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Das endgültige Ende der Nerd-Brille: Kim Jong Il ist tot

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Il ist gestorben und die ganze Welt trauert – leider nicht. Doch wir trauern. Denn mit Il, wie der Despot wohl mit Nachnamen hieß, ist einer der modebewusstesten Politiker des vergangenen Jahrhunderts gestorben. Wir wählten ihn einst auf Platz 3. der am besten angezogenen Diktatoren.

Warum das so ist, beziehungsweise war, erklären wir gern:

Kim Jong Il ließ sich nicht nur bereits einen Undercut schneiden, als wir noch dachten, das sei der hässlichste Haarschnitt auf der ganzen Welt (was er übrigens jetzt auch wieder ist). Nein, er trug auch seit Jahren Plateau-Absätze und griff damit dem Trend der Prada-Brogues vorweg. Außerdem liebte Il den Purismus der 1990er Jahre, den er immer wieder gern in khaki-farbenen Jacke-Hose-Kombinationen zeigte.

Doch Kim Jong Il wird uns vor allem als vehementer Verfechter und Vorreiter in Sachen Nerd-Brille in Erinnerung bleiben. Denn niemand trug diese überdimensionierte Brillenform mit so viel Verve und Stil wie Il. Nicht einmal Terry Richardson.

Da wir Kim Jong Il trotz mehrmaliger Interviewanfragen beim nordkoreanischen Ministerium für Volksaufklärung niemals persönlich treffen konnten, können wir über die Hintergründe seiner Brillenwahl nur spekulieren. Wir gehen aber davon aus, dass Il bewusst den Nerd-Look gewählt hat, um auf seine internationale Isolation im Staatenbund hinzuweisen. Denn, wie der aufmerksame Zeitungsleser weiß: Kim Jong Il hatte auf dem politischen Parkett nicht sonderlich viele Freunde. Er wurde weder mit High Five von Barack Obama begrüßt, noch durfte er auf dem Wiener Opernball tanzen oder sich an Angela Merkels Riesen-Dekolleté anschmiegen. Also trug Il die Uniform des Losers, den
Look des Außenstehenden, des Vergessenen. Ganz so, wie es tausende andere Nerds weltweit auch tun, um sich durch die Selbststigmatisierung vor dem negativen Urteil der Masse zu schützen.

Doch damit ist jetzt Schluss. In Gedenken an Kim Jong Il möchten wir nun das endgültige Ende des Nerd-Looks verkünden. Denn mit Il hat die Bewegung ihren geistigen Führer und Vordenker verloren.

Außerdem – und das sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben – ist der Nerd-Look mittlerweile nun wirklich out. Pfui!

FASHION SHOWS

TRENDS

 

C’est cool: Patagonia Fleecepullover

Der Fleecepullover von PATAGONIA ist neben den TEVA Sandals das wichtigste Bekleidungsstück eines Normcorers.

Der Normcore Trend hat die US-Outdoormarke in die Trendbezirke dieser Welt katapultiert. Eine Entwicklung, die so für den Gründer Yvon Chouinard sicherlich nicht absehbar war, als er in den 60er Jahren mit dem Verkauf von Kletterhaken begann. Erst später kam Patagonia – seine Bekleidungsmarke hinzu.

Chouinard sorgte mit seiner Marke dafür, dass Bergsteiger in Pullovern aus Synthetikstoffen, in knallig-bunten Farben die Berge hinauf kraxelten, zuvor trugen sie farblose, feuchtigkeitsabsorbierenden Schichten von Baumwolle, Wolle und Daunen.

Das ultra-scharfe Logo, welches ihr immer gut sichtbar tragen solltet, damit auch erkannt wird, welche Marke ihr tragt, stellt die Silhouette des Fitz Roy – einem Berg, welcher in den argentinisch-chilenischen Anden gelegen ist – dar.

Man darf davon ausgehen, dass der Übertrend Normcore uns noch ein paar Saisons begleiten wird. Daher wäre ein Fleece Pullover von Patagonia sicherlich nicht die schlechteste Investition.

 

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You cant go wrong with a black sneaker that looks like a snubnosed revolver. Our pick of the day Adidas ZX 500 2.0 black snake

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