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“Eleven” by Boris Bidjan Saberi

Dass Boris Bidjan Saberi keine konventionelle Modenschau in Berlin zeigen wird, war abzusehen, doch mit einer derartigen Inszenierung, hatten wohl die wenigsten Besucher gerechnet. Location der Mode-Installation war die Galerie unter Berlin. Wie der Name schon vermuten lässt, befindet sich die Galerie unter der Erdoberfläche. Ein gigantisches Kellergewölbe, in dem Bidjan alle Räume für sein Gesamtkunstwerk “Eleven” nutze. Neben Bidjans Mode, die an Seilen von der Decke hing, gab es diverse Live-Performances zu sehen. Graffiti-Sprayer und Breakdancer, sowie ein avantgardistisches Hip Hop Trio.

Foto: David Kurt Karl Roth; Bidjans Werk

Foto: David Kurt Karl Roth; Wächter in Boris Bidjan Saberi

Selten, eigenlich noch nie, habe ich einer derartigen Veranstaltung beiwohnen dürfen. Ein Paradebeispiel für gekonnte Inszenierung. Bidjan zeigt, dass in Berlin sehr wohl innovative Fashion-Shows möglich sind. Auch das Publikum war im Vergleich zu anderen Berliner Mode-Veranstaltungen erfrischend anders. Andere Gesichter, irgendwie internationaler. Schwarz in schwarz, so kam ein Großteil des Publikums um dem deutsch-iranischen Modedesigner die Ehre zu erweisen. Alles in allem eine sehr gelungene Verstanlung, von der man sich mehr in Berlin wünscht.

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No-Go: Coat Slinging!

Vor ein paar Jahren begannen Streetstyle-Koryphäen damit ihre Jacken, Jacketts oder Mäntel lässig über den Schultern zu tragen, statt die Arme durch die Ärmel zu stecken. Im Fachterminus nannte man das dann “Coat Slinging”.

Kürzlich hat die BUNTE (!) über den Styling-Trend geschrieben. “Coat Slinging” ist somit also offiziell ein “No-Go”. Also: liebe Freunde des guten Geschmacks, bitte steckt eure Arme fortan wieder in die Ärmel.

Denn ein Ärmel ohne Arm, dass ist wie Justin O’Shea ohne Veronika, wie Cara Delevigne ohne Augenbrauen: irgendwie unvollständig.

2008 hat Scott Schuman (aka: The Sartorialist) den ersten Fall von “Coat Slinging” aufgedeckt und auf seinem Blog veröffentlicht, daraufhin brach eine Epidemie aus, von der sich die Modewochen bis heute nicht erholt haben.

Doch jetzt ist mal wieder gut: bitte zieht eure Jacketts wieder anständig an! Andernfalls wirkt ihr wie ein schwuler Modejournalist aus dem Jahr 2010 (der heute auch wieder seine Arme durch die Ärmel steckt).

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