Das Ende der Männermodewochen!?

Sommer 2012 fand erstmalig die London Collections: Men statt.

Ein Meilenstein für die Männermode. Jahre später zog auch New York mit einer separaten Mens Fashion Week nach. Man zollte dem – im Vergleich zur Womenswear – schneller wachsenden Männermodemarkt Tribut.

Doch in der Zeit des Umbruchs – in der immer mehr Labels ihre Womens & Mens Shows zusammenlegen, droht das Ende der Männermodewochen.

Denn – auch wenn der Männermodemarkt in den letzten Jahren extrem zugelegt hat, in puncto Umsatz und Aufmerksamkeit, ist der Frauenmarkt für die Brands, deren Modemacher sowohl Männer als auch Frauen Designs entwerfen, immer noch wichtiger.

Weil noch immer deutlich umsatzstärker. Gucci hat im April angekündigt, dass sie ab nächstem Jahr ihre Menswear und Womenswear Shows zusammenlegen werden und fortan während der Milano Moda Donna zeigen werden.

Bereits 10 Brands haben ihre Show während der diesjährigen Mailänder Männermodewoche abgesagt: Calvin Klein, Bottega Veneta etc.

Öffentlichkeitswirksam haben auch Burberry und Tom Ford am Anfang des Umbruchs verkündet, dass sie fortan ihre Shows zusammenlegen werden.

Burberry wird fortan ausschließlich auf der London Fashion Week ihre neusten Designs zeigen, nicht mehr auf London Collections: Men.

Fraglos: Eine Trennung nach Geschlecht ist nicht mehr zeitgemäß, außerdem wirtschaftlich nicht sinnig, durch die Zusammenlegung sparen sich die Marken die Kosten für zwei kostspielige Fashion Shows pro Jahr (oft sind es noch mehr: Resort-Kollektionen).

Doch welch langfristigen, drastischen Folgen diese Entwicklung für die Männermode haben wird, lässt sich bereits jetzt erahnen.

Category: News

Tags: Männermodewochen

Von: David Kurt Karl Roth

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