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NEWS

 

Der Deutsche Schuh-Index – Die Top 10 Lieblingsschuhe des ANWR

Mit einer guten Portion Verwunderung habe ich bei den Kollegen von Horstson einen Beitrag über Schuhe gelesen. Verwundert deshalb, weil dort die “Top 10 der Lieblingsschuhe der Deutschen” vorgestellt werden. Und natürlich wird sich ordentlich gegruselt vor der vermeintlichen Stillosigkeit der Deutschen.

Im Blog heißt es:

“Immer wenn die Top 10 der Lieblingsschuhe der Deutschen von Deutschen Schuh Index veröffentlicht wird, werde ich ganz sentimental – WARUM BLOGGEN WIR HIER TAG EIN, TAG AUS SO TOLLE SCHUHE UND ES HÄLT SICH EINFACH KEINER DRAN?”

Wir hier bei Dandy Diary wissen, dass die von uns vorgestellten Schuhe nicht immer unbedingt massenkompatibel sind und es in den meisten Fällen sicherlich auch nicht in eine Top 10-Liste der meistverkauften Schuhe Deutschlands schaffen werden. Doch dass der Schuhgeschmack der Deutschen so übel ist, dass es ein Schuh, wie das Modell “Schnürschuh” von Ecco auf Platz eins der Rangliste schaffen kann, das glauben nichtmal wir.

Ich habe also mal flott geschaut, woher dieses verrückte Ranking eigentlich stammt. Herausgeber des Indexes ist der Einkaufsverband Ariston-Nord-West-Ring, kurz ANWR. Befragt wurden etwa 3.500 Verkaufsstellen, allesamt Kunden beim ANWR. Wer sein Sortiment nicht über den Verband einkauft, was bis auf die 3.500 alle anderen Schuh- und Klamottengeschäfte in Deutschland sind, wird nicht befragt.

Wenn man sich dann noch mal anschaut, welche Marken bei dem Ranking am besten abschneiden – nämlich Ecco, Josef Seibel und Jomos – und im Anschluss einen kurzen Blick auf die Homepage des Deutschen Schuh Indexes wirft, sollten keine weiteren Fragen mehr offen bleiben. Unter der Überschrift “Unsere Marken” stehen die Logos von, wer hätte das gedacht, Ecco, Josef Seibel und Jomos.

Auf der Homepage des ANWR wird der Deutsche Schuh Index dann auch folgerichtig unter der Rubrik “Marketing” geführt. Die Pressesprecherin des ANWR war heute leider nicht mehr zu erreichen. Sie hätte mir bestimmt gerne erklärt, wie genau das Ranking ermittelt wird – oder ob vielleicht doch einfach nur die Bestellungen der 3.500 Schuhgeschäfte zusammengezählt wurden.

Wie dem auch sei. Wir können jedenfalls aufatmen, zumindest ein bißchen. Denn das Modell “Schnürschuh” der Marke Ecco ist wahrscheinlich nicht das meistverkaufte Schuhmodell Deutschlands, wahrscheinlich ist es das Modell “Converse Chuck Taylor” von Nike. Auch schlimm.

 

(Übrigens haben auch seriöse Medien wie Die Welt und die Textilwirtschaft schon über den Deutschen Schuh Index berichtet.)

FASHION SHOWS

TRENDS

 

Berghain-Grufti-Look: Bitte fahren Sie weiter, das ist Fledermausland

Es ist ja nicht so, dass schwarz unbedingt die schlechteste aller Farben wäre, um sich modisch zu kleiden. Oft bis immer liegt man damit ganz einfach – nun ja – goldrichtig. Aber so nicht. So ganz bestimmt nicht mehr:

Sich wie eine Fledermaus zu kleiden, also mehrere Bahnen schwarzen Stoffs lagig übereinanderzulegen, einen langen schwarzen Mantel über einem langen schwarzen Pullover über  einem langen schwarzen Hemd zu tragen, das macht man einfach nicht mehr. Das ist drüber, das ist vorbei. 

Und das gilt für Jungs wie für Mädchen, weil dieser Look ja ohnehin vor allem unisex ist. Der Fledermaus sieht man ihr Geschlecht nicht immer an.

Einzig an großen schwarzen Hüten, die häufig von den Fledermausdamen in Kombination mit großen Mänteln getragen werden, meint man das Geschlecht erkennen zu können. Hin und wieder greifen aber auch die Jungs dazu, was es nicht besser macht – und die Geschlechterunterscheidung dann doch wieder nahezu unmöglich.

Doch genau dieser Look aus Hut und Schlabbergewand sollte Bitteschön ab sofort wieder gealterten Ex-Models mit kilometerlangen Beinen und schlohweißem Haar vorbehalten sein – und nicht jungen Berghain-Touristinnen auf einer halben Pille und etwas Ketamin.

Besonders albern wird der Look übrigens jetzt, wo der Sommer schneller heraneilt als die Mode-Boutiquen ihre Kollektionen austauschen können. Wer bei Sonnenschein im Park in einen schwarzen Umhang gehüllt sitzt und seine Füße in die hunderte Euro teuren Lederstiefel schwitzen lässt, möge doch bitte hören:

Leder ist nicht mehr angesagt, Lagen sind nicht mehr angesagt, große Hüte sind nicht mehr angesagt. Hört auf zu schwitzen. Wir sind doch längst weiter. 

Schwarz, na klar, geht immer noch. Aber dann doch bitte sportlich, modern, mit Kunstfasern. Von Nike, von Adidas, auch von Porsche Design. Die Produkte können momentan nicht futuristisch genug sein. Dass das nicht mit einem Schlapphut und dem Fledermausmantel zusammenpasst, weiß selbst Rick Owens: Der Erfinder des düsteren Gothic-Looks hat für Adidas hypermoderne Running-Schuhe entworfen und in seiner jüngsten Frauenkollektion erstmals auch so etwas wie Hollywood-Glamour in Form von goldenen Pailletten und funkelnden Mustern gezeigt. Wie eine Fledermaus sieht das nun wirklich nicht mehr aus.

Von: Jakob

 

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