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NEWS

 

Das war 2011 – Der große Dandy Diary Jahresrückblick (3/4)

Nachdem wir uns in den vergangenen beiden Tagen bereits auf die erste Jahreshälfte 2011 einen runtergeholt haben, geht es heute weiter mit dem dritten Quartal.

Das wichtigste Ereignis der internationalen Modebranche im Jahr 2011 fand dann auch in dieser Zeit statt. Natürlich handelte es sich dabei nicht um die Berliner Fashion Week – sondern um das neue Design von Dandy Diary. Nach monatelangen Briefings, Diskussionen und Zickereien konnten wir pünktlich zur Sommersonnenwende oder dergleichen unser brandneues, schwarz-weißes Layout präsentieren. Mittlerweile haben wir uns schon so sehr daran gewöhnt, dass wir gar nicht mehr wissen, wie unsere Homepage früher aussah. Irgendein alter Mann mit Bart war darauf zu sehen oder so. Egal.

Weiter geht’s mit der Rückschau.

Juli 2011

Der Juli war nicht nur geprägt von einer relativen Hitze, sondern natürlich auch von der Berliner Fashion Week. Aufgewärmt hatten wir uns für dieses kulturelle Großereignis bereits in München, bei unserer gemeinsamen Party mit Patrick Mohr. Dementsprechend trinkfest starteten wir in die Modewoche.

Wie bereits in der Saison zuvor, empfohlen wir “Drei Must-Go-Shows“. Weil in Berlin aber nicht immer nur schöne Mode, sondern ganz oft auch total ätzender Käse gezeigt wird, veröffentlichten wir zusätzlich noch eine Warnung: “Drei No-Go-Shows“.

Für all diejenigen, die sich nicht in eine der Fashion-Shows reinschleichen wollten, haben wir ausserdem ein kleines Party-Kompendium zusammengetragen. Wir waren selbstverständlich auf allen genannten Partys und haben sicher eine Menge neuer Kontakte geknüpft. Sollte sich jemand an Gespräche, Situationen oder Pöbeleien erinnern, wären wir für Aufklärung höchst dankbar.

Zur Fashion Week reisen immer wieder hunderte Menschen aus ganz Deutschland und etwa zwei bis drei Leute aus anderen Ländern an. Um diesen Reisenden ihr Leben zu erleichtern, schrieben wir darüber, wie man stilvoll reist. Diese Regeln gelten bis heute. Ach, was sag ich: für immer! Ein Auszug: “Handgepäck heißt Handgepäck, weil man es mit nur einer Hand tragen kann.”

Das alles überstrahlende Highlight der Berliner Fashion Week war Superstar und Louis Vuitton-Designer Marc Jacobs. Wir schnappten uns den Oberschwuli und fragten ihn unter anderem nach Proteinshakes. Doch eine Frage vergaßen wir – und die konnte uns nichtmal der Oberbürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, beantworten: Was trägt Marc Jacobs unter seinem Rock?

Interessante Shows gab es neben all dem Trubel um Jacobs, MCM und Sex-Prolls auch zu sehen. Wir haben über Patrick Mohr, Patrizia Pepe und Wood Wood berichtet. Unser Fazit zur Fashion Week fiel dann, trotz der wenigen gezeigten Herrenmode, eher positiv aus. Wir sind sehr zuversichtlich.

Einige Tage nach der Fashion Week reisten wir gemeinsam mit Jessi von LesMads und ihrer Freundin Ari, die nach dem ersten Tag nicht mehr aufzuspüren war, zum Melt!-Festival. Das war natürlich irre gut, obwohl es ja in Ostdeutschland ist und Essen, Freundlichkeit und Dialekt dementsprechend fürchterlich waren. Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß. Auch wenn uns die dreitägige Feierei wohl je zehn Lebensjahre gekostet haben dürfte.

Drei Dinge, die wir im Juli ganz besonders gut fanden (und auch heute noch irre geil finden): Herrenröcke, Knaben, Brustbeutel

Unser “Dandy of the Week”-Gewinner: Hugh Hefner

Unser meistgelesener Juli-Artikel: “Berlin Fashion Week – Drei No-Go-Shows”

 

August 2011

Im August fand die Fashion Week in Kopenhagen statt. Selbstverständlich waren wir vor Ort und haben über die schönen Dänen berichtet.

