Das schleichende Ende der BREAD & BUTTER: unbekannte Marken und der Weg von einer Messe zum “Mode Festival”

Hier nebenstehend im Bild sehen wir die Namen aller Marken, die auf der kommenden BREAD & BUTTER, einst wichtigste Streetwear-Messe der Welt, ausstellen werden. Wer mehr als drei Marken kennt, hebe bitte die Hand!

Es ist ein Trauerspiel, was mit der einst so breitbeinigen, arschkoolen Modemesse BREAD & BUTTER passiert: Terminverschiebungen, Ortsverschiebungen, Verlagerung ins Ausland, Rückkehr nach Deutschland, Absage, ein halb-offener Bettelbrief, Insolvenz, Mini-Protest-Messe, Voting über einen Neustart – und zuletzt der Verkauf der kompletten Messe an den Online-Händler ZALANDO.

Die BREAD & BUTTER war noch vor wenigen Saisons tonangebend in der Branche, ihr Chef Karl-Heinz Müller berühmt berüchtigt für seinen eher eigenen, polternden Führungsstil. Viel ist davon nicht mehr geblieben. Kastriert durch einen Insolvenzverwalter, schleppt sich die BBB ins Verderben. Von den in dieser Saison ausstellenden Marken ist keine wirklich bekannt, keine wichtig oder gar Trend setzend. Den Besuch der Messe, auf der einst riesige Installationen gebaut wurden, um die Einkäufer aus aller Welt zu beeindrucken, kann man sich getrost schenken.

Neu-Besitzer ZALANDO will die BREAD & BUTTER ab 2016 ohnehin in ein “Mode Festival” verwandeln und für ein breites Publikum, sprich: für ZALANDO-Käufer, öffnen. Ihre Strahlfunktion für eine gesamte Branche und den Modestandort Berlin wird die BREAD & BUTTER damit höchstwahrscheinlich nicht halten können.

Category: News

Von: Carl Jakob Haupt

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