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NEWS

 

Der urbane Konservative

Wer durch die urbanen Räume europäischer Großstädte schlendert, kann leicht das Kotzen kriegen. Überall laufen Männer im Alter von 18 bis 30 mit hochgekrempelten Schlabberhosen, weit ausgeschnittenen, oft verwaschenen T-Shirts und nicht gerade gepflegtem Schuhwerk herum. Doch schaut man genauer hin, zeigen sich hin und wieder ein paar Punks, die sich diesem legeren Zeitgeist wider- und stilistische Höhepunkte setzen: Die urbanen Konservativen.

Mit gestärktem Hemd, polierten Manschettenknöpfen, Stoffhose und Barbour-Jacke laufen sie klackend auf ihren Eward Green-Schuhen durch die Innenstädte. Flanieren sie einmal über die Wiese eines Parks, verschwindet das Klacken und man hört ein leises „woosh, woosh“ – es ist das Geräusch ihrer Anchorman-Fönfrisur, die im Wind wippt. Mehr geht nicht. Gänsehaut. Ein Stil für die Ewigkeit.


Bild: www.thesatorialist.com

Und doch ist der urbane Konservative höchst zeitgemäß. Mit Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ unter dem Arm verhält es sich wie mit der Sicherheitsnadel im Ohr der Punks: Es tut weh, ist ein eiternder Stachel im Fleisch – doch der Fetisch der Authentizität lässt einen all das vergessen. Dieses Buch ist essentieller Bestandteil des Looks.

Der Konservative ist der neue Punk im urbanen Raum. Was Mitte der 1970er Jahre charakteristisch war für die Jugendlichen mit den zerschlissenen Lederjacken und grellen Haarfarben, gilt heute für die jungen Herren im traditionellem Zwirn: sie provozieren durch ihr Aussehen, leben nonkonformistisch und sind damit der Gegenentwurf zum ironisch-lässigen Großstadt-Hipster.

Vorsicht I: Mit dem aktuell in urbanen Räumen angesagten Preppy-Look, also jenem alltagstauglichen Campus-Outfit reicher Kinder, hat der urbane Konservative nichts zu tun. Denn wer würde sich schon freiwillig wie ein halbwüchsiger Student kleiden? Wohl nur ein alles negierender, post-moderner Hipster.

Vorsicht II: Auf gar keinen Fall übertreiben und so verkleidet wie der Knallfrosch Jan-Henrik Scheper-Stuke, Juniorchef von Edsor Kronen, aussehen. Der urbane Konservative ist schließlich kein Zirkusclown.

SPECIAL

 

DANDY DIARY-Feature bei ARTE

Als hätten wir nicht schon genug zu tun gehabt, mit unserer Party, der Fashion Week, den Schlaghosen und dem Alpaka, hat uns Mitte Januar auch noch ein Kamera-Team vom Lieblingssender aller Schlauberger begleitet: ARTE.

Nun gut, nun gut – dafür gibt’s jetzt nochmal die schönsten Dandy-Videos (inkl. Porno-Ausschnitte), bislang unveröffentlichte Bilder der ach so wilden Skandalparty und endlich auch eine Nahaufnahme des Alpakas “Ferdinand” zu sehen. Allein für letzteres hat sich der ganze Aufwand dann doch wieder gelohnt.

Und hey, das ist ARTE. Nicht ProSieben. Damit kann man sich sehen lassen. Sogar wir krassen Hater.

Hier kann man die gesamte Sendung noch etwa drei Monate lang anschauen. Tut es, Freunde, sonst gibt’s Saures!

P.S.: Dass wir mit Pöbelgott und Liam-Brudi Noel Gallagher in ein und derselben Sendung zu sehen sind, ist natürlich nicht viel weniger, als der Höhepunkt unserer Karriere.

 

Von: Jakob

TRENDS

 

C’est cool: Blinky Blinky Shoes

Das letzte Mal, dass Blinky Blinky Schuhe derart beliebt waren, war in den 90er Jahren.

Damals waren LA GEAR mit leuchtender Sohle der “Shit”. Heute MUSS (!) man ein Exemplar unser KangaROOS x Dandy Diary Schuhe besitzen, damit man auf dem Schulhof zu den coolen Kids gehört und nicht Gefahr läuft verprügelt zu werden.

RAF SIMONS scheint etwa zeitgleich erkannt zu haben, dass es Zeit für ein Revival von Schuhen mi ‘blinky blinky’ Elemente ist und entwarf die Adidas x Raf Simons Platform Lace mit leuchtenden Elementen.

Wer nicht genug Asche für RAF oder ROOS (beide nicht wirklich günstig) hat, kann bei TOPSHOP eine vergleichsweise günstige Alternative shoppen. Ein Schuh, bei dem die komplette Sohle leuchtet.

Der Schuhtrend wird, so unsere waghalsige Prognose, für 57 % weniger Verkehrsunfälle 2015 sorgen. Lights on!

 

 

LOOKBOOKS

VIDEO

FASHION SHOWS

 

New York Fashion Week: Hood by Air AW 2015

HOOD BY AIR präsentierte die neuen Kollektion “Daddy” in kellerartigen Räumlichkeiten in der Wall Street, dem Zentrum der Finanzen.

HBA Mastermind Shayne Oliver zeigte Klassiker der Mode wie Button-Down Shirts, Pullover und  Polo T-Shirts in der typischen Unisex Hood by Air Silhouette. So kam es zu Hybriden aus Poloshirt und Kleid. Oder Camel Coat und Tank Top.

Die Models trugen Schlösser vor dem Mund und Strumpfhosen über dem Kopf, wie ein Einbrecher. Der Soundtrack der Show Total Freedom wurde schlagartig beendet, es folgte Jazz, unterlegt mit einem Zitat der Show Empire:

“I wanna show you a faggot really can run this company”.

Wie sehr HBA auch in der Kunstwelt angekommen ist, zeigte sich an den Gästen der Show, unter anderem waren Klaus Biesenbach und Grace Coddington gekommen, um Olivers neue Arbeit zu begutachten.

Es scheint als wäre HBA, auch nach dem Diss von dem einstigen Supporter A$AP ROCKY, nach schwer angesagt.

 

 

 

LOOKS

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As usual terrifc setdesign at Henrik Vibskov!

#parisfashionweek