
Das, nun ja, recht gewagte Outfit, orangefarbener Overall, lederne Fliegerhaube, Harness und sportliche Brille , haben keine modischen GrĂźnde. Nein. Ausnahmsweise waren es funktionelle BeweggrĂźnde, die mich zur Auswahl meiner Garderobe zwangen.Â
Denn ich bin heute aus einem Flugzeug gesprungen. 4000 Meter. Eine extravagante Garderobe ist da deplatziert. Ich bin nicht allein gesprungen, nein, natĂźrlich nicht. Es war ein Tandem mit Lars, einem Sprunglehrer. Er trug Vans Schuhe, eine Holzperlenkette um den Hals und einen feschen Kurzhaarschnitt.
Auf 3500 Metern, kurz vor der Exit Zone, flĂźsterte Lars zärtlich in mein Ohr: “Setz dich auf meinen SchoĂ”. Es ist lange her, dass ein Mann derartiges von mir verlangte. Doch ich tat, was getan werden muss.Â
Wir waren die letzten Springer im Flieger. Ich lehnte mich zurĂźck, legte mein Kopf auf Lars durchtrainierte Brust. Mein Herz pochte. Dann fielen wir.Â
Dieser Beitrag wurde am Sonntag, Mai 27th, 2012 um 11:16 publiziert. es ist abgelegt unter Shot of Yesterdayund verschlagwortet mit angst, Basejumping, Fallschirm, Nike Schuhe, overall, Panik. Du kannst die Antworten zu diesem Beitrag Ăźber den RSS 2.0 Feed verfolgen.
