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Dandy of the Week: Wolfgang Beltracchi

Unser Dandy of the Week: Wolfgang Beltrachhi.

Der 63-jährige Maler ist der wohl begnadetste bekannte Kunstfälscher unserer Zeit. Im Oktober ist er zu sechs Jahren Haft im offenen Vollzug verurteilt worden. Allerdings wurde er “nur” wegen 14 gefälschten Bildern verurteilt. Die allerdings sollen ihm knapp 16 Millionen Euro gebracht haben.

“Nur” deshalb, weil Beltracchi in seiner “Karriere” wahrscheinlich hunderte Bilder von etwa 50 Künstlern gefälscht hat. Darunter Bilder von Max Pechstein, Max Ernst, Fernand Léger, Heinrich Campendonk und André Derain.

Beltracchi, der koole Angeber, sagte in einem Spiegel-Interview (10/2012) zu seiner Begabung: “Ich kann alles malen. Leonardo? Natürlich. Aber Warum? Kann man nicht verkaufen. (…) Ich habe das Besondere eines Künstlers erkannt, um es vielleicht noch ein wenig besser zu machen, als er es selbst geschafft hat.”

Und so war es tatsächlich: Beltracchis Campendonk-Fälschungen haben dazu geführt, dass sich die Preise für Campendonks verdreifacht haben. Die Witwe des surrealistischen Malers Max Ernst sagte über eine Fälschung Beltracchi, dass dies der schönste Max Ernst sei, den sie je gesehen habe. Total geil.

Beltracchi hat dabei immer frei gemalt und eben nicht eine Skizze projiziert und dann abgemalt: “Ärgerlich macht mich das. Das sind doch nur nachträgliche, ärmliche Erklärungsversuche von Experten, die die Bilder jahrelang hochgelobt haben.”

Doch Beltracchi war nicht nur Maler, sondern wusste auch das durch seine Kunstfälschungen ergaunerte Geld adäquat auszugeben: In Frankreich gehörte ihm ein 28 Hektar großes Weingut und allein der Swimmingpool seiner Freiburger Villa hat 700.000,- Euro gekostet.

In den 1970er Jahren lebte der Hippie Beltracchi auf einem Hausboot in Amsterdam. Gemalt hat er dort nicht, Geld verdient jedoch schon: “Ich bin morgens auf den Flohmarkt gegangen und ließ mich von den Touristen gegen Geld fotografieren. Ich sah ganz schön wild aus, lange Locken bis zur Hüfte, indische Gewänder, ein bodenlanger Pelzmantel.”

Falls jemand ein Foto aus dieser Zeit haben sollte: wir kaufen es gern für unsere private Sammlung an. Beltracchi muss rattenscharf ausgesehen haben – auch, weil er in den 1970ern Hasch, Opium und LSD nahm, “… eine Zeitlang ziemlich viel LSD sogar.”

Übrigens: Eine ziemlich koole Frau hat Beltracchi übrigens auch gefunden. Helene Beltrachhi findet den Beruf ihres Mannes nämlich überhaupt nicht schlimm. Sie sagt dazu: “Zahnarzt, das wäre schlimm gewesen.” Und damit hat sie natürlich vollkommen recht.

Beltracchi, du Anti-Zahnarzt, bist unser Idol – und daher natürlich unser Dandy of the Week. Yeah!

 

SPECIAL

TRENDS

 

C’est cool: Patches!

Wir wünschen uns ganz dringend Jacken, Hosen oder Sweater, auf denen unzählige Patches aufgenäht sind.

Da wir weder Bock noch Zeit für ein fabulöses DIY-Werk haben, bitten wir hiermit freundlichst alle PR-Agenturen dieses Planeten uns Designs ihrer Modemacher, auf denen Patches zu finden sind, per Eilpaket zu kommen zu lassen (Adresse: siehe Impressum)

Wie so oft war Raf Simons Vorreiter beim Trend `Patches`. Oder zu mindestens der Designer, dessen Einfluss auch in den Kollektionen der anderen Designer zu sehen ist. Simons zeigte in seiner SS 2015 Kollektion Entwürfe, auf denen Abbildungen von persönlichen Erinnerungen (Familie, Freunde, Astronaut, Hai etc.), zu sehen waren.  Er nutze die Patches als eine Art Moodboard.

Kit Neale und Astrid Andersen haben in ihren aktuellen Kollektionen (AW 2015) ihre Hosen mit Patches veredelt. Sandro PARIS die sowieso schon ultra-scharfen Lederjacken. Und der dänische Jungdesigner Martin Mitchell eine Jeansweste.

Die Regel “je mehr desto besser” gilt natürlich auch beim Patches Trend! Go for it!

 

NEWS

 

Mega-Wachstum: Hedi Slimane hat den Umsatz von SAINT LAURENT in nur drei Jahren verdoppelt

Man kann von der überholten Skinny-Silhouette, der immer gleichen Lederjacke oder dem ständigen Rückgriff auf die 1970er und Glamrock halten was man mag: die Leute kaufen den Shit.

Seit Hedi Slimane vor drei Jahren Creative Director bei SAINT LAURENT wurde, haben sich die Umsätze verdoppelt. Allein 2014 ist der Jahresumsatz um 27 Prozent auf 707 Millionen Dollar gestiegen – das hat der Luxuskonzern KERING, zu dem Saint Laurent gehört, mitgeteilt.

Für eine vorwärtsgewandte, avantgardistische Mode ist das ein eher nicht so gutes Zeichen.

Interessant wird nun zu sehen sein, ob GUCCI nach dem gleichen Prinzip geführt werden wird. Das italienische Label ist mit 3,5 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr die mit Abstand größte Marke im KERING-Konzern – und hat seit diesem Jahr mit Alessandro Michele einen neuen Creative Director.

Von: Jakob

LOOKBOOKS

VIDEO

FASHION SHOWS

 

New York Fashion Week: Hood by Air AW 2015

HOOD BY AIR präsentierte die neuen Kollektion “Daddy” in kellerartigen Räumlichkeiten in der Wall Street, dem Zentrum der Finanzen.

HBA Mastermind Shayne Oliver zeigte Klassiker der Mode wie Button-Down Shirts, Pullover und  Polo T-Shirts in der typischen Unisex Hood by Air Silhouette. So kam es zu Hybriden aus Poloshirt und Kleid. Oder Camel Coat und Tank Top.

Die Models trugen Schlösser vor dem Mund und Strumpfhosen über dem Kopf, wie ein Einbrecher. Der Soundtrack der Show Total Freedom wurde schlagartig beendet, es folgte Jazz, unterlegt mit einem Zitat der Show Empire:

“I wanna show you a faggot really can run this company”.

Wie sehr HBA auch in der Kunstwelt angekommen ist, zeigte sich an den Gästen der Show, unter anderem waren Klaus Biesenbach und Grace Coddington gekommen, um Olivers neue Arbeit zu begutachten.

Es scheint als wäre HBA, auch nach dem Diss von dem einstigen Supporter A$AP ROCKY, nach schwer angesagt.

 

 

 

LOOKS

INSTAGRAM

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As usual terrifc setdesign at Henrik Vibskov!

#parisfashionweek