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Berlin Fashion Week: Die drei “Must Go-Shows”

Während der Berlin Fashion Week gibt es viele Schauen, da kann man schnell einmal den Überblick verlieren, wo es sich lohnt sich hinzugehen, wo man besser im Bett bleibt.

Bevor wir euch vor  Defilees warnen, wollen wir euch zuerst drei Fashion Shows vorstellen, die ihr keinesfalls verpassen solltet. Unsere drei “Must Go-Shows” während der Berlin Fashion Week für die Saison Spring/Summer 2013 lauten wie folgt:

1. Julian Zigerli

Leser von Dandy Diary wissen, dass wir große Fans von dem Schweizer Julian Zigerli sind. Wir sind ganz verzückt von ihm und seinen Kreationen. 

Seine Mode ist humorvoll, modern und niemals langweilig. Er wird am Mittwoch, 21.00 Uhr, seine neue Kollektion “My Daddy was a Pilot” im Cruise&Callas präsentieren. Wir befehlen: Hingehen, Hingehen, Hingehen!

2. SOPOPULAR

 

Das Männermodelabel SOPOPULAR wird erstmalig im Studio im “weißen Zelt” der Berlin Fashion Week ihre Mode präsentieren. Mittwoch, 17.30 Uhr, ein Termin, den man sich rot markiert in den Kalender eintragen sollte, denn SOPOPULAR kreiert seit Jahren detailverliebte Mode für Männer. 

Die Lookbooks von SOPOPULAR sind jede Saison ein großes Zauberwerk. Für die A/W 2012-13 Kampagne holte man sich das internationale Topmodel Sebastian Sauve. Wir sind gespannt, ob sie ihre Stärken auch im Studio der Fashion Week ausspielen können. 

3. Hunkemöller

Unglaublich, aber wahr. Oder: traurig, aber wahr: Hunkemöller hat es unter unsere “Must-Go-Shows” geschafft. Wieso? Weshalb? Warum? Der Grund ist simpel, aber einleuchtend: Titten, Titten, Titten. Man darf davon ausgehen, dass der Dessous-Spezialist Hunkemöller eine sexy Show hinlegen wird. 

Wenn man ehrlich ist, dann hat der Umstand, dass es ein niederländischer Unterwäschehersteller bei uns unter die “Must-Go-Shows”, nicht nur mit der hohen Tittenwahrscheinlichkeit bei der Show, sondern vor allem mit dem Gesamtprogramm der Berlin Fashion Week zu tun.

Leider nicht besonders spannend. Wir vermissen Labels wie Wood Wood, Lala Berlin und Iris van Herpen.

SPECIAL

TRENDS

 

C’est cool: Nadelstreifenhose

Nadelstreifenhosen lösten lange Zeit ausschließlich unschöne Gedanken bei mir  aus: eigene Konfirmation, posher Banker und an eine Bekannte, die immer, wenn sie sich schick anziehen wollte, ihre Dönerspieß-großen Beine in eine Nadelstreifenhose presste.

Doch seit ein paar Saisons wandelt sich das Image des Klassikers. Die Nadelstreifenhose wird zunehmend im coolen Kontext gezeigt.

Coverstar King Krule trug sie in einer Modestrecke für die letzte Ausgabe des Another Man Magazine. Der London-based Designer Ed Marler zieht seine Saint Laurent Nadelstreifenhose gar nicht mehr aus. Marler kombiniert den Klassiker unverschämt genialerweise zu einer Leopardenmuster-Unterhose (siehe Foto).

Und: viele einflussreiche Designer zeigen vermehrt Nadelstreifenhosen auf dem Catwalk, darunter die gehypten JUUN. J und JW Anderson.

Die Nadelstreifenhose sollte als Wideleg-Pants getragen werden oder aber, wie es der zuvor genannte Marler vorführt, untypisch kombiniert werden, so dass das “schicke” der Nadelstreifenhose gebrochen wird.

 

NEWS

 

Cathy Horyn >>> Hedi Slimane – eine Versöhnung?

