht kaufbare und immer nur angedeutete Produkt – die Wolllust, der Sex – werden bei uns zum Ausgangspunkt der Betrachtung.

Und das Ende unserer vierminütigen filmischen Reise ist, ganz im Gegensatz zur Werbung, zu den unzähligen Fotostrecken und all den Hochglanzfantasien in unserem Kopf: die Mode.

Die Premierenfeier von “Será el comienzo” findet am 17. Januar 2012 in Berlin statt. Einlass ab 18 und nur mit Einladung.

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Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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