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Die Brille von Steve Jobs – Made in Germany

Obwohl David grad in Seoul (Südkorea) ist und dort jeder Schuljunge wahrscheinlich besser programmieren kann, als Steve Jobs höchstpersönlich, scheint der iGod auch dort einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben – beziehungsweise eher einen Fußabdruck. Denn auch dort sind Sportschuhe der Firma New Balance schwer angesagt. Und wer trug seit Jahren mit stoischer Ausschließlichkeit solche Schuhe? Natürlich Seve Jobs.

Und weil Jobs nicht nur beim Schuhwerk, sondern auch bei seinem schwarzen Turtle-Neck-Pullover alles richtig gemacht und punktgenau zu seinem Tod modisch absolut auf der Höhe der Zeit war, möchten wir uns einem weiteren wichtigen Bestandteil seines Looks widmen: der unscheinbaren Brille.

Wie wir alle seit mindestens zwei Jahren wissen, ist die derzeit einzig tragbare Brillenform die runde. Auch Jobs präferierte eine runde Brille.

Weil der Apple-Chef ein Perfektionist war, durfte es selbstredend nicht irgendeine Brille sein. Jobs entschied sich im Jahr 1998 für das Modell “Classic rund” der deutschen Firma Lunor. Davon kaufte er, wie schon bei seinen Pullovern, gleich mehrere und trug diese Brille bis zu seinem Tod.

Jobs besaß das Modell in den Farben “silber” und “antik silber”, und schätzte offenbar die Einfachheit dieser Brille. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Sehhilfen verzichtet die “Classic rund” auf Nasenpads. Der optimierte W-Steg macht diese unnötig. “Reduce to the max” also, nicht unähnlich der Schlichtheit einiger Apple-Geräte.

Wer also dem Erfinder der diversen iGeräte huldigen und einen angenehmen Kontrapunkt zu all den Deppen, die meinen, dass ihre große schwarzrandige Brille immer noch schwer angesagt ist, setzen will, sollte schleunigst zum Optiker seiner Wahl gehen und sich die “Classic rund” von Lunor bestellen.

Wer noch dazu oberauthentisch den Look des Computernerds nachahmen möchte, dem empfehle ich hiermit sich eine Levis 501 Jeans zu kaufen. Einen eigenen Beitrag dazu spare ich mir an dieser Stelle. Denn Jeans sind momentan total out – womit eindeutig bewiesen wäre, dass Jobs doch kein allwissender iGod war. Tja, Pech gehabt.

LOOKS

NEWS

 

David Murray: Horror Anti-Helden in Highfashion

Die 57 Dandy Diary Leser aus Amerika (wir kennen sie alle persönlich) werden wahrscheinlich schon Kürbisfratzen schnitzend in der Küche sitzen, denn heute ist Halloween.

Und zum Kinder-Gruselfest passen wunderbar die Mode-Illustrationen von DAVID MURRAY.

Die britische Künstler hat sich für eine aktuelle Arbeit gefragt, welche Highfashion-Designs der Fall / Winter 2014 Kollektionen zu den illustren Persönlichkeiten der Horrorgeschichte passen.

Der böse Clown Pennywise trägt bei Murry einen der legendären MOSCHINO Sweater. Hannibal ein Jackett von WALTER VAN BEIRENDONCK. Und Frankenstein rockt einen dunkelgrünen Trenchcoat von JUUN. J.

Wir wissen nicht, wie Murray, der ursprünglich aus Irland kommt und derzeit in New York lebt, die Auswahl Horror-Anti-Held > Designer getroffen hat: purer Zufall, Aussehen oder charakterliche Eigenschaften, egal – sie sind großartig.

 

SPECIAL

 

Dandy Diary Rattenflitzen

David und mich eint neben der gemeinsamen, harten Arbeit hier bei DANDY DIARY vieles: wir standen beide auf unsere schwarzhaarige VWL-Lehrerin und auf Janine aus der ersten Reihe, waren in den 90ern BVB-Fans, lieben die kleinen 0,25-Liter Heineken-Flaschen und feurig scharfes veganes Essen, wir lesen beide immer sonntags den Spiegel und, und, und, und, und – es gibt da sehr viel. Und: wir hassen nichts mehr als Ratten.

Wobei Hass krass untertrieben ist. Wir haben eine gehörige Scheiss-Angst vor den Viechern, sodass David einst in einem Restaurant in Shanghai, in dem er während des Essens eine Ratte flitzen sah, kreischeind mit einem Satz auf den Tisch sprang, und ich mich in New York vor den Attacken meiner Geschwister in Acht nehmen muss, die sich einen höllischen Spaß daraus machen, gegen die überall rumliegenden Müllsäcke zu treten, in denen logischerweise immer mindestens eine fettgefressene Ratte hockt und dann panisch raus- und mir möglichst über den Fuß springt. Allein der Anblick einer Ratte führt bei uns sonst so harten Mode-Typen zu Schockstarre, spitzen Schreien, purer Verzweiflung und dem ein oder anderen peinlichen Sprung. Einer von uns hat sich vor Schreck und Todesangst sogar mal selbst angepinkelt. Wer das war, verraten wir der Fairness halber aber nicht.

Als wir dann neulich geschäftlich in Mumbai (Indien) waren, lauerte die bis dato härteste Prüfung in Sachen Ratten auf uns. Etwa die Hälfte der 12 Millionen Einwohner lebt in Slums, davon viele ohne festes Haus und somit ohne Wasser und ohne Toilette. Große Teile der Stadt gleichen einer Müllhalde: überall liegen Plastikmüll, Schrott, tote Katzen, undefinierbare braune Pfützen. Und es gibt erschreckend viele Ratten. Irrsinnig viele. Brutal viele. Ekelhaft viele.

Während die Menschen in Mumbai offensichtlich größere Probleme haben, als sich um die an allen Ecken hockenden, gemächlich futternden Ratten zu kümmern, standen wir idiotischen, verwöhnten Westler permanent unter Strom. Wir hatten saumäßig Schiss vor den Biestern – unseren ärgsten Feinden.

Um euch ungefähr eine Vorstellung davon zu geben, wie wir in dauernder Angst durch die engen Gassen Mumbais flitzten, um bloß nicht auf eine Ratte zu treffen, haben wir ein Video davon gedreht, das ihr euch hier anschauen könnt. Wir flitzen darin in atemberaubender Geschwindigkeit an den einzigen Ort, an dem es keine Ratten gab: ans Meer. Dort harrten wir drei Tage und Nächte aus, dem verdursten Nahe, und ließen uns dann von der goldenen Segelyacht eines befreundeten Trilliardärs abholen und zurück ins saubere, kalte und etwas weniger rattige Berlin fliegen.

 

 

Beim Rattenflitzen trugen wir Converse Chuck Taylor “Rubber” Schuhe, David eine Hose von Weekday und ein Shirt von Hugo Boss, ich Wifebeater und Hotpants von American Apparel.

Von: Jakob

 

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Bake in the sun Candy Dave! Pic by @tanzekind

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