Cathy Horyn war lange Zeit die kritische Stimme der New York Times. Ihre bisweilen, in der Branche nicht üblichen, Kritiken brachten ihr nicht nur Freunde ein. Mit Saint Laurent Designer Hedi Slimane liegt sie bis heute im Clinche.

Nach einem kritischen Artikel von Horyn veröffentlichte Hedi Slimane einen Tweet, in dem er sich darüber beschwerte, dass ihre Kritik unprofessionell sei, sie Raf Simons schon immer bevorzugt hat (oje, oje), und dass sie nie wieder zu einer Saint Laurent Fashion Show eingeladen werden wird.

In ihrer damaligen Zusammenfassung von den Pariser Modenschauen, der Saison, in der sie nicht bei SAINT LAURENT für die New York Times Platz nehmen durfte, schrieb Horyn folgenden Satz über Slimanes Treiben bei SL:

“Mit der Entscheidung, dass “Yves” aus “Yves Saint Laurent” entfernen zu lassen, kappte Slimane die Verbindung zum Gründer der Marke, und allem für was er stand, guter Geschmack und Frauenpower”

Die scharfzüngige Horyn schlägt in einem aktuellen Artikel, den sie für das T Magazine verfasst hat, vergleichsweise versöhnliche Töne gegenüber Slimane an.

In “The Signs of Time” beschreibt sie die fortschleichende Kommerzialisierung der Highfashion-Labels. Was früher ein ‘No-Go’ war, wird heute zum Standort. Tragbare, nicht zwingend notwendig innovative, Mode.

Slimane und seine Mode für Saint Laurent führt sie im Artikel als Paradebeispiel für die Entwicklung auf:

“It’s as though he refuses to strive for the standard goals of a luxury designer — to make modern, conceptual or intellectually resonating clothes. Instead, he makes straightforward commercial fashion that a woman can instantly relate to. I’m no fan of Slimane’s, but he’s clever. In two years as creative chief, he has barely broken a sweat as he fetches another pussy bow from the ’60s time capsule. Last year, Saint Laurent led Kering’s three biggest luxury brands in revenue growth with an 18 percent rise, beating Gucci and Bottega Veneta. He has also defeated his critics, who no doubt sensed the futility of continuing to point out that he doesn’t seem to be trying very hard to be inventive.”

Mode stellt ein Abbild unserer Zeit dar. Und, so muss Horyn anerkennen, Slimane trifft den Nerv unser Zeit mit seiner Arbeit für Saint Laurent. Mit seiner Simplifizierung von Mode, seinem triumphalen Branding.

Slimane ist mehr Marketing-Genie als Designer. Vielleicht ist das die Zukunft. Ist der geniale Modemacher, der nach Innovation strebt, immer auf der Suche nach dem “Neuen” ein Auslaufmodell? Sind es die Marketing-Experten, die die Zukunft der Mode bestimmen werden. Derzeit sieht es danach aus.

Den kompletten Artikel von Horyn könnt ihr hier lesen.

LOOKBOOKS

 

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C://LANA/DESKTOP/Collection

Lana Dumitru, die Designerin dieser hotten Kollektion, erlangte durch ihr Facebook Dress Weltruhm. Wer ihr Facebook Kleid noch nicht kennt, bitte einmal hier entlang.

Für ihre aktuelle Kollektion  C://LANA/DESKTOP hat die gebürtige Rumänin wieder mit der Symbolik der virtuellen Welt gearbeitet. Sie hat Neopren-Sweater mit USB-Kabeln, dem Papierkorb-Symbol, welches ihr auch irgendwo auf eurem Desktop finden sollten, sowie den Symbolen für den Lautsprecher und für die Lupe, bedrucken lassen.

Über dem Papierkorb-Print thront die uns täglich begegnende Frage: Are you sure you want to permanently erase the Items in the Trash? (You can’t undo this action)? In diesem Kontext, gedruckt auf einer Pullover, getragen von einem Menschen, hat diese Frage schon fast etwas philosophisches.

Alle Kollektionen von unserem liebsten CYBERGIRL aus Transsilvanien könnt ihr euch hier ansehen.

 

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Working on a new project!

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