arrow-left-black arrow-right-black arrow-white-down arrow-white-up dd-logo-header-large-white dd-logo-header de en fi-x matrix-arrow-left matrix-arrow-right matrix-icon search-icon share-facebook share-google_plusone_share share-pinterest_share share-twitter social-icon-facebook social-icon-instagram social-icon-twitter

NEWS

 

Das war 2011 – Der große Dandy Diary Jahresrückblick (3/4)

Nachdem wir uns in den vergangenen beiden Tagen bereits auf die erste Jahreshälfte 2011 einen runtergeholt haben, geht es heute weiter mit dem dritten Quartal.

Das wichtigste Ereignis der internationalen Modebranche im Jahr 2011 fand dann auch in dieser Zeit statt. Natürlich handelte es sich dabei nicht um die Berliner Fashion Week – sondern um das neue Design von Dandy Diary. Nach monatelangen Briefings, Diskussionen und Zickereien konnten wir pünktlich zur Sommersonnenwende oder dergleichen unser brandneues, schwarz-weißes Layout präsentieren. Mittlerweile haben wir uns schon so sehr daran gewöhnt, dass wir gar nicht mehr wissen, wie unsere Homepage früher aussah. Irgendein alter Mann mit Bart war darauf zu sehen oder so. Egal.

Weiter geht’s mit der Rückschau.

Juli 2011

Der Juli war nicht nur geprägt von einer relativen Hitze, sondern natürlich auch von der Berliner Fashion Week. Aufgewärmt hatten wir uns für dieses kulturelle Großereignis bereits in München, bei unserer gemeinsamen Party mit Patrick Mohr. Dementsprechend trinkfest starteten wir in die Modewoche.

Wie bereits in der Saison zuvor, empfohlen wir “Drei Must-Go-Shows“. Weil in Berlin aber nicht immer nur schöne Mode, sondern ganz oft auch total ätzender Käse gezeigt wird, veröffentlichten wir zusätzlich noch eine Warnung: “Drei No-Go-Shows“.

Für all diejenigen, die sich nicht in eine der Fashion-Shows reinschleichen wollten, haben wir ausserdem ein kleines Party-Kompendium zusammengetragen. Wir waren selbstverständlich auf allen genannten Partys und haben sicher eine Menge neuer Kontakte geknüpft. Sollte sich jemand an Gespräche, Situationen oder Pöbeleien erinnern, wären wir für Aufklärung höchst dankbar.

Zur Fashion Week reisen immer wieder hunderte Menschen aus ganz Deutschland und etwa zwei bis drei Leute aus anderen Ländern an. Um diesen Reisenden ihr Leben zu erleichtern, schrieben wir darüber, wie man stilvoll reist. Diese Regeln gelten bis heute. Ach, was sag ich: für immer! Ein Auszug: “Handgepäck heißt Handgepäck, weil man es mit nur einer Hand tragen kann.”

Das alles überstrahlende Highlight der Berliner Fashion Week war Superstar und Louis Vuitton-Designer Marc Jacobs. Wir schnappten uns den Oberschwuli und fragten ihn unter anderem nach Proteinshakes. Doch eine Frage vergaßen wir - und die konnte uns nichtmal der Oberbürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, beantworten: Was trägt Marc Jacobs unter seinem Rock?

Interessante Shows gab es neben all dem Trubel um Jacobs, MCM und Sex-Prolls auch zu sehen. Wir haben über Patrick Mohr, Patrizia Pepe und Wood Wood berichtet. Unser Fazit zur Fashion Week fiel dann, trotz der wenigen gezeigten Herrenmode, eher positiv aus. Wir sind sehr zuversichtlich.

Einige Tage nach der Fashion Week reisten wir gemeinsam mit Jessi von LesMads und ihrer Freundin Ari, die nach dem ersten Tag nicht mehr aufzuspüren war, zum Melt!-Festival. Das war natürlich irre gut, obwohl es ja in Ostdeutschland ist und Essen, Freundlichkeit und Dialekt dementsprechend fürchterlich waren. Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß. Auch wenn uns die dreitägige Feierei wohl je zehn Lebensjahre gekostet haben dürfte.

Drei Dinge, die wir im Juli ganz besonders gut fanden (und auch heute noch irre geil finden): Herrenröcke, Knaben, Brustbeutel

Unser “Dandy of the Week”-Gewinner: Hugh Hefner

Unser meistgelesener Juli-Artikel: “Berlin Fashion Week – Drei No-Go-Shows”

 

August 2011

Im August fand die Fashion Week in Kopenhagen statt. Selbstverständlich waren wir vor Ort und haben über die schönen Dänen berichtet.

Dem Medium “Spreewild – Die Jugend- und Schule-Seite der Berliner Zeitung” haben wir ein kurzes Interview gegeben, in dem ich verrate, worum es bei Dandy Diary wirklich geht, wo ich mich sonst so im Internet rumtreibe, was unser meistgelesener Artikel ist, welcher Artikel viel mehr Beachtung braucht – und wer uns so alles Liebesbriefe schickt.

David hat uns derweil erklärt, wie man richtig reinsteckt. Nicht unwichtig zu wissen.

Einen bildschönen Rimowa-Koffer haben wir zum Anlass genommen, einen zickigen Twitter-Dialog von David und mir zu rekonstruieren.

Noch vor seinem Tod haben wir die besten Looks des gestürzten Diktators Gaddafi zusammengestellt. Finden wir, jetzt, wo er tot ist, übrigens immer noch nicht geschmacklos.

