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NEWS

 

Exploding Talent: Michael Kampe

Ein  Talent, das noch nicht zu einer Erwähnung auf Dandy Diary gekommen ist, ist Michael Kampe. Eine Schande, denn seine Designs sind schlicht und ergreifend großartig. Er steht im Finale des diesjährigen Hyrères Festivals. Mehr als gerechtfertigt, wie wir finden. Seine Männerkollektion, die ihn ins Finale des renommierten Festivals brachte, ist, nun ja, explosiv.

Foto: 4.bp.Blogspot.com

Inspiration fand der junge Designer in Exploded-View Zeichnungen und Plänen, die man in Ingenieursbüchern findet. Wie es dazu kommt, das sich Kampe auf explosive Männermode spezialisiert hat, erläutert er in einem Interview für die Vice: „Männermode ist voller Regeln, daher erschien mir explodierende Männermode etwas Gutes zu sein“. Für seine Diplom-Kollektion hat er Kleidungsstücke, wie Trenchcoat und Parka, genommen, sie auseinander gerissen und mit neuen Dingen wie mit digital bedruckter Baumwolle auf Schaum zusammengefügt.

Foto: Vicestyle.com

Herausgekommen ist eine Kollektion, die wir in dieser Form noch nicht gesehen haben. Vom 29. April bis 2. Mai heißt es Daumen drücken für Kampe. Denn dann wird er im Finale der 26. Ausgabe des Hyéres Festivals stehen. Doch auch wenn der Jungdesigner nicht gewinnt, ist die Chance recht groß, das ein Talent aus Deutschland gewinnt. Da auch Dinesen und Mallwitz im Finale stehen. Drei deutsche Talente, die allesamt Männermode kreieren, im Finale von Hyrères – ein verdammt gutes Zeichen.

FASHION SHOWS

 

Fashion Week-Kalender: BURBERRY schafft Saisons ab

Wir hatten es im Januar in London schon beobachtet: BURBERRY rückt vom klassischen Fashion-Week- und Verkaufs-Zyklus ab und ordnet seinen Kalender neu.

Ab September 2016 wird BURBERRY nur noch zweimal jährlich eine Modenschau zeigen, die saison-unahängig sein und sowohl Männer- als auch Damenmode zeigen wird. Die gezeigte Kollektion soll unmittelbar nach der Modenschau in den Stores erhältlich sein.

Das ist ein Novum in einer Branche, die sich sonst sklavisch an die Saisonteilung von Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter hält und in diesen Zeitläufen denkt.

Damit ist BURBERRY wieder mal Vorreiter in einer Branche, die sich in den vergangenen Jahren immer weiter zerklüftet hat. Städte wie New York, die jüngst wieder eine Trennung zwischen Männer- und Frauen-Fashion-Week eingeführt haben, sehen so eher alt aus.

Die Lücke zwischen Modenschau und Erhältlichkeit im Geschäft wird so ebenfalls geschlossen – sehr zum Leidwesen großer und schneller Kopisten wie ZARA und H&M.

Die Modenschau wird in dieser Entwicklung nicht mehr zum Bestellen dienen, sondern wohl noch mehr Verkaufs-, Blogger- und Promi-Event werden.

Unklar ist, wie sich die Rolle des Einkäufers, bis dato eine der Schlüsselfiguren der Branche, wandeln wird beziehungsweise wann und wo Einzelhändler Ware für ihre Geschäfte bestellen können.

BURBERRY Chef-Designer, CEO Und Vordenker Christopher Bailey sagt zu den Veränderungen:

“The changes we are making will allow us to build a closer connection between the experience that we create with our runway shows and the moment when people can physically explore the collections for themselves. Our shows have been evolving to close this gap for some time. From livestreams, to ordering straight from the runway to live social media campaigns, this is the latest step in a creative process that will continue to evolve.”

Wir stellen fest: BURBERRY ist mit seinen Innovationen den Marktteilnehmern mal wieder weit voraus. Christopher Bailey ist, was die Kommunikation seiner Kollektionen angeht, ein Visionär und kluger Beobachter von Zeitläufen. Ein wenig mehr von dieser Avantgarde-Denke würden wir uns auch für die nun saisonlosen BURBERRY-Kollektionen wünschen.

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Nichts sehen, nichts hren, nichts sagen von wegen. Dran bleiben! @allthedog pic @maxmotel

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