Dem Medium “Spreewild – Die Jugend- und Schule-Seite der Berliner Zeitung” haben wir ein kurzes Interview gegeben, in dem ich verrate, worum es bei Dandy Diary wirklich geht, wo ich mich sonst so im Internet rumtreibe, was unser meistgelesener Artikel ist, welcher Artikel viel mehr Beachtung braucht – und wer uns so alles Liebesbriefe schickt.

David hat uns derweil erklärt, wie man richtig reinsteckt. Nicht unwichtig zu wissen.

Einen bildschönen Rimowa-Koffer haben wir zum Anlass genommen, einen zickigen Twitter-Dialog von David und mir zu rekonstruieren.

Noch vor seinem Tod haben wir die besten Looks des gestürzten Diktators Gaddafi zusammengestellt. Finden wir, jetzt, wo er tot ist, übrigens immer noch nicht geschmacklos.

Außerdem haben wir im August den Hip Hop-Erfinder Grandmaster Flash zwei Tage lang begleitet und den grimmigen Kerl interviewt. Einige Fragen sind dabei offen geblieben – und müssen dringend im kommenden Jahr beantwortet werden.

David bat im August um Folgendes: Look at me!

Der eigentliche Kracher im August war aber die wohl wahnsinnigste Enthüllung, die es jemals auf Dandy Diary gab (abgesehen von der Sex-Sache mit Wowereit und Michalsky): Wir deckten schonungslos die skurpellosen Machenschaften des Textilmultis H&M auf und titelten “H&M schummelt im Online-Shop“. Allein das dazu erstellte Bewegtbild hätte beinahe zum Ende der Freundschaft zwischen David und mir geführt. Im Zusammenhang mit dieser Recherche habe ich nicht nur dutzende Gespräche mit Heidi Klums Mutter, einigen dubiosen Model-Agenten aus München, dem Spiegel und der unprofessionellen Presseabteilung von H&M selbst geführt, sondern auch hunderte Online-Shop-Bilder gesichtet. Ich kenne mich dort jetzt vermutlich besser aus, als jeder kaufsüchtige Powershopper.

Genützt hat das aber alles nichts. Unsere total geile Enthüllung verpuffte ziemlich. Einige Monate später berichteten dann erste Zeitungen über dieselbe Thematik. Uns erwähnte natürlich niemand. Unser Denkmal in Sachen investigativen Journalismus’ müssen wir uns also selbst bauen. Nun gut. Machen wir. Morgen. Vielleicht.

Drei Dinge, die wir im August ganz besonders gut fanden (und auch heute noch irre geil finden): Tribals, Latzhosen, Ethno-Muster

Unser “Dandy of the Week”-Gewinner: Christian von Boetticher

Unser meistgelesener August-Artikel: H&M schummelt im Online-Shop

 

September 2011

Im September fanden die Fashion Weeks London und Madrid statt. Wir waren bei beiden und haben die schönsten Besucher und die besten Shows fotografiert.

Besonders abgefahren sind wir im September auf das spanische Model Jon Kortajarena. Erst haben wir ihn tagelang auf mannshohen H&M-Werbeplakaten angegiert - und dann zum Interview gebeten.

Ebenfalls interviewt haben wir den spanischen Blogger Prince Pelayo, die alte Zicke.

In London besuchten wir den brandneuen Ben Sherman-Store und schrieben einen Shopping-Guide für den wohl hippsten Ort dieser Welt: East London.

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung kürte uns zu einem der allertollsten Blogs auf der ganzen Welt. Das fanden wir so schön, dass wir uns über dem Magazin ergossen haben. Mehrfach.

Die Ehrung durch das SZ-Magazin bewahrte uns aber leider nicht vor den Widrigkeiten des stinknormalen Lebens: Wir wurden verklagt. 3.000,- Euro stottern wir seither in kleinstmöglichen Raten mit ständigem Zahlungsverzug ab. Das macht keinen Spaß.