Außerdem haben wir im August den Hip Hop-Erfinder Grandmaster Flash zwei Tage lang begleitet und den grimmigen Kerl interviewt. Einige Fragen sind dabei offen geblieben – und müssen dringend im kommenden Jahr beantwortet werden.

David bat im August um Folgendes: Look at me!

Der eigentliche Kracher im August war aber die wohl wahnsinnigste Enthüllung, die es jemals auf Dandy Diary gab (abgesehen von der Sex-Sache mit Wowereit und Michalsky): Wir deckten schonungslos die skurpellosen Machenschaften des Textilmultis H&M auf und titelten “H&M schummelt im Online-Shop“. Allein das dazu erstellte Bewegtbild hätte beinahe zum Ende der Freundschaft zwischen David und mir geführt. Im Zusammenhang mit dieser Recherche habe ich nicht nur dutzende Gespräche mit Heidi Klums Mutter, einigen dubiosen Model-Agenten aus München, dem Spiegel und der unprofessionellen Presseabteilung von H&M selbst geführt, sondern auch hunderte Online-Shop-Bilder gesichtet. Ich kenne mich dort jetzt vermutlich besser aus, als jeder kaufsüchtige Powershopper.

Genützt hat das aber alles nichts. Unsere total geile Enthüllung verpuffte ziemlich. Einige Monate später berichteten dann erste Zeitungen über dieselbe Thematik. Uns erwähnte natürlich niemand. Unser Denkmal in Sachen investigativen Journalismus’ müssen wir uns also selbst bauen. Nun gut. Machen wir. Morgen. Vielleicht.

Drei Dinge, die wir im August ganz besonders gut fanden (und auch heute noch irre geil finden): Tribals, Latzhosen, Ethno-Muster

Unser “Dandy of the Week”-Gewinner: Christian von Boetticher

Unser meistgelesener August-Artikel: H&M schummelt im Online-Shop

 

September 2011

Im September fanden die Fashion Weeks London und Madrid statt. Wir waren bei beiden und haben die schönsten Besucher und die besten Shows fotografiert.

Besonders abgefahren sind wir im September auf das spanische Model Jon Kortajarena. Erst haben wir ihn tagelang auf mannshohen H&M-Werbeplakaten angegiert - und dann zum Interview gebeten.

Ebenfalls interviewt haben wir den spanischen Blogger Prince Pelayo, die alte Zicke.

In London besuchten wir den brandneuen Ben Sherman-Store und schrieben einen Shopping-Guide für den wohl hippsten Ort dieser Welt: East London.

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung kürte uns zu einem der allertollsten Blogs auf der ganzen Welt. Das fanden wir so schön, dass wir uns über dem Magazin ergossen haben. Mehrfach.

Die Ehrung durch das SZ-Magazin bewahrte uns aber leider nicht vor den Widrigkeiten des stinknormalen Lebens: Wir wurden verklagt. 3.000,- Euro stottern wir seither in kleinstmöglichen Raten mit ständigem Zahlungsverzug ab. Das macht keinen Spaß.

Sollten wir einen der zuständigen Anwälte oder jemand anderen, der mit dieser Klage in Zusammenhang steht, jemals irgendwo treffen, können wir demjenigen nur wünschen, dass wir betrunken genug sind, uns an gar nichts zu erinnern.

Drei Dinge, die wir im September ganz besonders gut fanden (und auch heute noch irre geil finden): Asics, Pigalle-Shirts, Müllmänner

Unser meistgelesener September-Artikel: LesMads: Die Königin verlässt ihren Hofstaat

 

Das war also das dritte Quartal 2011. Ein wildes Quartal. Viel los. Wow! Wir sind selbst so dermaßen beeindruckt, dass wir uns jetzt ersmtal hinlegen müssen. Verarbeiten, schlafen, onanieren.

LOOKS

LOOKBOOKS

SPECIAL

TRENDS

 

No-Go: Coat Slinging!

Vor ein paar Jahren begannen Streetstyle-Koryphäen damit ihre Jacken, Jacketts oder Mäntel lässig über den Schultern zu tragen, statt die Arme durch die Ärmel zu stecken. Im Fachterminus nannte man das dann “Coat Slinging”.

Kürzlich hat die BUNTE (!) über den Styling-Trend geschrieben. “Coat Slinging” ist somit also offiziell ein “No-Go”. Also: liebe Freunde des guten Geschmacks, bitte steckt eure Arme fortan wieder in die Ärmel.

Denn ein Ärmel ohne Arm, dass ist wie Justin O’Shea ohne Veronika, wie Cara Delevigne ohne Augenbrauen: irgendwie unvollständig.

2008 hat Scott Schuman (aka: The Sartorialist) den ersten Fall von “Coat Slinging” aufgedeckt und auf seinem Blog veröffentlicht, daraufhin brach eine Epidemie aus, von der sich die Modewochen bis heute nicht erholt haben.

Doch jetzt ist mal wieder gut: bitte zieht eure Jacketts wieder anständig an! Andernfalls wirkt ihr wie ein schwuler Modejournalist aus dem Jahr 2010 (der heute auch wieder seine Arme durch die Ärmel steckt).

INSTAGRAM

10843758_1584039655160079_140494486_n

Dandy Diary mobile office touched down in Austria

VIDEO

FASHION SHOWS