Die letzte Hoffnung der Pelzindustrie: Bryanboy

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Der Pelzindustrie geht es an den Kragen: Eine Vielzahl von Luxuslabels hat öffentlichkeitswirksam den Ausstieg aus dem umstrittenen Fur-Business verkündet, darunter Gucci, Michal Kors, Burberry und zuletzt das italienische Luxuslabel PRADA.

Die letzte Hoffnung für die Branche: Bryan Yambao, besser bekannt als Blogger Bryanboy – der Fürsprecher einer Branche der Ewiggestrigen. Pelz, so Bryanboy, sei das nachhaltigste Material der Welt, besser darauf setzen, als auf Wegwerfmode – so seine Logik.

Keine besonders populäre Haltung in diesen Tagen, daher irgendwo zwischen beeindruckend und ziemlich erschrecken einzuordnen. Der Blogger wirkt ein wenig wie  Christian Lindner in der Klima-Debatte („eine Sache für Profis“): auf die falsche Karte setzend, verloren, umzingelt von Gegnern.

Bryanboy, dessen Lieblingspelz Nerz ist, arbeitet dieses Jahr mit Saga Furs zusammen. Ein Qualitäts-Auktionshaus, das sich auf Pelze spezialisiert hat. Normalerweise agiert Saga Furs als Vermittler zwischen Pelzfarmen und Modemarken – der Gewinn wird über Provision erwirtschaftet.

Doch die turbulenten Zeiten erfordern Maßnahmen, daher greift Saga Furs direkt in den Konsumentenmarkt – in Kooperation mit dem Fur Lover Boy. Der extrovertierte Blogger hat eine  fünfteilige Capsule Collection mit Pelz-Fokus für Saga Furs entworfen. Die ersten Designs sind im April auf Luisa Via Roma online gegangen, im Herbst wird eine größere Marketing-Kampagne folgen (Shitstorm aheaddd!)

Es ist nicht das erste Mal, dass Bryanboy eine Pelz-Kollektion entwirft: 2013 kooperierte der Pelz-Liebhaber bereits mit Arienne Landau. Nerz, Waschbär und Kaninchen wurden damals zu fancy Accessoires verarbeitet. Während selbst ganze Länder, darunter Ireland, Luxemburg und Belgien, den Verkauf und die Produktion von Pelz verbieten, räkelt sich Bryanboy im Mantel, für den rund 50 Nerze sterben mussten.

Unbelehrbar und noch schriller als PETA, die ihre blutjungen Aktivistinnen teils nackt, mit Kunstblut verschmiert, vor Fashion Weeks schicken, wo nur noch Fake Fur zu sehen ist.

Category: News

Tags: Influencer

Von: David Kurt Karl Roth

Fotografie:: Adam Katz Sinding

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