Sollten wir einen der zuständigen Anwälte oder jemand anderen, der mit dieser Klage in Zusammenhang steht, jemals irgendwo treffen, können wir demjenigen nur wünschen, dass wir betrunken genug sind, uns an gar nichts zu erinnern.

Drei Dinge, die wir im September ganz besonders gut fanden (und auch heute noch irre geil finden): Asics, Pigalle-Shirts, Müllmänner

Unser meistgelesener September-Artikel: LesMads: Die Königin verlässt ihren Hofstaat

 

Das war also das dritte Quartal 2011. Ein wildes Quartal. Viel los. Wow! Wir sind selbst so dermaßen beeindruckt, dass wir uns jetzt ersmtal hinlegen müssen. Verarbeiten, schlafen, onanieren.

FASHION SHOWS

 

In Hedis Hood: Saint Laurent Show in “Los Angeles”

Der Mann, der Yves Saint Laurent das “Yves” nahm, und Millionen-Umsätze bescherte, hat gestern Abend in seiner schwer angesagten Hood Los Angeles eine Off-Season Show für all seine VIP-Freunde und ausgelesene Journalisten präsentiert.

Zu Ehren Slimane kamen Lady Gaga, Courtney Love, Lenny Kravitz, Sky Ferreira, CL, und, und – um in der Frontrow der seit den 1940er Jahren bestehenden Konzerthalle Hollywood Palladium Platz zu nehmen.

Sie bekamen eine von den Sixties inspirierte Kollektion und Show zu sehen – typisch für Slimane, der sich zum Ende, langhaarig, rockig, feiern ließ. Slimane ließ seine Indie-Model-Musen Staz Lindes, Lida Fox und Lilli Summer, um seine von seinem Stil-Idol Mick Jagger inspirierten Looks der extrem hippen Crowd vorzuführen.

Nach der Show performten noch Beck, Joan Jett und uns unbekannte Acts The Sloths, Cherry Glazerr und Allah-Las. It’s all about music!

 

SPECIAL

 

Body Shaming: Britisches Label zwingt Models zum Essen

Das britische Label Rose & Willard, von dem wir bisher noch nicht einmal den Namen kannten, wird in Zukunft jedes Model dazu zwingen, eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, bevor es für Haus arbeitet.

Damit will die Gründerin von Rose & Willard, eine gewisse Heidy Rehman, die Models vor der aus ihrer Sicht dämonenhaften Branche schützen.

“Yes, it’s a form of nannying but we feel we have a responsibility to protect these young women from an industry which we believe can leave them exploited and puts them under pressure to starve themselves and damage their health and wellbeing,” sagt die selbsternannte Ernährungsexpertin.

Ablaufen soll das Ganze wie folgt: Unter Aufsicht von Mitarbeitern des Labels (oder vielleicht sogar der Chefin höchstpersönlich) müssen die Models eine Mahlzeit zu sich nehmen. Dabei ist es den Mädchen weder erlaubt, die Nahrungsaufnahme zeitlich zu verschieben, noch lassen die harten Aufseher „kleine Häppchen“ durchgehen.

Verweigert sich ein Model dem beaufsichtigten Dinner, so wird weder das Mädchen selbst noch die Modelagentur für den Job bezahlt.

Damit ist – nachdem in Frankreich bereits ein umstrittenes Gesetz gegen „Magenmodels“ erlassen wurde – ein ganz neues Ausmaß von Body Shaming und generellen Unterstellungen erreicht.

Die erzwungene Nahrungsaufnahme impliziert, jedes Model hätte seine Ernährung nicht im Griff und bräuchte Unterstützung und Aufsicht beim Essen.

Das ist nicht nur eine beispiellose Respektlosigkeit gegenüber kerngesunden, von Natur aus schlanken Mädchen. Es hilft den tatsächlich magersüchtigen Models auch überhaupt nicht weiter. Ganz im Gegenteil:

Sie werden erneut mit der ignoranten Haltung gegenüber ihnen und ihrer Krankheit konfrontiert, die Heidy Rehman der Modebranche unterstellt und mit ihrem Schritt doch eigentlich bekämpfen will.

Wir sind erschrocken über so wenig Feingefühl von den eigentlich so zuvorkommenden Briten.

Text: David Jenal

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