Der Tod zweier 90’s Ikonen

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Keith Flint

Luke Perry

Der 4. März 2019 – der Tag, an dem sowohl Prodigy Frontman Keith Flint als auch „90210“-Star Luke Perry starben – zwei Ikonen, die die 90’s prägten, jeder auf seine Art.

Perry, bekannt geworden als der rebellische Dylan McKay, starb im Kreise seiner Familie nach einem „massiven Schlaganfall“. Flint, allein, nach Suizid, in seinem Haus in Dunmow, seine Bandkollegen verkündeten per offiziellen Prodigy Instagram-Account seinen Tod:

„The news is true, I can’t believe I’m saying this but our brother Keith took his own life over the weekend, I’m shell shocked , fuckin angry , confused and heart broken ….. r.i.p brother Liam #theprodigy“ (verfasst von Prodigy Gründer Liam Howlett).

Bekannt wurde Flint als wild zappelnder, diabolisch drein blickender, gepiercter und geschminkter Elektro-Punk mit grün gefärbten Teufelshörnern. Als Prodigy 1997 mit „Firestarter“ weltweit Ruhm erlangten, war Luke Perry schon längst der Schwarm aller Mädchen:

Dylan McKay – goldener Ohrring, Lederjacke, schwarze Ray-Ban Wayfarer, Haare so schön wie James Dean, auf seinem Motorrad oder in seinem Porsche 356 Speedster – ein wortkarger, mysteriöser Rebell – der in der Serie als auch im realen Leben immer wieder mit Alkohol-Problemen kämpfte. Auch Keith Flint 1969 im Osten Londons geboren weit, weit weg von „Beverly Hills“ kämpfte zeitlebens mit dem Alkohol.

Und mit den Drogen, Kokain, XTC und Weed, Depressionen so groß, so dunkel, dass sie ihn schon früher daran denken ließen sich sein Leben zu nehmen, so verriet Flint einst dem „Mirror“. Zu Prodigy kam Flint ursprünglich als Tänzer, doch schnell wurde er zum Sänger und Gesicht der Band. 

Der Schrecken aller Eltern. Der diabolische Anti-Held, dessen Musikvideos teilweise so brutal waren, dass sie zensiert werden mussten, um die Jugend zu beschützen. BRAVO Poster von Dylan oder Brandon im Teenie-Zimmer sorgten für „keine Gespräche am Küchentisch“. Das war okay.

Das legendäre Musikvideo zu Prodigys „Smack my Bitch up“ hingegen wäre nichts für den gemeinsamen, sonntäglichen TV-Familienabend gewesen. Der Meilenstein der Musikvideo-Geschichte wurde aus der Ego-Perspektive gedreht, der wahnsinnige Held des Musikvideos frisst, säuft, kokst, fickt, bedrängt und schlägt Frauen – also nicht unbedingt Vorbild-Material für Heranwachsende.

Haben sich die Wege von Keith Flint und Luke Perry je gekreuzt? In der VIP-Area eines Prodigy Konzerts? Auf dem Rodeo Drive in LA? Wahrscheinlich nicht, die Welten der 90’s Ikonen waren zu weit von einander entfernt –  der „90210“ Beau und der „self inflicted, mind detonator“ mit den Teufelshörnern. 

Vielleicht ergibt sich ja hoch oben, auf Einlass wartend, vor Petrus Himmelspforte, die Chance auf ein Gespräch (sie sollten in etwa zeitgleich eintreffen). Ruhet in Frieden!

Category: #dandydiaryspace

Tags: Beverly 90210, Keith Flint, Luke Perry, Prodigy, Smack my Bitch up

Von: David Kurt Karl Roth

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